Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553998
BERN. 
1801 
1802. 
781 
genügende Kunde hatte. In unsern Tagen unterzog sich aber C. Cam- 
pori der Mühe, in den Archiven von Carpi die Spuren der alten Mei- 
ster zu verfolgen, und somit stehen uns jetzt in seinem Buche: Gli 
Arlisti italiani e stranieri negli stati Estensi. Modena 1655, auch ur- 
kundliche Nachrichten über Bernardino Loschi zu Gebot. Ob der 
Künstler in Parma oder in Carpi (um 1488) geboren sei, bleibt dahin 
gestellt, gewiss ist aber, dass er in Carpi die grössere Zeit seines 
Lebens thätig war, und zwar in Diensten des Herzogs Alberto Pio. 
Die Nachrichten über diesen Meister reichen von 1501-1540. In 
letzterem Jahre starb er.  
Das einzige sichere Werk des B. Loschi in Carpi ist das Bild 
des hl. Rochus in einer Capelle von S. Nicolo, mit der Namens- 
bezeichnung: Bernardinus Luscus Fecit. Ein anderes, sehr schönes Ge- 
mälde kam aus der Schule des hl. Nicolaus 1770 in das Hospital 
Degli Infermi, und 1815 in die Galleria Estense, wo sich das Werk 
noch befindet. Es stellt die thronende Madonna mit dem Kinde, und 
die Heiligen Nicolaus und Augustinus vor, letztere zu den Seiten des 
mit Basreliefs verzierten Thrones. Dieses Gemälde trägt die Inschrift: 
Albeno Pio Principe Opt. aspiranle Bemardinus Luscus Carpensis fecit 
1515. Im Dome zu Carpi befand sich ein Gemälde mit der Verkün- 
digung Maria in der oberen , und den Heiligen Gregorius und Hiero- 
nymus in der unteren Abtheilung. Dieses Bild stiftete 1524 der Erz- 
diacon Gio. Francesco Ciarlini. In der zweiten Hälfte des vorigen 
Jahrhunderts kam es in den Besitz des Malers Bernardino Bianchini, 
seit dem 1790 erfolgten Tod desselben ist aber das Bild verschollen. 
Unten in einem Cartouche stand: Bernardinus Luscus pi. Ueber andere, 
muthmassliche Gemälde des Meisters s. C. Campori 1. c. p. 296. Letz- 
terer glaubt, dass Bernardino den ersten Unterricht von seinem Vater 
erhalten habe, von welchem sich aber kein Gemälde ündet. Uebrigens 
zählt er den Bernardo zu den guten Nachahmern des Giacomo Francia. 
Die Werke desselben sind aber in den Umrissen härter, und im C0- 
lorit weniger weich, als jene des G. Francia. Bei allen Fehlern zie- 
ren sie aber selbst eine kostbare Gallerie. 
1801. Bornardino Passari, Maler und Kupferstecher, wurde um 
  1540 zu Rom geboren, und starb daselbst 
Bemlardinus P- fwu- gegen 1590. Bartsch P. gr. XVI. p. 27 
Bemard. Pass. B. fecit. beschreibt die Blätter dieses Meisters, 
38,3 zum 5„ und schied sie von jenen des Bartolomeo 
Passerotti, da. die Werke beider Künstler 
verwechselt wurden. Hier sind folgende Blätter zu erwähnen. 
1) Alexander der Grosse und Julius Cäsar zu Pferde. Bernardinus 
P. fecit. Nic. van Aelst m, gr. qu. fol. 
2) Zwölf gezierte Pferde zu einem Caroussel, jedes in einer Ein- 
fassung von Ornamenten. Ebenso bezeichnet, gr. qu. fol.  Diese 
beiden Blätter kannte Bartsch "nicht. 
3) Die hl. Agatha, umgeben von einer Bordure, in welcher sechs 
Bilder aus deren Leben angebracht sind. Bemard. Pass. B. fecit. 
H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 6 L. 
4) Die Steinigung des hl. Stephan. Ber. pas. in. Ph. Thomassin so. 
Statii Belga Form. Romae, gr. fol. 
IÜÜZ. Bornardino Betti, genannt Pinturlicclhio, geb. z; Perudgia 
45 est. zu iena en 
BERNARDINVS PICTORICVS jLüefembef 151g Die. 
N'V sem, von Vasari zu erin 
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