Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554974
BRE- 
2049- 
879 
2049- Bartholome Reiter. Maler und Radirer von München, 
B_ Bei: fih findet unter dem Monogramm BR. F. Nr. _2051 eine ans- 
J fuhrhche Stelle, und daher beschranken W1l' uns hier auf 
den Kupferstich mit der Abbreviatur des Namens. Dieses Blatt stellt 
den hl. Georg vor, wie er mit der Lanze den Drachen durchbohrt. 
Auf einem Felsen links im Hintergrunde kniet die Königstochter und 
im Rande liest man: Tanta mat tanzillo-- magna fide. Links steht: 
B. llepijig. I Geist scuL, rechts: Peter König Exc. H. 11 Z. 2L. Br. 8Z. IOL. 
Auf dieses Blatt macht Brulliot III. N0. 174 aufmerksam. Man 
wollte es einem B. Reichel zuschreiben, welcher aber unbekannt ist. 
Dann nennt der genannte Schriftsteller einen Bartholeme Reifat 
als Zeichner, welcher nur durch falsche Lesart aus B. Reiter entstan- 
den ist. Der Verleger Peter König war um 1620 in München thätig, 
und auch J. Jenet (nicht Gennet) hielt sich daselbst auf. Ein paar 
Itadirungen des B. Reiter haben im späteren Drucke dessen Adresse. 
Im Jahre 1623 stach J enet Tintorettds grosses Kreuzbild, welches jetzt 
in Schleissheim aufbewahrt wird. 
2050- Jan Breughel, genannt Sammet-Breughel (Fluweelen Breug- 
BBEV IN F hel), geb. zu Brüssel um 1568", gest. den 13. Jänner 
   1625. Dieser fruchtbare Meister ist durch eine be- 
deutende Anzahl von Landschaften mit Figuren und Thieren bekannt 
welche von verschiedenen Meistern gestochen sind. Auf mehrereii 
Blättern steht die Abbreviatur des Namens welche aber nur von den 
Schriftstechern beigefügt ist. Auf den Gemiildcn signirtc Breughcl nie 
in dieser Weise, höchstens auf Zeichnungen deren wir aber nicht 
kennen. Auf anderen Stichen nach diesem Kiinstlcr steht Br. Inu. 
2051- __Bartolome Re1ter,_ auch Reitter und Reuter geschrieben, 
gehort zu den vorzüglichsten baverischen Künstlern seiner Zeit- 
 Er war Maler, und radirte als solcher mehrere Blätter in Ku fer 
 Seine Gemälde sind selten. Wir kennen nur ein einziges Altar; 
Werk, welches mit B. B. F. bezeichnet, wie unten an der betfefgndgy) 
Stelle zu ersehen ist. 
Schüler des H. Ostendorfer und_A. Hennenberger in München, 
machte B. Reiter 1589 In München sein Probestück, und wurde damit 
vollkommen als Meister befunden. Im Jahre 1622 starb der Künsler. 
lladirte 
Blätter. 
Wir haben im Künstler-Lexieon XII. S. 410 zehn Blätter von der 
Hand dieses Meisters beschrieben, und geben daher hier nur einen. 
Nachtrag, theils mit näherer Bezeichnung des Gegenstandes, als im 
Lexicon gesehen ist. Einige Radirungen sind mit dem Namen, andere 
mit dem Monogramme versehen. Sie gehören zu den schönsten Leist- 
ungen ihrer Art, und darum hätte ihm Bartsch einen Artikel im 
Peintre-graveur widmen sollen. 
1) Der Jesusknabe mit der Weltkugel, auf einem Kissen sitzend, 
und von vorn geschehen. Das Haupt ist von einer Aureole umgeben, 
und in der linken Hand hält er ein Rohr. Links neben ihm sieht 
man einen Haasen, und rechts eine Pflanze mit Blüthen. Links unten 
ist das Zeichen mit dem Beisatze MONAOHII- 1610. H. 3 Z. 8 L. 
Br. 2 Z. 10 L. 
2) Der Knabe Jesus mit der Weltkugel und den Marterinsrumen- 
ten. B. Reiter fec. Fast in der Grösse des obigen Blattes. 
3) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde von drei Heiligen umgeben, 
gegenseitige Oopie nach Jacob Palma jun. Maria ist in 3A Ansicht
        

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