Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546665
102. 
2) Ein Wagenpferd nach links hin ziehend. Es ist an einen Strick 
gespannt, den Wagen aber, welchen es zieht, sieht man nicht. In der 
Ferne sind Bäume, und rechts ein Gebäude. Unten links steht das 
Monogramm. H. der Platte 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. 1 L. 
Unter dem Monogramme AS zählen wir andere Blätter dieses Meisters 
auf, so dass sich beide Artikel ergänzen. Ein Verzeichniss der Radir- 
ungen des A. Adam fehlt bisher. 
99. Abraham Aubry, Kupferstecher, Peterls Bruder, arbeitete um 
1650 in Strassburg, 1653 in Frankfurt am Main, und 
A196 liess sich dann in Cöln nieder, wo einige seiner nicht 
 ' sehr bedeutenden Blätter als interessante Seltenheiten 
geschätzt werden. Er soll noch 1682 in Cöln gelebt haben. 
Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 25, beschreibt eine Anzahl 
seiner Blätter, deren einige mit dem Monogramme versehen sind. 
Wenige tragen die Initialen A. A. 
Folgende sehr seltene Werke kennt Merlo nicht. Sie enthalten 
die interessantesten Blätter von A. Aubry. 
1) Neiies Ziratenbuch den schreinern Tischlern oder Künstlern 
und Bildhauern sehr dienstlich. Durch M. Friedrich Unteutsch statt 
schreinern zu Frankfurt am mein  Zu finden in Nürnberg Bey Paulus 
Fürsten, 4. Dieses Werk enthält 50 Blätter von A. Aubry. 
2) Neües Zieratenbuch Andcr Theil durch Meister Friedrich Un- 
teutsch dcc. Nurnberg bei P. Fürst. Abraham Aubry fecit, 4. Dieser 
Theil enthält 25 Blätter. 
100- Alessandro Alberti, Maler von Florenz, war um 1570-80 
1M thätig. Er gehört zu den Nachahmern des Parmegianino. Wir 
haben ein radirtes Blatt nach seiner Zeichnung, welches die 
hl. Familie vorstellt, halbe Figuren. Das Jesuskind umarmt die Mutter, 
und rechts stützt sich Joseph auf den Stock. Hinter der Maria be- 
merkt man den Kopf einer anderen Figur. Rechts unten ist das obige 
Zeichen, und links ein aus GTM bestehendes Monogramm, welches 
wahrscheinlich Teodoro Ghisi Mantuano bedeutet. Für den ersten Blick 
nimmt man aber dasselbe für AGM. Der erste Buchstabe hat die Form 
des gothischen A. Dem Adamo Ghisi Mantuano scheint das Zeichen 
nicht anzugehören. H. 7 Z. 2 Z. Br. 5 Z. 6 L. 
101. Unbekannter deutscher Meister, welcher in der ersten Hälfte 
 des 16. Jahrhunderts lebte. Bartsch P. gr. VIII. p. 540, be- 
schreibt ein Blatt von ihm, welches gut gestochen ist, aber doch 
keinen Kupferstecher von Profession verräth. Nach seinem Namen 
wird man sich wohl vergebens erkundigen. 
Das erwähnte Blatt stellt eine sitzende Frau mit dem Kinde an 
der Brust vor. Sie hat eine helmartige Kopfbedeckung, und wir glauben 
daher nicht, dass der Künstler eine Amme im Sinne gehabt habe, wie 
Heller meint. Unten gegen rechts steht das Zeichen. H. 2 Z. 7 L. 
Br. 1 Z.  L. 
m2. Unbekannter Meister  Unter diesen Zeichen wird man auf 
den ersten Blick zwei Avermuthen, welche zugleich auch 
M M das M bilden. Allein das Monogramm besteht aus den 
' Buchstaben MH, und soll dem Goldschmied und Medailleur 
M. Hafner angehören, welcher um 1690 in Augsburg thätig war. Haf- 
ner radirte und stach eine Folge von sechs Blättern mit Laubwerk und 
Blumen als Muster für Goldschmiede. Sie dienten zur Verzierung von 
Uhrgehäusen, Schmuckkästchen 8m. Auf dem ersten Blatte steht: 
M. Hafner sculp. D. Funck excu. H. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 11 L.
        

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