Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555158
BT 
BTH. 
2088 
2091. 
897 
2) Eine Gruppe von Figuren vor einem Monumente. In der 
Mitte gegen rechts steht ein Orientale mit dem Turban auf dem Kopfe, 
und blickt nach einem rechts auf dem Steine liegenden Tedtenschädel. 
Neben ihm steht ein Mädchen mit einem grossen Kruge unter dem 
Arme, und links sitzt ein Krieger vom Rücken gesehen. Er deutet 
nach dem Monumente links im Grunde. Rechts unten sind die zwei- 
ten Initialen. H. 8 Z. 3 L. Br. 6 Z. 8 L. 
2088- Bartholomäus Thorer? Diese Buchstaben iindet man nach 
B T Brulliot II. N0. 298 auf Kupfcrstichen, welche zu Anfang des 
  16. Jahrhunderts, wenn nicht etwas früher, in Deutschland 
entstanden sind. Das eine dieser Blättchen stellt Jesus unter den 
Schriftgclehrten vor. Er sitzt auf einem Thronsessel, und fünf Pha- 
risäer umgeben ihn. Rechts unter dem Portale des Tempels bemerkt 
man die hl. Mutter, und am Sitze eines der Zuhörer stehen die Buch- 
staben B. T. H. 1 Z. 7 L. Br. 1 Z. 3 L. 
Heinecke (Neue Nachrichten S. 369) zeigt ein zweites Blatt die- 
ses Meisters an, welches die Marter des hl. Erasmus vorstellt, eben- 
falls in kleinem Formate. 
Ueber den Verfertiger dieser Kupferstiche haben sich die Kunst- 
forscber noch nicht ausgesprochen. Das Blatt mit Christus unter den 
Bchriftgelchrten weiset auf die alte schwäbische Schule, welche in Ulm 
ihren Hauptsitz hatte. In dieser Stadt lebte gegen Ende des l5.Jahr- 
hunderts ein Maler Bartholome Thorer. Dieser Künstler kommt 
lll Urkunden von 1492 und 1498 vor. Die Kunstgeschichte hat sein 
Andenken _nicht erhalten, da sich keine Gemälde mit seinem Namen 
finden. Vielleicht deuten die Buchstaben B. T. denselben an. 
2039- Balduin, Erzbischof von Trier von 1307-1354, liess 
B T Münzen mit den Buchstaben B. T. prägen. Sie bedeuten: 
' ' „Balduinus Trevirensis". 
ZÜQÜ. Apokryphas Zeichen. Nach Heller, Monogrammen-Lexicon 
ß S. 60, deutete durch diese Buchstaben ein Lithograph seinen 
t- Namen an. Dieser Künstler soll Blätter nach Rembrandt ge- 
liefert haben, Heller nennt aber keines derselben. Brulliot II. N0. 299 
versichert, nie eine Lithographie mit dieser Bezeichnung gesehen zu 
haben, was wir ebenfalls gestehen müssen. Es wäre daher möglich, 
dass Heller auf irgend einer Lithographie nach Rembrandt den un- 
dentlichen Buchstaben R für B genommen hat. Rembrandt selbst 
zeichnete Rt. in Cursiven. 
2091. Unbekannter Kupfer-Stecher, welcher um 1565 in Deutsch- 
m land, wenn nicht in Italien gelebt hat. Bartsch, P. gr. IX. 
p. 485, beschreibt zwei Blätter von ihm, enthält sich aber jeder 
weiteren Bemerkung über den Urheber derselben. 
1) Das Urtheil des Salomon. Der König sitzt links auf dem 
Throne, und zu den Füssen desselben liegt das todte Kind der einen 
der beiden Mütter. Links unten ist das Zeichen auf einem Täfelchen 
mit der Jahrzahl 1565 verkehrt. Im unteren Rande steht ebenfalls 
verkehrt: Salomrm causam intcr duos mulieres dirimit etc. Marius Po- 
cini ex. H. 4 Z. Br. 2 Z. 11 L. 
Diess ist Copie nach H. Aldegrever, B. N0. 29. Wir haben unter 
dem Monogramm BH 1565 dieselbe Vorstellung beschrieben, wagen 
es aber nicht, zu entscheiden, ob das gegebene, nach Bartsch copirte 
Monogramm ganz genau ist. Das Zeichen BH ist aber sicher, da wir 
es nach dem Originale copirt haben.
        

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