Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546735
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124. 
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Paris 1850 p. 29) ersah aus einer Quittung, welche ihm GamFrondini 
in Assisi niittheilte, dass lilagister Andreas Aloysii den 29. Oktober 1484 
am Rathhause zu Assisi einige Wappen gemalt hatte , die einzigen bis 
jetzt documentirten, aber verschwundenen Werke, welche ohnehin ohne 
grossen Belang wären. Andrea kann also nicht Perugino's Schüler ge- 
wesen seyn, er kann als solcher 1500 nicht im Oambio gemalt haben, 
und war auch noch im Pontificate Jnlius II. bei gutem Gesichte. 
Cav. Frondini ist im Besitze mehrerer Quittungen, welche Andrea auf Rech- 
nung seines Bruders, eines Oanonicus am Dome in Assisi unterzeichnet 
hatte. Die eine ist vom 5. December 1509, unter welcher er sich 
„Ingegno di Maestro Allovisi" nennt. Unter anderen schreibt er In- 
gegno di Maestro Alivisse, Allovisii, Allevisi und Aloisi. Cav. Frondini 
besitzt auch Auszüge aus Gerichtsakten im Archivio delle riformaggioni 
d'Assisi. Ultimo aprilis 1510 kommt er als Sindicator Potestatis vor, und 
nach einem Documente im Archive des Domes zu Assisi war er auch 
päpstlicher Cassiei: Ein Brief des Schatzmeisters Alphanus de Alphanis 
von Perugia d. d. 17. April 1511 hat folgende Adresse: „Spectabili 
viro magistro Andrea, dicto Ingegno, Camerario apostolico in civitate 
Assisii." Diese Documente widerlegen Vasarils Sage von der frühen 
Erblindung des Künstlers. Wenn dieser, wie wahrscheinlich, Alunno's 
Schüler war, so muss er 1511 ungefähr 70 Jahre alt gewesen seyn. 
Alunno kam nämlich um 1460 nach Assisi, und Andrea könnte damals 
wohl 20 Jahre gezählt haben. Nach Vasariis Zeitrechnung wäre er 
erst um 1556 im 86. Jahre gestorben. Die Unrichtigkeit dieser Angabe 
leuchtet ein. 
122. Andrea Appiani, der berühmte Maler, welcher unter dem 
A P_ INV Monogramm A.A. N0. 96 eine ausführliche Stelle 
   fand, fertigte die Zeichnung zu einer schönen, von 
LF  Lavy) geschnittenen Medaille auf die Schlacht von Marengo. 
Auf dem Avers ist die Büste Napoleons mit der Umschrift: BONA- 
PARTE PRIMVS CONSVL ANNO VIII. Der Revers zeigt den Her- 
cnles als Besiegcr der Feinde, und wie er die Italia aufrichtet. Die 
Victoria schreibt auf den Schild: HOSTIBVS PROPE MARENGVM 
FVSIS. Am Fussboden steht die Abbreviatur des Namens. 
123. Amt van Alen? Dieses Zeichen fanden wir auf einem schönen, 
in Silber getriebenen un  oldeton Basrelief, welches die 
M Himmelfahrt Mariä vorstell schwebt mit langen, fliegenden 
4 Haaren über dem Grabe, um welches die Apostel versammelt 
I 6', sind. Die Köpfe haben sehr viel Ausdruck, und die Extremi- 
täten sind sorgfältig behandelt. Der tüchtige Meister scheint eine Zeich- 
nung von der Hand eines älteren holländischen Meisters benützt zu 
haben. Wir haben Kunde von einem Goldschmied Arnt van Alen, 
wissen aber nicht, ob das Monogramm sich auf ihn beziehen kann. 
124. Antonio Badile, Maler von Verona, lebte von 1480- 1560, 
i? und wird von Lanzi als derjenige Künstler bezeichnet, 
E51 welcher in Verona die germanische Kunstweise ver- 
dräirgte, und eine Weichheit und Freiheit der Behand- 
B ß lung zeigte, wie kein anderer Meister jener Zeit. Er 
war der erste Lehrer des Paolo Veronese, seines 
Neffen, so wie jener des Zelotti. In S. Nazaro zu Verona ist ein 
von Ridolii gerühmtes Gemälde, welches die Madonna mit mehreren 
heiligen Bischöfen vorstellt, und nach Brulliot I. 68 mit obigem Zeichen 
versehen ist. Eine thronende Madonna mit St. Augustin und St. Petrus 
in S. Spirito zu Verona ist von Zancon im Umriss gestochen.
        

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