Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546815
1424 
145. 
Schrift. Auch den einfachen Buchstaben B. fanden wir auf einer Skizze, 
welche von Blocklandt herrühren muss, da in der Gallerie des Bclve- 
dere zu Wien ein Gemälde mit B. 1573 bezeichnet ist. Das erste 
Zeichen sahen wir auf einem schönen Gemälde, welches den Tod des 
Adonis vorstellt, aber verschieden von jenem Blatte, welches Ph. Galle 
gestochen hat. Das dritte Zeichen steht auf einem Kupferstiche von 
P. Galle, welcher in einer Rundung drei sitzende Apostel zeigt, fol. 
Nur auf einem Blatte fanden wir die Initialen AM, auf welche wir 
zurückkommen. 
142. Gornelius Bakker, Maler, wvurtle 1771 zu Gocderecrle geboren, 
und gründete in Ptotterdam den Ruf eines geschickten Künstlers. 
[B Er malte Portraitc in Oel und Miniatur, und einige kleine Genre- 
bilder. Immerzcel iindet letztere besonders schön, und er be- 
dauert, dass der Künstler als Zeichenlehrer an der Rotterdaimschen 
Kunstgenootschap zu viel Zeit verwenden musste. C. Bakker starb 1845. 
143. Unbekannter deutscher Maler, welcher in der ersten Halfte 
des 17. Jahrhunderts lebte. Er malte Schlachten und andere 
ßmilitarische Darstellungen. Auf einer schönen Tuschzeichnung 
mit einem hitzigen Reitcrgefecht steht des Zeichen mit der 
Jahr zahl 1611. Das angezeigte Mouogramm könnte der Maler A. Bodan 
geführt haben, dessen Werke aber selten sind. Er malte Genrebilder, 
theils in RClllbfüDdÜS Manier. Auch Zeichnungen iindet man zuweilen 
von ihm. Sie sind mit der Feder umrissen, ausgetuscht, und sehr 
malerisch behandelt. Dieser Bodan war ebenfalls in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts thiitig, und scheint älter zu seyn, als der im 
Künstler-Lexicon erwähnte Adreas Bocdan. 
144. Alessandro Badiale, Maler und Radirer von Bologna 1623- 
R 1668. Schüler des F. Torre, gründete er den Ruf eines tüch- 
tigen Meisters, dessen Werke in Italien zerstreut sind. Hier 
handelt es sich aber um ein radirtes Blatt, welches Bartsch P. gr. XIX. 
p. 225 nicht beschreibt. 
Eine vornehm gekleidete Frau im Kniestück bei einer Tafel, auf 
welcher "fece" über dem Monogramme steht. Links neben der Frau 
bemerkt man einen Knaben, welcher mit Aufmerksamkeit den Vorgang 
betrachtet. Dieses seltene Blatt scheint die Frau und dem Sohn des 
Künstlers vorzustellen. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 3 L. 
Badiale bediente sich auch eines aus ABF. bestehenden Mono- 
grammes, welches unten folgt. 
145- Andries 30th, hlaler und Radirer, geb. zu Utrecht 1612, war 
 Schüler von A. Bloemaert, nahm aber in der 
j  Folge den Peter de Laer zum Vorbilde, mit 
ß  i; welchem er auf gleicher Höhe steht. Er ar- 
1 J- 1-" ' beitete häufig mit seinem Bruder Jan gemein- 
schaftlich, indem er die Figuren in die von jenem nach der Weise des 
Claude Lorrain behandelten Landschaften malte, so dass die belebende 
Scene in schöner Harmonie mit dem Ganzen stimmt. Andreas Both 
soll 1650 in Venedig ertrunken seyn, allein Hüsgen spricht noch von 
einem Bilde mit der Jahrzahl 1654. 
Die Genrebilder dieses Meisters sind selten. Auf einigen lindet 
man die beiden ersten Zeichen. Wir sahen auch eine Zeichnung mit 
der Figur eines Bauers, auf welcher das dritte Monogramm vorkommt. 
Auf seinen radirten Blättern steht dieses dritte Zeichen in Verbindung 
mit der Sylbe bozh. Zwei von Anton Riedel gestochene Blätter mit den 
Köpfen eines alten Mannes und einer alten Frau tragen das erste
        

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