Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554348
816 
1895 
189 
d'Amour. l In four ILanguages. l Dedicated to lhe Ladyis. [ .By Ph. 
Ayres. London 1683. Dieses Werk hat 45 emblematische Darstell- 
ungen, welche aber schlecht gestochen sind. Deswegen kann sich das 
Monogramm kaum auf Isaak Beckett beziehen, auf welchen wir unter 
dem Monogramm I. B. zurückkommen. 
1895- Unbekannter Meister. Dieses Zeichen, in schiefer Stellung, 
  findet man auf einem Kupferstiche, welcher die Leda 
g  8 mit ihren vier Kindern in einer Landschaft vorstellt. 
 A)     Sie sitzt rechts, und links brütet der Schwan ein fünftes 
Kind aus. Im Grunde bemerkt man die Ruine eines antiken Rund- 
gebäudes. Rechts unten ist das Täfelchen mit dem Vogel und den 
Initialen, und im Rande steht: 
Laeda jacens falsis cigni delusa sub alis 
Portenlosa duo parturit ova Jovi. 
H.5Z.10L. Br.4Z.8L. 
 In diesem Stiche eines italienischen Meisters haben wir eine 
gegenseitige Copie des Blattes, welches Bartsch P. gr. XIII. p. 246 
No. 3 beschreibt. Auf das Original werden wir unter den Initialen IB 
mit dem Vogel zurückkommen. Hier bemerken wir nur, dass die Copie 
jedenfalls aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stamme. Sie ist 
fast so selten, als das Original. 
1896- Balthasar Jenichen fand oben unter dem Monogramme B H 
No. 1868 und BI No. 189i eine ausführliche Stelle, 
B IlB-IQBI und es ist daher bereits über ihn gesagt, was zu 
wissen nothwendig ist. Die Zahl der mit B1. be- 
 f zeichneten, gestochenen und radirten Blätter des Künst- 
1  lers ist grösser, als jene mit dem Monogramme, aber 
nur Wenige erreichen das Verdienst der mit jenem Zeichen versehenen 
Blätter, so dass man versucht wird, zu glauben, dass zwei Kupfer- 
stecher sich desselben Monogramms bedient haben. Wenn es auf B. 
Jenichen gedeutet werden soll, so muss man dasselbe BI lesen, der 
Unkundige  und wir schreiben ja nicht für Kunstgelehrte  wird 
aber unter B H seine Nachforschung beginnen. In vielen der mit B. I. 
bezeichneten Blätter, von welchen vielleicht einige dem Barthel Ja- 
mitzer angehören, zeigt sich ein sehr handwerksmassiges Streben, und 
die Sucht nach schnellem Gewinn, zu welchem auch wichtige Zeit- 
ereignisse Veranlassung gaben. Die Blätter dieser Art, deren etliche 
mit Jenichen's Namen versehen sind, sind zum Theil sehr mittel- 
massig, die Seltenheit und der historische Werth bestimmt aber die 
Sammler, solche aufzusuchen. Bartsch IX. p. 532 verzeichnet kein 
einziges, mehrere aber beschreibt Heller in seinen Zusätzen zum 
Peintre-graveur S. 66 E. Wir finden hier ebenfalls Gelegenheit, das 
Verzeichniss der Stiche und Radirungen des B. Jenichen zu vermeh- 
ren, ohne die Blätter bei Heller unnöthig wieder aufzuzählen. 
Nachträge zum Peintre  gravelu. 
1) Eine Folge von 24 Blättern zu einem Gebetbuche, mit Dar- 
stellungen aus dem Leben und Leiden Christi, meist gegenseitige Co- 
pien nach Stichen von Virgil Solis, und mit Angabe der Gegenstände. 
Mehrere Blätter sind mit B. I. 1569 bezeichnet. H. 3 Z. 3 L. 
Br. 1 Z. 6 L.  
Diese Vorstellungen sind nicht mit jenen zu verwechseln, welche 
Heller S. 66 ff. beschreibt, und als Copien nach Dürer's kleiner Pas- 
sion, und nach Altorfer B. N0. 1-46 zu betrachten sind. Auch auf
        

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