Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555277
2125-4 
2126. 
909 
gramms sei. Die Buchstaben des Zeichens sind jedenfalls in seinem 
Namen enthalten, denn wir lesen B Wt. Eine strenge, schulgereehte 
Bildung des Zeichens ist bei den alten Meistern nicht immer zu er- 
warten. Und dann ist auch die Tradition, welche wohl fälschlich 
einen B. Wybaut, richtiger Thibcut als den 'l'rügei' des Monogramms 
annimmt, zu berücksichtigen. Thibout ist gleichbedeutend mit der 
alten Form Thybaut. Das fragliche Monogrannn findet man auf einem 
gut gezeichneten und radirten Blatte, welches die Ilagar vorstellt, wie 
sie den Ismael aus einem Kruge trinken lasst. Sie steht rechts des 
Blattes im Costüme des 16. Jahrhunderts. Den Vorgrund bildet land- 
schaftliches Terrain, und links im Mittelgrunde bemerkt man den 
Brunnen mit Wasserstrahl aus dem Löweukopfe. Die Form des 
Brunnens ist ebenfalls jene, welche ma.n den Fontainen in demselben 
Jahrhunderte nach den Vorbildern des Vredeman de Vries gab. Links 
am Brunnen steht das Monogramm, rechts im zweiten Felde die Jahr- 
zahl 1580, welche im ersten Drucke 1563 seyn soll. Links unten 
liest man: Langucnlem inde siti recreat pia matcr ulmnnum ein, und 
die Zahl 4. H. 4 Z. 6 L. Br. 8 Z. 9 L. 
Dieses Blatt gehört also zu einer Folge, und bildet N0. 4. Brul- 
liot I. N0. 928 beschreibt es ebenfalls, und vermuthet, das Ganze 
könnte aus 6 Blättern bestehen. Wir fanden aber immer nur 4 Blat- 
ter angezeigt. Im k. Cabinet zu München ist ausser N0. 4 nur noch 
N0. 3, den Ismael vorstellend, welcher links vorn am Fusse eines 
Baumes in Verschmachtung liegt, während rechts im Mittelgrunde der 
Engel der Hagar den Brunnen zeigt. Dieses Blatt ist ohne_ Zeichen 
und Namen, und in der Grösse des obigen. 
2125. Bartholomäus Wanseller? Nach Brulliot I. N0.1044 findet 
man historische Zeichnungen mit diesem Mono- 
gramme. Er glaubt, dass der Verfertiger in 
{652 Deutschland, wahrscheinlich in Bayern gelebt 
' habe. In München arbeiteten zwei Maler, Na- 
mens Bartholome Wanseller, der ältere zu Anfang des 17. Jahr- 
hunderts, der jüngere nicht vor 1616. Wir lassen es indessen dahin 
gestellt, 0b der Zeichner B. Wzmsellcr heisse. Auch Wilhelm Bach- 
maier könnte genannt werden. Er malte von 1600- 1640 Bildnisse 
und historische Darstellungen, deren man in bayerischen Klöstern und 
Professhäusern fand. 
2126- Willem Buytenweg oder Buytenweck, Maler und Radirer, 
 wurde gegen 1600 zu Rotterdam geboren, und zeichnete sich 
Wo durch Landschaften mit Thieren, und durch Gesellschafts- 
W stücke aus. Jan van de Velde, Georg van Scheyndel, Cor- 
nelis Kittenstein u. A. haben nach dessen Gemälden und 
Zeichnungen in Kupfer gestochen. Buytenweck hat selbst eine be- 
deutende Anzahl von Blättern. radirt, auf welchen aber gewöhnlich das 
Monogramm nicht verkehrt erscheint, sondern WB zu lesen ist. An- 
dere Blätter zeichnete er W B W. Das erste Monogramm findet man 
auf einem Blatte, welches einen Soldaten und eine Marketenderin vor- 
stellt. Zwischen beiden bemerkt man einen I-Iund, und links unten 
das Zeichen. H. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. l L. 
Das zweite Zeichen steht ebenfalls auf einem radirten Blatte. Es 
stellt den hl. Franziscus auf den Knieen vor, nach rechts gegen das 
auf dem Steine befestigte Crucifix gerichtet. Links unten über der 
Monogramm-Adresse des Kunsthandlers J. C. Visseher ist das Zeichen. 
H. 4 Z. 11 L. Br. 3 Z. 3L. Dieses Blatt gehört zu den Selteuheiten. 
Unter WB beschreiben wir mehrere andere Radirungcn des Meisters-
        

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