Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555568
938 
GAH. 
2218 
2220. 
Stäidteansichten, Landschaften, und Ornamente für Goldschmiede und 
Bronzearbeiter. Auf mehreren Blättern stehen die Initialen seines 
Namens, wie auf den 12 Illustrationen eines ehedem vielgelesenen 
Romans: Siegwart, eine Klostergeschiclzte. Auch einige seiner Muster- 
blatter sind mit den Anfangsbuchstaben des Namens bezeichnet. Sie 
erschienen in Folgen zu 4 Stücken, und scheinen zahlreich zu seyn. 
Das erste Blatt einer Folge mit Pendeln, Thürklopfern, Schlössern, 
Friesen und Rosetten im Geschmacke des Zeitalters Ludwig XVI, hat 
den Titel: Neueste Gürtler Arbeit. C. A. Grossmann emc. A. V., kl. fol. 
Dieses Heft bildet N0. 21 einer grösseren Mustersammlung. Eine an- 
dere Folge von 4 radirteu Blättern, N0. 28 der Sammlung, stellt 
Trophäen, musikalische Instrumente, Schäferscenen, Blumenkräxize, 
Guirlanden etc. vor. Auf dem ersten Blatte steht: CA. Grossmann ema, 
kl. fol. Eine Folge von 4 Blättern mit Mustern für Schlosser bildet 
N0. 29 der Sammlung, kl. fol. Die Sammlung von Musterblättern ist 
aber nicht von Grossmann allein bearbeitet. Er ist von mehreren 
Heften nur der Verleger. So ist das erste Heft mit Blumensträussen 
von J. M. Frey radirt, 4. Zu seinen schönsten Arbeiten gehören die 
Landschaften mit Gefechten und anderen militärischen Auftritten, qu. 8 
und kl. qu. fol. Auch nach J. G. Wagner hat er vier schöne Land- 
schaften radirt, qu. 4. Der Künstler schrieb Grossmann und Grosmann. 
2218. Garl August Helmsauer, Kunstliebhaber, wurde 1789 zu 
m Heidelberg geboren, und trat 1812 als Lieutenant in den k. 
j' bayerischen Staatsdienst über. Er radirte Bildnisse und Land- 
schaften in Kupfer, und befasste sich auch mit der Lithographie. Sein 
Monogramm findet man auf einem landschaftlichen Blatte mit einer 
Gruppe von drei Bäumen, 1807. H. 6 Z. 9 L. Br. 8 Z. l L. Es 
steht auch auf einerCopie nach Martin Schön. Dieses Blatt enthält das 
Bildniss einer mit Blumen bekräinzten jungen Frau mit langem, herab- 
fallendem Haar, wie sie die beiden Arme auf den Tisch legt, kl. 4. 
Das Monogramm hat die obige Form mit beigefügtem f. Dann radirte 
Helmsauer auch sein eigenes Bildniss. An das Monogramm reiht sich 
die Schrift: nat. 1789, ipse f. 1825, gr. 8. Auch auf einer litho- 
graphirten Copie nach H. Goltzius findet man das Zeichen Helmsauefs. 
Dieses Blatt stellt Venus und Amor vor. 
2219. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher um 1659 thätig 
war. Das gegebene Zeic eii mit dem Beisatzc: im). V. Spada 
Q del. Florenz. 1659, entnehmen wir dem von Frenzel redigirten 
Catalog Sternberg I. N0. 6188, können aber für die Genauigkeit der 
Nachbildung nicht einstehen, da Frenzel mit der Zeichnung es flüchtig 
nahm. Das Blatt mit demselben ist in der Weise des Jakob Callot 
radirt, und stellt den hl. Cajetan vor, fol. Frenzel schreibt es dem 
Valerio Spada zu, welcher sich demnach einer fremden Zeichnung be- 
dient hat, vielleicht einer solchen des Hieronymus Agricoln in Inns- 
bruck. Spada lebte längere Zeit in dieser Stadt, und radirte daselbst 
1655 auch Theater-Decorationen nach H. rägricola. Wenn sich das 
Monogramm auf letzteren beziehen sollte, so müssten wir A H lesen, 
und der anscheinlich das O bildende Schnörkel ware ohne Bedeutung. 
2220. Christoph Achatius Hager, ein um 1654 lebender Schreib- 
meister soll nach Heller Moiiogiz-Lex. S. 65 durch diese 
C'A'H' Buchstsiben seinen Namen angedeutet haben. , Irgend eine 
Zeichnung, oder einen Kupferstich nennt der genannte Schriftsteller 
nicht, die Initialen dürften sich aber auf Blättern mit Schriften finden. 
Sie sind wahrscheinlich in Kupfer gestochen.
        

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