Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555315
2142! 
2143. 
913 
schnitten. Brulliot entnahm seine Nachricht aus Füsslfs Künstler- 
Lexicon. Zur Zeit dieses Schriftstellers war der Altar noch in 
der Kirche.  
Das zweite Zeichen mit dem abweichenden B iindet man auf dem 
Gemälde mit der Legende des hl. Wolfgang, ehemals in der Kirche 
des Heiligen zu Rothenburg an der Tauber, jetzt auf dem Rathhzl-use 
dnselhst. Dieses Bild trägt auch die Jahrzahl 1514, und erinnert so 
sehr an die Schule des älteren Holbein in Augsburg, dass man es 
von einem Schüler Zeitblonfs beschafft glaubt. Vgl. Ulm's Kunstleben, 
von Dr. Grüneisen und E. Manch, S. 48. 
2142- Bernhard Zan, Goldschmied von Nürnberg, war in der 
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig, in 
 Jj-xgl späterer Zeit zu Ansbach, wenigstens nach der 
 Adresse des Stephan Hermann, welcher daselbst 
BMW Zan, Zan's Folge mit Goldschmiedsmustern verlegte. 
Auf die Initialen seines Namens macht auch Brül- 
liot II. No. 309 aufmerksam, mit der Auslegung seiner Vorgänger, 
welche unter BZ einen B. Zott, den Bolognino Zaltieri, und 
auch den Bernard Zan vermutheten. B. Zott ist als Künstler un- 
bekannt, und B. Zaltieri war Knpferstecher und Kunsthändler in 
Venedig um 1560  1580. Er zeichnete und radirte die antiken 
Götterbilder für das Werk des Vincenzo Cartario, welches 1571 zu 
Venedig bei V. Valgrisi erschien. Der Verfasser sagt in der Vorrede 
selbst, er habe die Blätter zu seinen nlmagini di Dei degli Autichi" 
durch B. Zaltieri, einen geschickten Künstler, fertigen lassen, keines 
derselben trägt aber die Initialen des Meisters. In der Ausgabe von 
1580, welche bei Francesco Ziletti zu Venedig erschien, sind Holz- 
schnitte, welche ebenfalls dem B. Zaltieri zugeschrieben werden. 
Es ist aber kein Blatt bezeichnet, und Zaltieri ist wohl nur der 
Drucker. Auf Kupferstichen aus seinem Verlage steht: "Bolognini 
Zaltieri formis". Dass sich die Buchstaben B. Z. auf B. Zan be- 
ziehen, beweiset ein Blatt aus der Folge, welches den Namen 
„Bern. Zan" trägt. Das erwähnte Werk aus St. Hermann's Verlag 
hat den Titel: 
"Allerley gcbvnzenirlc fisirvngen gemacht und auch gedruckt in der 
fvrstliclten Stat O-noltzbach bey Sleffan Ilerman Goldschmid", kl. fol. 
Dieses Werk enthält 40 Blätter mit Vasen, Bechern und anderen 
Gefässcn, so wie Zierwerke für Goldschmiede, fast alle mit B. Z. 
bezeichnet. Zan hat sie in Bunzenmanier ausgeführt, und macht 
dadurch dem Paul Flindt die Erfindung derselben streitig. Nach- 
bildungen findet man in Ottleyls „Fac-similes of early Master's 6m, 
London 1828", und in 0. Reynard's „Ornements des anciens maitrcs 
de 15-18 siecles, Paris 1844". 
Eine andere Folge von Blättern dieses Künstlers hat den Titel: 
"12 Stuck. Zum. Verzaichnen. Stechen. Vcrfertiyt. Bwnhart. Zan. 
Gollschmid. Gesel. 11m. Niernberg. 1580", 4. 
Auch aus diesem Werke sind bei Ottley Nachbildungen gegeben. 
2143. Balthasar Zwirner, Münzmeister in Olmütz, Breslau und 
Oppeln, bezeichnete von 1620-1624 Münzen mzt B. Z. 
B' 2' Bartolomeo Zen zeichnete 1733 als Münzauiiseher zu Ve- 
nedig in gleicher Weise.
        

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