Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555439
CA. Nr. 2174-2178. 925 
2174- Pierre Gottar oder Gottard, Zeichner und Architekt, wurde 
um 1620 in Paris geboren. Er war Meister im Pruukstyle 
ä E seiner Zeit, und wirkte auch auf die Kunstindustrie ein. Sein 
I Werk ist die Kirche de 1a Mercy, deren Portal durch einen 
ü ä Kupferstich bekannt ist. Dann baute er auch das Hotel 
1' Amelot de Bizeuil, welches J. Marot in Kupfer brachte. 
Interessant ist eine Sammlung von Blättern mit Vasen, Grotesken, 
Mustern für Schreiner und verschiedenen Ornamenten, welche 1686 aus 
der königlichen Druckerei hervorging. Das Werk hat wahrscheinlich 
folgenden Titel: Recueil des oauvrcs des dessins faits par S. lllajestä etc. 
Doch erschienen seine Musterblätter nach und nach in Folgen, und 
wurden erst später unter einem Ilaupttitel vereiniget. lllariettels 
Adresse hat eine Folge von 6 Blättern unter dem Titel: Portes avec 
comirhes zfupräs Conar. Mansart 010., ferner: Alouveaum dcssins de Inm- 
brIis, fol. Seine Werke gehören zu den Scltenheiten, besonders die 
vier Blätter mit den Ansichten von Bordeaux, welche Cottard selbst 
nach den Zeichnungen des Chev. Bassemont radirt hatte, qu. 4.' Auch 
eine Folge von Vasen hat der Künstler radirt. Auf vielen Blättern 
findet man das Monogramni, sowohl auf eigenhändigen Radirungen, 
als auf Stichen nach seinen Zeichnungen. 
2175. Adolph Alexander Joseph Garen, Kupferstecher, wurde 1797 
am zu Lille geboren, und von Lair und Bervic unterrichtet. Dieser 
Künstler stach eine bedeutende Anzahl von Blättern, doch 
meistens für den Buchhandel. Auf einigen findet man das Monogramm. 
Zu seinen Hauptwerken gehört Cyparissus, nach A. Vinchon 1825, fol., 
und Marguerite, nach A. Scheffer, fol. Unter den Bildnissen ist jenes 
der Herzogin von Berry mit ihren Kindern, nach F. Gerard, das der 
Mdme. de Sevigne, nach A. Deveria, und der Herzogin M. A. de Saroie- 
Bourgogne zu nennen. 
2176. Oarl Arnold, Zeichner und Lithograph in Berlin, gehört zu 
v den jüngeren, aber tüchtigen Künstlern der Stadt. Das 
ß ß Monograrnm findet man auf Zeichnungen, Holzschnitten 
1 und Lithographien, wie uns mitgetheilt wurde. 
Der Maler Garl Andreae in Berlin bediente sich aber eines 
ähnlichen Zeichens, in der Form unsers zweiten Monogramms. Dieser 
Künstler malt historische Bilder, und fertigct auch Zeichnung zum 
Holzschnitt. C. Andreae ist aus Cöln gebürtig, übt aber seit mehreren 
Jahren die Kunst in Berlin. 
2177. Gar] Joseph Alols Agricola, Maler und Kupferstecher, 
wurde 1779 zu Seckingen in Baden geboren, und an der Akademie 
w in Wien zum Künstler herangebildet, wo er eine Reihe von 
Jahren thätig war. Er malte Bilder in Oel und Miniatur, und dazu 
kommen mehrere treffliche Blätter, welche nach Rafael, Dominiehino, 
Parmigiano, Elzheimer u. A. theils radirt, theils gestochen sind. 
Obiges Monogramm findet man auf Zeichnungen und Miniatur- 
bildnissen des Künstlers. Es steht auch auf einer seltenen Lithographie, 
welche er 1813 bei seinem Aufenthalte in München ansführte. Dieses 
Blatt gibt eine Ansicht der beiden Frauenthürme der genannten Stadt. 
Dem Zeichen ist die Jahrzahl äß beigefügt. 
2178. G. Apens, oder (l. Adams? Nach Brulliot App. I. N0. 16 
findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstiche, 
 welcher das Bildniss des Generals Coehorn vorstellt, 
halbe Figur in Oval. Im Grunde rechts wird eine Festung belagert, 
und über dem Ovale steht: Dederam Incendia Lurem. Metam. Ovid.
        

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