Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554877
2022. 
869 
wurde, wird daher die richtige seyn. Diess ist aber mit dem Todes- 
jahr 1598 nicht der Fall, da kein Blatt ein älteres Datum als 
15:20 trägt. 
Die Aehnlichkeit des Monogramms mit jenem des Robert Beissard 
und Jakob de Bray gab Veranlassung, dass (lem R. Boyvin Blätter 
dieser Meister zugeschrieben wurden. Wir haben sie an betreffender 
Stelle ausgeschieden, so dass der lange fortgepilanzte Irrthum be- 
seitiget ist. Die Blätter unsers Meisters mit dem MOHOQHIIIIIIIG sind 
zu zahlreich, als dass wir sie hier aufzählen könnten. Das Haupt- 
werk über R. Boyvin ist der Peintre-graveur frangais von Robert- 
Dumesnil, welcher den Kunstfreunden den genügendsten Anhalts- 
punkt gibt. 
Supplemente zu diesem Werke. 
Den Bildnissen, welche dieser Schriftsteller von N0. 103 
beschreibt, fügen wir nach dem Catalog van Hulthem N0. 3992- 
noch folgende bei: 
1) Henricus Cornelius Agrippa. 
2) Johannes Fernelius. 
3) Conradus Lycosthenus. Mit Monogramm. 
4) Joannes Sambucus. Mit Monogramm. 
5) Janus Oornarus. Mit Monogramm. 
6) Joachimus Vadianus. Mit Monogramm. 
7) Aureolns Philippus Theophrastusß 
8) Hieronymus Mercurialis. 
-117 
3994 
9) Eva reicht dem Adam die verbotene Frucht, nach Baccio 
Bandinelli, fol.  Dieses sehr seltene Blatt erwähnt Zani, Enc. 
met. II. p. 203. 
10) Die Marter der hl. Felicitas im Oelkessel, gute und sehr sel- 
tene Copie nach dem Stiche von Marc Anton, B. N0. 117. Sie iinter- 
scheidet sich von einer anderen Copie dadurch, dass man das rechte 
Ohr der Heiligen wie im Originale nicht sieht. Die Palme des Engels 
ist aber zwülfblätterig, während sie im Original acht Blätter zahlt. 
Auf dem Täielchen liest man: RA. VR. IN., und darunter steht das 
Monogramm. Der Stich ist in der Weise des Marco de Ravenna be- 
handelt. H. 8 Z. 8 L. Br. 14 Z. 6 L. 
Es wäre indessen auch möglich, dass dieses Blatt dem Meister 
BR von 1537 angehöre. 
11) Christus mit dem Kreuze in einer Nische stehend. Links zu 
seinen Füssen bemerkt man den Kelch. Ohne Zeichen und Namen. 
H. 240 m. Br. 120 m.  Dieses Blatt wird im Catalog Delbecq III. 
N0. 351 dem R. Boyvin zugeschrieben. 
12) Drei maskirte Frauen, stehend und nach rechts gewendet. Raus. 
de Raus. Florian. inuentor.  Cum privilegio Regis. H. 255 m. Br. 425 m. 
 Catalog Delbecq III. N0. 349.  
2022. Robert Boissard, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu 
Bxjßx Valence um 1570, ist durch mehrere, _theils glänzend ge- 
1 stochene Blätter bekannt, welche aber Jetzt zu den Selten- 
heiten gehören. Die gegebenen Zeichen wurden von Heinecke, Huber 
und Rost, Malpe und Bavarel dem Rene Boyvin zugeschrieben. Man 
findet sie auf den Bildiiissen der Theologen Conrad Laiitenbach, Johann 
Sebastian Pfauser und Georg Wicellius, welche in R. B0issard's 
"Bibliotheca chalcographica", einer aus 111 Blättern bestehenden 
Portraitsammlung, gehören. Sie sind in der Manier des Theodor 
Monogrammisten. 60
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.