Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555589
940 
CAM. 
2228 
2231. 
zeichnnng, mit der Jahrzahl 1525, findet man auch auf dem grossen 
Gemälde der Heimsuchung der Elisabeth, welches den Hauptaltar in 
S. Maria di Calchcra zu Brescia ziert. Beispiele dieser Art lassen 
sich aber noch viele anführen, da Callisto da Lodi erst 1561 starb. 
Der Name ist zuweilen auch auf der Rückseite des Gemäldes ange- 
bracht, wie auf dem Bilde der Herodias in der lek. Gallcrie zu Wien. 
Auf diesem Werke steht die zweite Inschrift. Im Künstler-Lexicon XI. 
S. 252 haben wir ausführlich über diesen Meister gehandelt. Hier soll 
nur der Zuname Laudensis erklärt werden, weil er im Lexicon an 
betreffender Stelle fehlt. Es ist aber nicht nöthig, zu bemerken, dass 
die Stadt Lodi die Veranlassung gab. 
2228. Domenico Gampagnola, jener alte Kupfer-Stecher, welcher 
w schon 1517 in voller Tliätigkeit war, wird gewöhnlich 
(IAM 1953 für den Stecher einer Flusslaiidschaft im Charakter Ti- 
zian's mit der Abbreviatur CAM 4559 gehalten. Dieses Blatt bildet 
das Gegenstück zu einer anderen Landschaft, in welcher Christus die 
Fischer zum Apostelamte beruft. Auf diesem Kupferstiche steht der 
Name Coslant f , worunter Ceiistantiiio Malombra als Zeichner zu ver- 
stehen ist. Der Stecher zeichnete L. D. B. 
Der Kupferstecher Domenico Campagnola, welcher um 1517 bereits 
auf der Höhe seiner Kunst stand, kann die Landschaft mit der Ab- 
breviatur CAM weder gezeichnet, noch gestochen haben, indem er 1559 
sicher nicht mehr gelebt hat. Wir müssen uns daher um einen 
jüngeren Künstler dieses Namens umsehen, obgleich man bisher einen 
zweiten Domenico Campzignola nicht vermisst hatte. Es ist diess jener 
Schüler Tizian's, welcher mit Paris Bordone und Tintoretto die Eifer- 
sucht des Meisters erregt haben soll. Veii diesem jüngeren Domenico 
Campagnola, nicht von dem gleichnamigen Kupfersteclier, sah der 
anonyme Reisende des Morelli (1530-1543) im Hanse des Dr. Marco 
hIantoa zu Padua grosse Landschaften in Wasserfarben, und Feder- 
zeichnungen. Auch Brandolese nennt in seinen „Pitturc, sculture, 
architetture ed altre cose iiotabili diPadua1795". noch mehrere Bilder 
von einem Domenico Campagnola, welche bis 1581 datirt sind. Von 
diesem Künstler rührt demnach die Landschaft mit CA M 1559 her, 
und wir haben ohne grosse Mühe zweiDomenico Campagnola gefunden. 
Ueber den alten Meister dieses Namens handeln wir unter D. C., 
und DO. CAMP. 
2229. G. A. Möller, Stempelschneider in Copenhagen, wurde da- 
C A M selbst 1813 an der k. Münze angestellt. Von 1824 an war 
   ein C. A. Muhle an derselben Anstalt thätig. Beide 
zeichneten C. A. M  
2230. Gamillo Grafiieo, Kupferstecher aus Furlo in Friaul, 
C G F welcher um 1590-1610 in Rom thätig war, bezeichnet 
am'   auf solche Weise eine Copie nach Cheriibin Alberti, 
welche die Auferstehung Christi vorstellt. Die Composition ist von 
einem unbekannten italienischen Meister. H. 17 Z. Br. 11 Z. 2 L. 
Andere Blätter dieses Meisters sind mit C. A. F. bezeichnet. 
2231. Julius Hieronymus Gampagnola? Dieses Zeichen, sowie 
1,1 die Buchstaben F. 1. CA, oder eher II. (JA? iindet man auf 
CA einem Kupferstiche von der Hand eines italienischen Meisters 
aus dem Anfange des 16. Jahrhunderts, von welchem ein ande- 
M res Blatt mit dem Monogramm 15.7.1". im Täfelchßn bezeichnet 
ist, wie wir N0. 330 nachgewiesen haben. Der alte Kupferstich mit 
dem gegebenen Zeichen stellt die Geburt Christi vor. Maria sitzt mit
        

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