Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555148
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2087. 
1) Der hl. Joseph mit dem kleinen Jesus in den Armen, halbe 
Figur nach rechts. Unten rechts das Zeichen. H. 3 Z. 6 L. 
Br. 3 Z. 3 L. 
2) Eine Gruppe von drei bacchischen Figuren, sitzend nach rechts 
hin in einer Landschaft. Nach links gegen den Vorgrund sitzt eine 
Bacchantin mit dem Stabe, und zwischen ihrem Kopfe und jenem der 
in der Nahe eines Baumes sitzenden F aunin blickt der Faun durch. 
Alle drei Figuren schliessen sich eng aneinander. Links unten ist 
das Zeichen, welches sich von dem ersten dadurch unterscheidet, dass 
es flüchtiger einradirt ist. H. 4 Z. 11 L. Br. 7 Z. 6 L. 
Man findet eine schöne, zart mit dem Stichel vollendete Copie 
von der Gegenseite, auf welcher das erste Zeichen rechts unten steht. 
Diess ist vermuthlich ein späterer Druck des Blattes von Joh. Bapt. 
Kilian von 1767. In den Aezdrückeu steht links in halber Ilöhe der 
Name des Copisten unter jenem des G. B. Tiepolo. Diese Namen 
müssen bei der Vollendung mit dem Stichcl ausgeklopft worden seyn. 
3) Gruppe von zwei Figuren vor einem Pferde in Mitte des 
Blattes. Rechts steht ein bartiger Oricntale, und an ihn schmiegt sich 
ein junger Mann mit kurzen Haaren und ohne Bart. Beide blicken 
nach rechts hin, und der jüngere Mann scheint Furcht zu äussern. 
Links hinter diesem hält ein Diener das Pferd am Zaume. Im Grunde 
erhebt sich ein schlanker Baum ohne Aeste nach rechts hin. Oben 
sitzt eine Eule. Zu den Füssen des Jünglings liegt eine lange Schal- 
mey, und links unten am Steine steht das dritte Zeichen, welches 
aber durch eine spätere Correktur in dieser Form erscheint. Daneben 
bemerkt man die Spuren des früheren, aus 6T bestehenden Mono- 
gramms. H. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 8 L. 
4) Eine allegorische Darstellung, wohl auf die malerische Schön- 
heit. In Mitte des Blattes steht ein Alter in orientalischem Costüm 
nach rechts, und er scheint mit einem anderen Manne über die buck- 
lichte Carricatur zu sprechen, welche rechts in halber Figur erscheint. 
Im Grunde bemerkt man mehrere Köpfe von alten und jungen 
Männern. Hinter dem Alten steht ein schöner Jüngling, in dessen 
Nahe man ein antikes Monument mit Widderkolnf, und Bätume bc- 
merkt. Im Vorgrunde liegt ein Helm, und auf dem Schwerte sitzt 
die Eule. Rechts unten ist das zweite Zeichen. H. 8 Z. 7 L. 
Br. 6 Z. 9 L. 
2087- Giovanni Battista Tiepolo, Maler und Radirer, erscheint 
o hier mit einem zweiten Artikel, welcher sich an den vor- 
 hergehenden anschliesst. Es handelt sich nur um ein paar 
'o Blattervon seiner Hand, auf welchen die gegebenen Ini- 
gg n'a tialen vorkommen. Der Sinn der Darstellungen dieses 
Meisters ist oft schwer zu errathen, da er gern allegorisixte 
und dem zufälligen Erguss der Phantasie folgte. Diess ist auch mit 
folgenden Radirungen der Fall. 
1) Drei Orientalen, welche sich auf einen antiken Altar mit Faun- 
kopf neigen. Sie beobachten eifrig die auf demselben kriechende 
Schlange, und hinter der Gruppe bemerkt man einen Knaben, welcher 
ein Schwert tragt. In Mitte des Vorgrundes hält eine vom Rücken 
gesehene, und auf dem Boden sitzende weibliche Figur eine Fackel in 
der ausgestreckten linken Hand. In ihrer Nähe sieht man eine Schal- 
mey, eine Flasche und Papierrollen. In der Nähe des Knaben sitzt 
eine Eule auf dem Stecke. Im Grunde links steht ein gresser Sarko- 
phag, und ein dicker Baum reicht bis an den oberen Rand der Platte. 
Rechts unten sind die ersten Initialen. H. 8 Z. 4 L. Br. 6 Z. 8 L.
        

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