Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554183
800 
1855 
1859. 
Fluss mit Schiffen aufwärts, und rechts und links oben sieht man die 
Burgen des Diomedes und Evander den. Zum Verstandniss sind die 
Namen der Hauptpersonen, der Gottheiten und der Burgen in Ver- 
salien eingeschnitten. Links unten ist das Zeichen des Künstlers. 
Irlöhe mit der ziemlich breiten Eintassungslinic 4 Z. 1 L. Br. 2Z. 6 L. 
Dieses Blatt hat auf der Rückseite Text: BONI AENEIDOS. 
Liber octavus. Argumenmm etc. Es gehört wahrscheinlich zur Duodez- 
Ausgabe des P. Virgilius, welche 1560 zu Lyon erschien, und mit 
historischen Vignetten geziert ist. An der Illustration einer Lyoner 
Ausgabe der Aeueide soll Petit Bcruard Theil haben, er muss aber 
nach fremden Zeichnungen gearbeitet haben, da das Blatt mit den 
Holzschnitten seiner Bibel nicht stimmt. Andere Blätter der illustrir- 
ten Ausgabe des Virgilius sind von dem Monogrammisten MB, wel- 
cher nach ähnlichen Zeichnungen arbeitete, und noch zarter in 
Holz schnitt. 
Ueber Petit Bernard haben wir im Künstler-Lexicon XIV. S. 219 
ausführlich gehandelt. 
1855. Unbekannter Maler oder Knpferstecher, welcher im 17. Jahr- 
B G hunderte in Holland gelebt zu haben scheint. Die Buchstaben 
BG findet man auf einem radirten Blättchen, welches Amor 
auf einer schwebenden Kugel vorstellt, 16. Das Gegenstück zeigt 
einen auf dem Erdhügel sitzenden Liebesgott, mit den verkehrten 
Buchstaben B G, so dass wir unter GB darauf zurückkommen. Von 
derselben Hand scheinen auch zwei Blättchen zu seyn, wovon das 
eine mit A S so, das andere mit B S eo F bezeichnet ist. 
1856- Giovanni Bacoerotti war 11m1513-1516 päpstlicher Münz- 
B G meister in Fuligno. Auf ihn beziehen sich die Buchstaben B. G. 
  auf Münzen aus jener Zeit. 
1857. Burohart Giesewell, Zeichner und Maler, wurde 1785 zu 
Hannover geboren, und erwarb sich den Ruf eines der 
ß  xiorzügliehsten Künstler seiner Zeit. Er malte Bildnisse, 
Genrebilder und historische Darstellungen. Auch eine 
grosse Anzahl geistrcicher Zeichnungen und Skizzen findet man von 
ihm. Auf solchen, und auf kleineren Gemälden bediente er sich der 
Initialen des Namens. Hermann Kothe's Buch: Der Nebelriese. Ham- 
burg 1843, hatte er mit lithographirten Blättern in Federzeichnungs- 
manier illustrirt. Auf diesen Blättern stehen die gegebenen Initialen. 
1858. Bernhard Girscher, Landschaftsmalcr, machte seine Studien 
in Breslau, und begab sich 1850 zur weiteren 
B G Ausbildung nach München. Seine Gemälde, 
I"! bisher meistens Landschaften bei Mondbeleuch- 
tung, verrathen einen talentvolleu Künstler. 
_G , 52h Zur Bezeichnung bediente er sich zuweilen 
der Initialen des Namens. Die Bilder mit den 
gegebenen Buchstaben sahen wir 1852 im Lokale des Kunstvereins zu 
München. Im Jahre 1854 begab sich der Künstler nach Italien. 
1859. Barent Gaal oder Gael, Maler von Haarlem, war Schüler 
von Philipp Wouverman. und malte in der Weise des- 
sßy- selben Dorfansichten mit Kirmessen und Pferdemärkten, 
Landschaften mit Figuren und Pferden, Jagden, Bauern- 
schlägereien, Strandscenen mit Fischern özc. Diese Ge- 
mälde offenbaren einen Künstler von Verdienst, da sie 
bei allem Reichthum der Composition durchgehends sorg- 
fältig gezeichnet, und von malerischer Wirkung sind.
        

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