Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554271
1878- 
809 
gebietet, einander zu lieben, da die Welt ihn und sie hasse, weil sie 
nicht von ihr seyen. Die Figurengrilppe ist rechts an einem mit 
Bäumen bewachsenen Felsen. Links breitet sich die Stadt aus, und 
oben in Wolken erscheint Gott Vater mit der Tiara. Das Zeichen ist 
rechts unten. H. 3 Z. 11 L. Br. 5 Z. 2 L. 
Diese Darstellung ist viermal abgedruckt in Jakob Feuchüs Po- 
stilla vatholica.  Das ist: Catholische Ausslegung aller  Evangelien. 
Cöln durch Gerwinum Calenium 1580, fol. 
1378. Blasius llöfel, Kupferstechei- und Formschneider, geb. zu 
Wien 1792, gehört zu den vorzüglichsten und eründiings- 
reichsten Künstlern unserer Zeit, und daher haben wir 
 L4": ihm schon im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Ar- 
tikel gewidmet. Hier bemerken wir daher nur, dass sich das gegebene 
Zeichen auf schönen Holzschnitten finde. Auf anderen Blättern stehen 
die Cursivbuchstaben B. H. 
1879. Hugo Bürckner, Maler und Formschneider in Dresden, 
85x gehört zu den berühmtesten Künstlern unserer Zeit. Seine 
1 meisterhaft behandelten Holzschnitte sind zahlreich, doch 
iindet man nur auf wenigen die gegebenen Zeichen. Das Monogramiu 
erscheint hier verkehrt, auf einer grösseren Anzahl von Blättern aber 
in richtiger Stellung, so dass wir unter 1I B auf ihn zurückkommen, 
zugleich mit einem Verzeichnisse seiner Werke. Obige Zeichen findet 
man auf Blättern in der nach Zeichnungen von E. Bendemann illustrirten 
Ausgabe: Der Nibelungc Lied. Leipzig 1840, roy. 4. Dieses Werk er- 
schien zur vierten Säcularfeier der Buchdruckerkunst. 
1880- Johann, oder Israel de Bry, scheint unter diesem Zeichen 
8a seinen Namen angedeutet zu haben. Brulliot I. N0. 958 nennt 
den Träger desselben Isaak Brun, und macht neben andern auf 
das Bildniss des Christoph Columbus aufmerksam, welches aber in 
einem Werke vorkommt, bei dessen Erscheinung I. Brun noch ein 
Kind war. Columbus ist in einem Medaillon dargestellt, welches von 
Arabesken im Viereck umgeben ist. Die Umschrift lautet: Christopho- 
rvs Columbus Lignr. Indiarü Prim? Invätor A? 11:92. Oben und unten 
sind Täfelchen mit Inschriften, und zu beiden Seiten des unteren Car- 
touches Affen angebracht. Das Zeichen steht unter dem Bildnisse im 
Medaillonrande. Durchmesser 3 Z. 5 L. 
Man findet dieses schöne Bildniss im fünften Theile des Reise- 
werkes von Theodor de Bry, welches von 1590 an zu Frankfurt a. M. 
erschien. Der Stecher ist wahrscheinlich JohannThcorlor oder Johann 
Israel de Bry, Isaak Brun wurde erst um 1590 geboren. 
1381. Hermann Bilk, oder ein unbekannter Meister. Hier han- 
delt es sieh um einen alten Goldschmied, 
Welcher zu Anfang des 16. Jahrhunderts 
höchst wahrscheinlich in Cöln lebte. ar- 
wg] auf deuten die drei Kronen des cölnisehen 
"m  H Wappenschildes, und dass der Meister 
 "mag-i Goldschmied war, beweist das Lothfass- 
kkrx chen. Der erste Buchstabe ist ein ver- 
kehrtes b, und es wäre daher möglich, 
dass man H b lesen müsse. Für diesen-Fall machen wir auf den 
Goldschmied Hermann Bilk aufmerksam. Dass eine Familie Bilk in 
Cöln gelebt habe, beweist eine Urkunde bei_Merl0_ (Die altkölnischen 
Meister, S. 154), in welcher die Wittwe eines Tilman Bilk 1523 in 
einer Rechtssache des Malers Jaspar Woensam von Worms vorkommt.
        

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