Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554108
792 
1829 
1833. 
nicht, zu entscheiden, ob die Buchstaben ßonneione Fecit oder Boba 
Fecit bedeuten. Der erstere möchte eher anzunehmen seyn. Er ge- 
hört der späteren Zeit der Schule von Fontainebleau an. 
1329- B. Flyssier, oder Bertrand Fouchier? In der Gallerie des 
B F A0 1637 M. Saldanhay Castro, Grafen von Penamacor zu 
    Lissabon, befindet sich ein schönes Gemälde, wel- 
ches die Samariteriil am Brunnen in einer Landschaft vorstellt, und 
mit B. F. A? 1637 bezeichnet ist. Graf A. Raczynski (Dictionnaire 
historico-artistiqne du Portugal p. 19) möchte glauben, es sei dies 
jenes Bild, welches Guarienti (Abecedario pittorico p. 114) in der 
Sammlung des M. Bellagartle, eines um 1750 in Lissabon lebenden 
französischen Kaufmanns, gesehen hatte. Der genannte Schriftsteller 
schreibt es einem Carlo de Hoech zu, worunter wahrscheinlich Carl 
de Hoeck oder Hoccke im Künstler-Lcxicon zu verstehen ist. Auf 
Hoeck passt aber die Bezeichnung nicht. In Amsterdam lebte um 
1610-1640 ein B. Flyssier, Welcher sehr schöne Bildnisse und auch 
historische Darstellungen malte. Einige der ersteren bezeichnete er 
mit B. F. und der Jahrzahl, und es wäre daher wohl möglich, dass 
das Gemälde des Grafen von Penamacor von ihm herrühre. 
Uebrigens ist auch an Bertrand Fonchier zu denken. Schüler 
des A. van Dyck, studirte er in Venedig mit besonderer Vorliebe die 
Werke Tizianls, und malte auch mehrere Bilder in der Weise des- 
selben. In anderen Werken nahm er den Tintoret zum Vorbilde, 
konnte aber zuletzt in der Heimath mit seiner italienischen Manier 
nicht (lurchdringcn. Die Bilder im Geschmacke des Adrian Brouwer, 
und seine Gesellschaftsstiicke fanden grösseren Beifall. Fouchier wurde 
1609 zu Bergen-op-Zoom geboren, und starb daselbst 1674. 
1830- F. B. Forge, ein nach seinen Lebensverhältnissen unbe- 
B F kannter französischer Maler, war in der ersten Hälfte des 
' ' 18. Jahrhunderts thätig. Er malte Genrebilder in der Weise 
des Adrian Brouwer u. dgl. In der Gallerie zu Pommersfelden ist 
eine Lagerscene mit einem Tabuletkramer auf obige Weise bezeichnet. 
Dieses Bild ist sehr schön, und zart behandelt. 
1831- Bartholomäus Frischeintz? Man findet ein radirtes Blatt, 
welches die Büste eines bärtigen Mannes mit Pelzmütze vor- 
B F stellt. H. 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 11 L. Nach Brulliot II. N0. 
 243 ist es in der Weise des Kupferstechers Hertel von Augs- 
burg behandelt, so dass dieser Künstler irgend eine alte Zeichnung 
zur Vorlage gehabt hatte. Vielleicht ist an Bartholomäus Frischeintz 
von Augsburg zu denken, welcher Bildnisse, Köpfe in Rembrandüs 
und Castiglione's Manier und auch Schlachtbilder malte. Lukas" Ki- 
lian Stach nach ihm. das Beiterbild des Markgrafen Joachim Ernst von 
Brandenburg mit einer Schlacht im Grunde, gr. fol. 
Frischeintz war um 1600-1630 thätig. 
1832. Unbekannter Kupfertecher, welcher nach Christ (Monogr. 
B F Erklärung S. 123) _um 1683 in Lyon gearbeitet haben dürfte. 
 ' ' Der genannte Schriftsteller sagt, dass man die Initialen B. F. 
auf Kupferstichen finde, welche 1683 zu Lyon gedruckt seyen.  
1833. Unbekannter Kupforstechert Diese Initialen deuten nach 
B F, Merlo (Kunst u. Künstler 8m. S. 545) einen Künstler an, wel- 
  cher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Cöln thätig 
gewesen seyn soll. Merlo keimt nur ein Blatt von ihm. Es stellt 
ein auf vier Rädern ruhendes Schiff vor  welches von Engeln in Be-
        

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