Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554846
866 
BPL- 
2014 
2016. 
J. statt I : Nach seiner Ansicht sind die Initialen "Bocksberger Pictor 
Junior" zu erklären, was dahin gestellt bleibt, obgleich diese Deutung 
noch eher zulässig ist, als das Geburtsjahr 1450 für den jüngeren 
Hans Bocksberger von Salzburg, welches Heller bestimmt. Dieser 
Künstler erblickt-e das Lieht der "Welt um hundert Jahre später. in 
der k. Gallerie zu Schleissheim sind historische Darstellungen und 
Schlachtbilder von ihm, aber keine Jagd. Die Tradition sagt aber, 
dass Bocksperger junior in Schlachten und Jagden grosse Kunst ent- 
wickelt habe. Dass der Künstler ein tüchtiger Thierzeichner war, be- 
weiset auch das 1569 in Frankfurt a. M. bei H. Feyerabend erschie- 
nene "New Thierbuch", dessen Titel besagt, dass es von dem "weit- 
berhümpten Hausen Bocksperger dem jüngern von Saltzburg in visirung 
gestellt, und folgendts durch den kunstreichen Joss Amman von Zürich ge- 
rissen worden sei." Auf keinem der 104 schönen Holzschnitte die- 
ses Buches stehcn aber obige Initialen, und da überhaupt einige 
andere, ganz verschiedene Monogramme auf Bocksberger jun. ge- 
deutet werden, so bleibt es zweifelhaft, 0b die gegebenen Initialen 
ihm angehören. 
 Brulliot II. N0. 285 bringt die zweiten Initialen bei, mit der Be- 
nierkung, dass man sie auf Zeichnungen mit Jagdvorstellungen dem 
Hans Boeksperger zuschreibe. Gemälde und Zeichnungen mit dem 
Namen dieses Meisters hatte er nie gesehen,  
2014. B681; und Leloir, Formschneider in Paris, über welche wir 
unter dem Monogramm ABL N0. 228, und an einigen anderen 
3 Stellen bereits gehandelt haben, bedienten sich dieses Zeichens 
nur zufällig, indem wir nur ein einziges Blatt mit demselben 
kennen. Man lindet es auf einem Holzschnitte im achten Bande des 
englischen Art-Journals, in welchem nach der Zeichnung von W. Timm 
eine Schule in Algier vorgestellt ist. Den Buchstaben P im Mono- 
gramme müssen wir ungedeutet lassen. -Er bezieht sich wahrschein- 
lich auf einen Atelier-genossen der genannten Künstler. 
2015- Baptista. Pausir? Nach der gefälligen Mittheilung eines 
ß  einslchtsvollen Kunstfreundes bediente sich ein uns unbe- 
 kannter Zeichner und Maler Baptista Pausir dieser 
Initialen. Wir kennen aber kein Werk mit denselben. Nach dem 
Buchstaben S zu urtheilen, mitsste es sich um einen Kupferstich oder 
eine Radirung nach oder von Pausir handeln, da der letzte Buchstabe 
Sculpsit bedeuten würde. 
2016- Battista Pittoni aus Vicenza, Maleä lllldggRadifßlkhißt 
unter dem llIono-"rramm BAVs o. 16 einge ü rt, 
B. P. V- dann auch unter Ödem Namen: BATISTA PV., und 
V_  oben unter BP erwähnt. Es handelt sich immer um 
B'  eine Folge von 24 Landschaften mit römischen Rui- 
nen, deren Titel an betreffender Stelle angegeben ist. Etliche Blätter 
sind mit den obigen Initialen versehen.   
Dieselben Buchstaben findet man aueh auf ßlättern mit Laub- 
werk, Arabesken und Genien in der Weise des Giulio Romano. Sie 
bilden eine Folge von 18 Stücken, und das erste Blatt hat die Dedi- 
cation: Al molto magc" et Eccellw Sr. Alessandro Fedrici mobile Triui- 
gianü D. di leggi Baptista pitoni uicen" con gratia et priuilegio da" vene- 
tia p. Am XV. B. P. V. F. 1561. In Friesform, fol. u. qu. fol.
        

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