Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554258
1872- 
1875. 
807 
 Bouchorst, der vorhergehende Meister, könnte auch der 
JPTI.  Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem 
16K? radirten Blatte, welches die hl. Familie vorstellt. Maria 
sitzt gegen links, mit dem Kinde an der Brust, und dreht den Kopf 
nach dem rechts hinter einer Mauer stehenden Joseph, welcher sich 
mit einem grossen Buche beschäftiget. Neben der hl. Jungfrau erhebt 
sich ein grosser Baum, dessen Aeste fast bis zum oberen Plattenrande 
reichen. Rechts unten ist das Zeichen. H. 5 Z. 11 L. Br. 3 Z. 9L. 
Auf dieses Blatt macht auch Brulliot I. N0. 961 aufmerksam, und 
dieser Schriftsteller halt es für die Arbeit eines italienischen Künst- 
lers. Doch weiset er die Ansicht derjenigen zurück, welche die Ra- 
dirung dem Horaz Borgiani zuschreiben wollen, da dieser Meister vor- 
züglichere Blätter lieferte. 
1373. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte 
B1 des 16. Jahrhunderts in Deutschland lebte. Das erste 
B1," A dieser Zeichen findet man auf dem verzierten Titelblatte 
des zweiten Buches des anderen Theils von dem Epistolar, darinn 
Herren Caspar Schwenckfelds Sendtbrielfe begriffen etc. Anno M.D.LXX, fol. 
Dieser Titel steht roth und schwarz in einer Einfassung, in welcher 
zu beiden Seiten Michaas und Jesaias, und unten die Geburt Christi 
dargestellt ist. Oben halten drei Engel einen Zettel mit der Schrift: 
ERE. SEI. GOTT. IN. DER. HOE. Bei dem rechten Fusse des Je- 
saias ist das Zeichen. H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 3 L. 
Das Monogramm auf diesem Blatte gleicht anderen Namenszeichen, 
welche.dem Balthasar Jenichen, Hans Holbein, Bronckhorst und Horaz 
Borgiani zugeschrieben werden. Nach Börner ist aber Zeichnung und 
Schnitt bei weitem vorzüglicher, als Alles, was man von Jenichen hat, 
und der Monogrammist möchte daher mit dem Träger des zweiten 
Zeichens Eine Person seyn. Brulliot I. N0. 957 hält den Holzschnitt 
mit demselben nicht für Arbeit des B. Jenichen, weil er von grösse- 
rem Verdienste zeugt, als die Holzschnitte desselben. Das Blatt mit 
dem zweiten Zeichen stellt Christus vor, wie er die Kinder segnet. 
Er steht in der Mitte mit einem Kinde auf dem Arme, und rechts 
vor ihm reicht ihm ein Weib ein anderes Kind auf dem Kissen. Sie 
führt ein zweites Kind an der Hand, und dieses deutet nach dem höl- 
zernen Pferde. Links sieht man ein Weib und zwei Männer, so wie 
eine Gruppe von zwei Kindern. Im Grunde breitet sich eine Stadt 
aus. Das Zeichen ist an einer der Stufen, auf welchen das Weib 
kniet. H. 6 Z. Br. 9 Z. 2 L. 
Diese Darstellung scheint einem Basrelief in Elf bein entnommen 
zu seyn. Wir erinnern uns, ein solches gesehen zuehaben, und zwar 
mit dem Monogramme H V, welches wohl Hermann Vischer bedeutet. 
Den Grund dieses schönen Schnitzwerkes bildet aber Architektur, nicht 
die Ansicht einer Stadt. 
1874. Peter Brashaber war um 1678-1679 Münzmeister in 
m Ratzeburg. Auf den unter seiner Leitung geprägten Münzen 
 steht das Zeichen BH, oder P. BH. 
1875- Hans Brosamer soll nach Brulliot I. No. 962 der Träger 
dieses Zeichens seyn; es handelt sich aber um einen älte- 
ren Meister, welcher als Zeitgenosse des Lucas Granach scn. 
wahrscheinlich in Wittenberg lebte. Sein Zeichen steht 
auf dem letzten Holzschnitte der Folge von 21 Darstell- 
ungen aus der Apokalypse des hl. Johannes, nach Zeich- 
nungen von L. Oranach. H. 8 Z. 7-9 L. Br. 5 Z. ll L. bis 6 Z. 
 56h
        

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