Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555188
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2096. 
und ein viereckiger Zierrahmen umgibt das Ganze. H. 4 Z. 9 L. 
Br. 3 Z. 9 L. 
Auskunft über den fraglichen Monogrammisten gibt uns vielleicht 
folgendes Werk: Neue Künstliche Figuren Bibtischor Ilistoricn grüntlich 
von Tobiu Stimmer gerissen  durch J. F. G. M. (Johann Fischart ge- 
nannt Menzer). Basel bey Thema Gwurin JIHLLÄXVI, 4. In der Vor- 
rede sagt Fischart, dass ihn Gwarin ersucht habe, Verse zu den bibli- 
schen Bildern zu machen, und dass ihm dabei auch sein Schwager 
Bernard Jobin behülflich gewesen sei. Ueberdiess bemerkt Fischart 
noch, dass Jobin Lselbst solche [Figuren zum schneiden und trucken helfen 
fertigen". Da nun also B. Jobin beim Figurenschnitte und beim 
Drucken Hand anlegte, so könnte das Monogramm nicht aus B V, 
sondern aus B I bestehen, und auf B. Jobin sich beziehen. Zahl- 
reich sind die Blätter mit diesem Monogramme nicht. In den neuen 
biblischen Historien nach T. Stinnner ist nur Ein Blatt von ihm, 
Esther vor Ahasverus vorstellend. Auch in der Uebersetzung des 
Joscphus Flavius, mit Holzschnitten nach Tobias Stiininer, Frankfurt 
1571, ist nur Ein Blatt. Vier Blätter sind in der Uebersetzung des 
Livius und Florus, nach Zeichnungen von T. Stimmer. Andere Blät- 
ter sind in Dr. Martin Luther's Bibel-Uebersetzung mit Illustrationen 
nach Jost Amman. In der Feyerabenchschen Ausgabe von 1564, fol., 
findet man: Joseph von den Brüdern in die Oisterne gelassen, die 
Anbetung des goldenen Kalbes, und Achamts Strafe durch Josua. 
Diese Blätter kommen auch in späteren Ausgaben der Bibel vor. In 
J. Ammaifs illustrirtem lateinischen Livius, Francofurti tmpensis et 
opera Georgü Corvini, Sigism. Feierabend et Haercdum Wygandi Galli 
1568, fol., findet man: Horatius C-ocles auf der Brücke, und Allucius 
mit seiner Geliebten vor Scipioäs Thron. Einige Stöcke wurden auch 
für spätere Werke benutzt, so dass Abdrücke zu wiederholten Malen 
vorkommen.  
Bernhard Jobin, welchem wir das gegebene Zeichen mit mehr 
Recht zuschreiben dürften, als dem Hans Boeksberger jun. von Salz- 
burg, hatte im Jahre 1570 in Strassburg bereits eine Druckerei, sowie 
überhaupt viele alte Formschneider Offizinen errichtet hatten. Zu 
seinen früheren Leistungen in der Xylographie gehören demnach die 
Blätter in: BIBLIA. Das ist: Die Gantze Heylige Schrift, Teutsch. 
D. Martin Luther.  Gedruckt zu Frankfurt am Maya 1 5611-. 2 Bände, 
fol. Dieselben Holzschnitte sind auch in den Folie-Ausgaben von 1565 
und 1566, sowie in der Quart-Ausgabe von 1569, alle aus dem Ver- 
lage von Georg Raben, Sigmund Feyerabend und Weygand Han. Im 
Jahre 1573 erschienen in seinem Verlage: Accuratac Effigies Pontificum 
max.  tisq. sing. Pontif. elogia etc. ab Onuphrio Panvino.  Eygen- 
w-issenltche unnd wolgcdenkwürdige Contrafeytimgen, oder Antlitzyestaltunge 
der Römischen Päpst, an der Zahl 28. Künsltich ungebildet. Teutsch be- 
schrieben von J. Fischaert. Strassburg. B. Jobin 1.573, fol. Die Zeich- 
nungen zu diesem schönen und merkwürdigen Buche fertigte Tobias 
Stimmer, und von Chr. Stimmer, T. Gwarin und B. Jobin sind die 
Bildnisse geschnitten, keines der Blätter des letzteren trägt aber das 
Zeichen. Dass er indessen fortan die Formschneidekunst geübt habe, 
beweiset Nicolaus Nehrlich jun., welchen er 1580 in die Lehre nahm. 
Auch Joachim Camerarius gibt ihm in der Vorrede zu dem von ihm 
vermehrten Kränterbuche des P. A. Mathioli d. d. 29 Februar 1586 
das Zeugniss eines Formschneiders. Kein Blatt aber trägt das Mono- 
gramm des Künstlers. Als Buchdrucker scheint er das Monogramm 
zuletzt weggelassen zu haben, da auf seinen Druckwerken der Name 
steht. 'Diess ist der Fall mit den: Novae Tobiae Stimmcri aacrorum
        

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