Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554980
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BRF. 
2051. 
nach rechts gewandt, wo man St. Franz und einen anderen Heiligen 
seines Ordens sieht. Links ist St. Hieronymus mit dem Löwen, und 
oben steht: Palma lnv. Am Piedestal einer Säule links bemerkt man 
das Monogramm. H. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. 
Die späteren Abdrücke dieses seltenen Blattes haben die Adresse: 
J. Jener exc. Jenet hatte in München einen Kunstverlag. 
 4) Christus an der Tafel des Pharisäers. Er sitzt links des 
Blattes, und erhebt die Rechte gegen den Gichtbrüchigen, welcher an 
Krücken sich ihm nähert. Rechts sitzen verschiedene Gäste, und den 
Grund bildet ein Zimmer. Rechts in diesem sieht man einen Bogen, 
und links durch das Fenster auf Landschaft, in welcher drei Mauner 
den Esel aus den Brunnen ziehen. Ohne Zeichen, aber wohl von 
B. Reiter. H. 7 Z. Br. 9 Z. 9 L. 
5) Die Ehebrecherin vor Christus geführt, halbe Figuren. Links 
oben steht: Palma Inu. Ohne Zeichen. H. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. 
Die ersten, seltenen Abdrücke dieses Blattes haben keine Adresse, 
die späteren jene des Matten Bolzetta. Auch Abdrücke mit Jenet's 
Adresse kommen vor. 
6) Christus am Oelberge betend, in halber Figur fast en face, nur 
etwas nach links gerichet, wo ein grosser Engel in der Glorie ihm 
das Kreuz zeigt. Rechts neben ihm sind die Leidenswcrkzenge. Im 
Grunde rechts erheben sich Baume, und drei Jünger liegen im Schlafe. 
Ohne Namen und Zeichen im Bilde. Wir sahen aber nur ein Exemplar 
mit abgeschnittenem Rande, in welchem vielleicht der Name des 
Künstlers angegeben ist. H. 8 Z. 7 L. Br. 7 Z. 3 L. 
7) Ecce Homo. Der Heiland sitzt nackt, nur mit einem Scham- 
tuche umwunden, auf einem grossen Steine, und neigt das mit Dornen 
gekrönte Haupt auf die rechte Hand. Links am Rande erhebt sich ein 
kleiner Baum, und in der Ferne breitet sich am Fusse des Berges die 
Stadt aus. Rechts unten auf dem Steine: B. Reiter fcc. Monachii 1610, 
im Rande: ECCE  HOMO. H. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 11 L. Der 
Rand 21,1, L. Dieses Blatt ist sehr schön, und kräftig radirt. 
8) Ecce Homo, Composition von mehreren Figuren. Christus steht 
in der Mitte mit gebundenen Händen, und das Haupt ist mit Dornen 
gekrönt. Links und rechts stehen Juden und Henker. Unter den 
ersteren deutet ein Mann mit dem Turban auf dem Kopfe nach dem 
Schmerzensmanne, und einer der Henker links tragt die Ruthe. In 
Mitte des Grundes sieht man Mauerwerk mit einem Fenster, und links 
in der Ferne steht ein Haus. Im Unterrnnde: ECCE-HOM0. Burtth. 
Reuter pictor figur. Monachy 1612. H. 6Z. 3 L. Br. 9Z. 8L. Rand 
2 L.  Dieses Blatt ist schön und selten. 
9) Ecce Homo. Der Heiland sitzt in Mitte des Blattes auf einem 
runden Piedestal, und stützt das mit Dornen gekrönte Haupt auf die 
rechte Hand. Zu seinen Füssen liegen die Leidensixistrumente. Den 
Grund bildet ein Gefangniss, in welchem zwei Männer stehen. Durch 
das halbrunde Fenster sieht man Golgatha. Unten steht: 1615 Batlme 
Reiter Pictor im). et fec. Monachij. H. 7 Z. 3 L. Br. 5 Z. 9 L. 
10) Die Kreuztragung, in halben Figuren. Der Heiland erscheint 
in Mitte des Blattes in Profil nach links gewendet, wo St. Veronika 
das Schweisstuch hält. Rechts schlägt ein Henker mit dem Stecke 
nach dem Erlöser. Im Rande: Georg Barham invenzor monachii. Bartlme 
Reiter fecit 1610. H. 4 Z. 5 L. Br. 4 Z. Rand 1 L. 
H) Die Kreuztragung. Der Heiland ist in halber Figur dar- 
gestellt, wie er, etwas nach rechts gewendet, das Kreuz mit beiden Han- 
den halt. Links hinter ihm scheint es ein Mann mit der rechten Hand 
zu heben. Im Grunde leuchtet die Glorie des Herrn. Ohne Namen
        

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