Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555531
CAF. 
2209 
2210. 
935 
Folge von Blättern nach italienischen" Meistern, deren Zahl wir nicht 
angeben können. Das einfache Monogramm mit der Jahrzahl 1818 
trägt das Facsimile einer Zeichnung aus dem 15. Jahrhunderte. Sie 
stellt einen Pilger mit Kapuze und Stock vor, und unter der Figur 
steht: Pol lipo del moso. Darunter ist wohl Lippe Dalmasio aus Bo- 
logna zu verstehen, der unter dem Namen Lippe dalle Madonna be- 
kannte Meister, welcher 1410 sein Testament machte. 
 Alexander Galame, Landschaftsmaler und Radirer, einer 
der berühmtesten Meister unserer Zeit, fand 
unter den Initialen AO. N0. 290 bereits eine 
I, l l ausführliche Stelle, und somit zählen wir 
nachträglich nur die schönen Radirungen auf, welche die gegebenen 
Zeichen tragen. Die meisten Blätter dieses Künstlers sind mit dem 
Namen versehen, sehr wenige unbezeichnet. Sowohl die Radirungen, 
als die Original-Lithographien tragen das Gepräge der vollendeten 
Meisterschaft, und gehören zu den merkwürdigsten Erzeugnissen dieser 
Art, da sie höchst malerisch behandelt sind. Wir kennen aber keine 
Lithographie mit dem lllonogramme. 
1) Das erste Zeichen findet man links unten auf einem radirteu 
Blatte, welches eine Waldlandschaft vorstellt. Links gegen den Vor- 
grund erheben sich zwei grosse Bäume, deren Stämme vom Plattenrand 
abgeschnitten werden. Neben dieser Baumgruppe läuft ein Hirsch, 
welchen rechts vom Mittelgrunde her ein Reiter verfolgt. Gegenüber 
schiesst ein knieender Jäger nach dem Thiere, und ein anderer Mann 
steht im Vorgrunde mit dem Stecke. Hinter ihm sitzt ein Weib mit 
dem Kerbe zur Seite. Der untere Rand zeigt links die Höhe des Ge- 
mäldes an, nach welchem das Blatt radirt ist. Rechts steht auch der 
Name des Meisters. Höhe des Bildes 7Z. 6L., der Platte 7Z.81{, L. 
Breite 5 Z. SV, L. 
2) Das zweite Zeichen steht in der Mitte unten auf einer schönen 
radirten Landschaft mit Felsstücken in schmal 8. Eine nähere Be- 
schreibung können wir nicht geben. 
3) Das dritte Monogramm ist rechts unten in der Ecke einer 
radirten Gebirgsansicht. Vom Mittelgrunde aus erheben sich Berge, 
und am Fusse des Bergrückens zur Linken stehen Bäume, worunter 
die grösste Gruppe im Lichte steht. Im Vorgrunde breitet sich das 
von rechts her kommende Wasser aus. Unter den Buchstaben CAF 
bemerkt man im schmalen Rande Spuren von Schriftzeichen und der 
Jahrzahl 1838. Rechts oben im Lichte steht N0. 9 Genäve 1838. 
Höhe der Platte BZ. 3L. Br. 4Z. 6L. Das Monogramm auf diesem 
Blatte ist nur in den späteren Abdrücken deutlich. Bei dieser Ge- 
legenheit wurde wahrscheinlich unten die Schrift ausgekratzt, und 
rechts oben von neuem einradirt. 
4) Mit einiger Abweichung und kräftiger radirt steht dieses dritte 
Zeichen links unten in der Ecke einer Landschaft mit einer in der 
Mitte sich erhebenden Bailmgruppe. Daneben liegt ein grosser Stein, 
und nach rechts hin führt der Weg über die Anhöhe nach dem 
Walde zu. Rechts unten im weissen Rande steht: Geneve 9 038 
No. k]. qu. 8. 
2210- Alessandro Oasolauo fand unter dem Monogramm ACL 
 N0. 335 bereits eine Stelle, und daher handeln wir nach- 
g F1 träglich nur über eine seltene Radirung, welche Bartsch 
-  P. gr. XVII. p. 42 dem Casolano zuschreibt. Dieses Blatt 
stellt die hl. Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse vor. Letzteres 
hält in der linken Hand ein Buch, und in der rechte? einen Apfel. 
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