Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1554049
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1815 
1817. 
1815. Gar! Friedrich Boser, Maler, geb. um zu Halbau in Rhein- 
preussen, machte seine Studien an der Akademie in Düssel- 
dorf, und gehört seit mehreren Jahren zu den renommirten 
Meistern der Schule. Er malt Bildnisse und Genrebilder, 
welche eben so ansprechend, als zierlich behandelt sind. 
' Einige Gemälde und Zeichnungen tragen das Monogramm 
des Künstlers. Zu seinen früheren, aber treiilichen Gemälden gehört 
das Vogelsehiessen der Düsseldorfer Künstler in der Wolfsschlucht 
1844. Dieses Bild erwarb der General- Consul Böcker in Düsseldorf. 
F. Hanfstangl hat es lithographirt, qu. imp. fol. Es ist ein Er- 
klärungsblatt beigefügt. 
1816. Friedrich Bischof, Maler, wurde 1819 zu Ansbach geboren, 
und auf der Akademie in München zum Künstler heran- 
gebildet. Er machte ernste Studien in der Historienmalerei, 
und seine früheren Bilder sind auch dem Kreise der Ge- 
' schichte und der biblischen Urkunde entnommen. Später 
zog er das Genre in seinen Bereich, wählte aber seinen Stoff nicht 
aus der niederen Schichte des Lebens. Seine Werke haben immer 
eine höhere Bedeutung, und die meisten kann man als historische 
Genrebilder ansprechen. Der Kunstverein in München hat mehrere 
Gemälde dieser Art zur Verloosung angekauft, und sie gingen daher 
in verschiedenen Besitz über. Kleinere Gemälde, Skizzen und Zeich- 
nungen sind mit dem Monogramme des Künstlers versehen, auf grösse- 
ren Werken steht der Name desselben. 
18"- Friedrich Brentel, Miniaturmaler und Rarlirer, wurde nach 
der gewöhnlichen Angabe 1590 zu Strassburg geboren, allein er 
E erscheint schon 1601 als Bürger der Stadt, und somit muss er 
schon vor 1580 geboren worden seyn. Brentel malte Bildnisse, 
und fertigte auch viele Zeichnungen, deren er selbst in Kupfer radirte. 
Er führte die Nadel mit grosser Leichtigkeit, und lieferte Blätter, 
welche eben so interessant als selten sind. Wir zahlen daher zur Er- 
gänzung des Artikels im Künstler-Lexicon einige auf. Der Künstler 
starb zu Strassburg 1651. 
1) Abconterfettung. dass Durchlauchtigsten, Hogebornen Fürsten und 
Herrn Herrn Johann Friederichen. Herzoyen zu Sachsen, wie Er in seinem 
Feldläger gangen ist. Stehende Figur in Rüstung mit dem Schwerte, 
als Verfechter des Protestantismus. Seine Füsse sind in Dornen ver- 
wickelt, und umher bemerkt man verschiedene Thiere, einen Drachen 
mit der Tiara, einen Wolf mit dem Oardinalshut, einen Storch mit 
der Bischofsmütze u. s. w. Im Rande sind die Provinzialwappeu 
Sachsens angebracht, und im Hintergründe breitet sich das Lager vor 
der Stadt aus. Oben steht: Multae tribulatizmes Justorum et de M: 0m- 
nibus liberabit eos Dominus. Psal. XXXIV. Unten ist ein Gedicht in 
24 Distichen aufgedruckt: Der Durchleuchttgst Fürst Hochgebohren l 
Herzog Johan Friedrich erkohren i etc. Links unten: 160.9 F. Brentel. 
Höhe der Vorstellung 14 Z. 10 L. Br. 12 Z. 6 L. Die Ueber- und 
Unterschrift ist auf einen Papierstreifen gedruckt, und man ündet sie 
nur selten angeklebt. Das Blatt 1st aber im Allgemeinen sehr selten, 
und das Hauptwerk des Meisters. 
2) Michael Potier, Philosophi Hermetici clariss. Effigies vom aet. 
suae 64. A50 1620. Das Brustbild dieses Medicus von Dortmund ist 
zart wie Silberstich, von Miehel Lasne gearbeitet. Die reiche Ein- 
fassung mit dem eingeklebten Bildnisse ist dagegen von F. Brentel 
radirt. Oben bemerkt man einen Engelchor, zu den Seiten David und
        

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