Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546820
146. 
Monogramm, welches wahrscheinlich auch auf den Gemälden vorkommt. 
Andere Blätter nach A.Both haben den Namen des Malers und Stechers, 
wie die schöne Folge der fünf Sinne von A. de Bleis aus Nicolaus 
V1sscher's Verlag. Diese seltenen Blatter enthalten einzelne sitzende 
lätndliche Figuren, 8. Sehr" schön sind auch fünf Blätter mit Brust- 
bildern von Bauern, welche ebenfalls die fünf Sinne vorstellen. Sie 
sind von Jan Golc geschabt, und so trefflich, wie die Blatter von 
Cornel Dusart, wenn sie nicht von diesem selbst herrühren. Rund, kl. 4. 
Was ausserdem noch Lynhoven, Basan äcc. nach ihm gestochen haben, 
können wir hier nicht aufzählen. Die Landschaften mit Staiiage gehen 
gewöhnlich unter dem Namen des Jan und Andries Both. 
Zu den Seltenheiten gehören die schönen Abdrücke der von An- 
dreas und Jan Both radirten Blätter. Bartsch P. gr. V. p. 199, be- 
schreibt 10 Blätter von dem ersteren, und 15 von dem letzteren. Der 
Figurenstaifage nach gehören sie alle unserem Künstler an, und man 
kann ihn aus diesen Radirungcn in seinem Hauptelemente kennen lernen. 
Zu dem Werke von Bartsch sind aber besonders die Supplemente von 
R. Wcigel I. 279 zu berücksichtigen. Er zahlt vier Blätter auf, welche 
im Peintre graveur nicht vorkommen. Die Preise der Badirungen sind 
im Allgemeinen ziemlich hoch. S. hierüber Heller's Handbuch. Leip- 
zig, R. Weigel 1848. 
146- Adriaen Brouwer, auch Brauer und Brauwer, wurde 1608 
zu Harlem geboren, und Franz Hals, der geniale, 
ß ß zausschweifende Portraitmaler, legte in ihm den 
' Grund zum tüchtigen Künstler, so wie zur Lüder- 
ß Z lichkeit. Dieses eminente Wirthshausgenie begeg- 
- nct uns fast in allen berühmten Gallerien. In 
seinen Bildern spiegelt sich das gemeine Volksleben jener Zeit mit 
seinen Trunkenboldcn, spielenden Lanzknechten, feilen Dirnen, Prüge- 
leien und Tollheiten am treuesten ab, und sie liefern die schlagendsten 
Beiträge zur Biographie des übermüthig jovialen Meisters. Ungebän- 
digte, viehischc Leidenschaften wusste keiner besser darzustellen, als 
er, und in klaren hellen Farben prangt seine niedrige Welt. Im Schmelz 
der Tonche kommt ihm wohl ebenfallgkein anderer Maler gleich. 
Desswegen beweinte Rubens dieses seltene Talent, als der Künstler 
1640 auf dzm Pestkirchhofe zu Amsterdam in die Grube sank. A. van 
Dyck hat sein Bildniss gemalt. (Gcst: von Sch. a Bolswert). 
Nur wenige Gemälde sind mit dem Monogramme versehen, man 
findet es aber auf Kupferstichen nach Brouwer. Das Monogramm LV. 
steht auf Blättern von L. Vorstermann, welche in einer Reihe von 
männlichen und weiblichen Büsten und Halbfiguren die Laster dar- 
stellen, 8. Auch Johann und Cornelius Visscher, Matham, Marinus, 
A. Blooteling, J. van Bruggen, W. Vaillant, D. van Bremden, J. Grons- 
velt, F. van Wyngaerde, A. Delfos, Ph. le Bas, H. Bary, T. lilajor, 
Spooner, de Mouchy, J. Burke, C. le Vasseur, P. Maloeuvre, J. D. Meere, 
Prenner, A. H. Riedel, A. Schlicht, J. P. Thelot, J. A. Stenglmair, 
A. Prestel, A. Bartsch, Ploos van Amstel 8m. haben Blätter in ver- 
schiedenen Manieren nach ihm gestochen. Viele sind mit dem Mono- 
gramme, oder den Initialen A. B. bezeichnet. Bei dieser Gelegenheit 
machen wir auch auf das ausserst seltene Blatt aufmerksam, welches 
C. Bega nach Brouwer radirt hat, B.No.36. Es stellt ein Binnenhans mit 
acht Bauern vor. Bartsch und Heinecke haben es nie gesehen, sondern 
geben die Beschreibung nur nach dem Catalog Marcus. Amsterdam 1770 
N0. 2236. Die Originalität ist unzweifelhaft. In der Mitte unten steht: 
,A. Brouwer pinx., rechts: Edewaert du Booys excu. Es scheint in-
        

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