Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555627
944 
CAP. 
2242- 
2243. 
zwischen zwei Hörnern. Oben auf der Schriftrolle steht: Sac: Caes: 
M: Bemef: Insig: Ilaidenor. Das Zeichen ist rechts unten. H. 4 Z. 
5 L. Br. 3 Z.? 
2242. Polidoro Oaldara da Oaravaggio hinterliess eine grosse 
Anzahl von Zeichnungen mit reich verzierten Vasen, deren er 
Ä auch an Fagaden von Häusern zu Rom und in lilessina grau 
in Grau malte. In der späteren Zeit des 16. Jahrhunderts, und 
auch noch zu Anfang des folgenden wurden einige Folgen mit solchen 
Vasen durch den Kupferstich bekannt, und auch hier handelt es sich 
um radirte Blätter mit Vasen nach antiker Art, welche sich auf 80 be- 
laufen. Auf verschiedenen Blättern dieser Folge findet man das ge- 
gebene Monogramm, wodurch der gegen Ende des 16. Jahrhunderts 
lebende Radirer den Namen des Zeichners angedeutet haben dürfte. 
Wir vermuthen darunter den Polidoro da Oaravaggio, nicht den Kupfer- 
stecher Caspar Patavinus, welcher den folgenden Artikel behauptet. 
Letzterer stach in der Weise des Giorgio Ghisi Mantuano, und 
er müsste daher in den erwähnten Radirungen seine Eigenthümlichkeit 
vollkommen verläugnet haben. Zu P0lid0ro's Lebzeiten erschien keine 
Folge mit Vasen, erst lauge nach seinem 1543 erfolgten Tod wurden 
die an den Facaden der I-lauser und in Sälen immer mehr dem Ver- 
derben entgegengehenden Werke desselben durch den Stichel und die 
Nadel vervielfältiget. Cherubino Alberti, Pietro Santo Bartoli, Gio. 
Bat. Gallestruzzi, Odoardo Fialetti, Egidius Sadeler, Rene Loehon u. A. 
haben viele Compositionen vom Untergangs gerettet. Gallestruzzi, 
Ch. Alberti, E. Sadeler, R. Lochen und O.Fialetti haben auch Folgen 
von Vasen publicirt, die Blätter mit dem obigen Zeichen rühren aber 
weder von dem einen noch von dem andern her. Sie erschienen 
wahrscheinlich unter einem Titel, sind aber von ungleicher Grösse. 
Viele Vasen scheinen nach antiken Vorbildern gezeichnet zu seyn. 
2243. Gaspar 086110, genannt G. ab Avihus Citadelensis, Gaspar 
Q a Patavinus oder Padovano, wurde um 1530 zu Padua 
 geboren, und arbeitete von 1555-1585. Seine im 
Ganzen seltenen Kupferstiche nähern sich in der Stichweise jenen des 
Giorgio Ghisi Mantuano, und somit könnte er der Schüler desselben 
gewesen seyn. Einige seiner Blätter sind Copien nach Giorgio Man- 
tuano. Malaspina, Gatalogo 8m. Il. p. 177, behauptet, dass sich die 
Stiche dieses Meisters ungefähr auf ein Dutzend belaufen, Zani schreibt 
ihm aber eine bedeutende Anzahl zu, welche grüsstentheils nur als 
Oopien nach Stichen der Zeitgenossen des Osello zu betrachten sind. 
Die beiden ersten Monogrammen findet man auf Bildnissen von 
Fürsten des Erzhauses Oesterreich, und auf einigen anderen seltenen 
Blättern mit Portraiten. Unter diese zahlen wir das Bildniss des 
Arztes Andreas Mattiolus Senensis mit dem zweiten Zeichen. Oval, 
gr. 4. Die Bildnisse der Erzherzoge von Oesterreich hatte der Maler 
Francesco Terzi zu Innsbruck in ganzer Figur mit allegorischen Bei- 
werken gezeichnet. Es stand ihm die berühmte Ambraser Sammlung 
offen, WO auch jene Harnische aufbewahrt waren, welche die Fürsten 
trugen. Das Werk bclauft sich auf 66 Blätter mit Bildnissen, welche 
von 1568  1573 zu Innsbruck erschienen. Auch das von F. Terzi 
gezeichnete allegorische Titelblatt ist von G. ab Avibus gestochen. 
Es hat die Inschrift: Austriacac gentis imaginum partes tres manu 
Francisci Bergomatis etc. 
Das dritte Zeichen befindet sich nach Bartsch P. gr. XV. p. 402 
N0. 43 auf einer gegenseitigen Copie nach Luoa Penni und Giorgio 
Ghisi. Dieses Blatt, welches die Jahrzahl 1563 trägt, stellt den Jäger
        

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