Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546658
vss. 
97- Heudrik van Avercamp, genannt de Stomme van Campen, soll 
sich nach Brulliot I. N0. 16 des ersten Zeichens 
1M ß bedient haben, was uns zweifelhaft scheint, da 
l - das gewöhnliche Monogramm dieses Meisters aus 
H. A. besteht, und das zweite Zeichen auf Malwerken vorkommt, welche 
sicher nicht von Avercamp herrühren. Dieser um 1640-1663 blühende 
Künstler malte Landschaften mit Figuren und Vieh. Man ündet auch 
treffliche Zeichnungen von seiner Hand, welche thcils mit der Feder, 
theils in schwarzer Kreide behandelt sind, und höher geschätzt wurden, 
als die Gemälde, da diese mit der Zeit in der Färbung sich ver- 
ändert haben. 
Alexander Adriansen, auch Adrianszen oder Adrieanssen genannt, 
bildete sein Monogramm ebenfalls aus zwei in einander gestellten A. 
Er behauptet unter den Meistern, welche das Fach des sogenannten 
Stilllebens bearbeitet haben, eine hervorragende Stelle. Er malte 
Blumen, Früchte, Fische, Vasen mit Basreliefs nach Art des Marmors 
u. dgl. Adrianszen wurde um 1625 in Antwerpen geboren. 
Anton Andriessen von Amsterdam, welcher von 1746-1813 lebte, 
bezeichnete in seiner früheren Periode einige Gemälde mit dem zweiten 
Monogramme. Er malte Landschaften mit historischer Staffage, und 
auch Sceneu aus dem Velksleben. Zuweilen stafiirte er die Gemälde 
seines Bruders Jurian mit Figuren, und deutete seine Mitwirkung durch 
das hIonogramnn oder die Initialen A. A. an. 
Johann Adam Ackermann bediente sich in seiner früheren Zeit 
eines ähnlichen Monogramms auf Landschaften in Oel und Aquarell. 
Im Jahre 1781 zu Frankfurt am lllain geboren, war er daselbst längere 
Zeit thatig, und erhielt dann 1832 die Stelle eines Hofmalers des 
Grossherzogs von Hessen. 
98. Albrecht Adam, Schlachten- und Genremaler, wurde 1786 zu 
A Nördlingen geboren, und mit entschiedcnem Talente 
Ä Ä A begabt betrat er eine Bahn, welche ihn zum Ruhme 
 l führte. Wir müssen uns aber hier kurz fassen, da er 
bereits im Neuen allgemeinen Künstler-Lexicon I. S. 15 eine ausführ- 
liche Stelle behauptet. Dazu sei nur bemerkt, dass Adam in der neuesten 
Zeit die Schlachten der Oesterreichcr unter 'Marschal Radetzky in Ita- 
lien gemalt habe, bei welcher Gelegenheit er auf dem Felde der Kunst 
Orden erwarb. König Ludwig von Bayern wies den grossen Bildern 
der Schlachten von Custozza und von Novara in der neuen Pinakothek 
zu München eine Stelle an, und in einem fernen Cabinet erscheint 
auch Graf Radetzky zu Pferd. Auch die von Adam gemalte Erstürmung 
der Düppler Schanzen wurde auf Befehl des Königs in der Pinakothek 
aufgestellt. Die Gemälde dieses Meisters sind sehr zahlreich, doch 
nur einige der früheren Bilder sind mit den beiden ersten Zeichen, 
und auch mit den Initialen A.A. versehen. Sie bestehen in Jagd- und 
Pferdestücken, so wie in militärischen Scenen. 
Das dritte Monogramm findet man auch auf geistreichen Radirungen, 
welche ebenfalls aus der früheren Zeit des Künstlers herrühren- An- 
dere Blätter tragen ein aus AS gebildetes Zeichen, welches an der 
betreffenden Stelle verkommt. . 
1) Fuhrletlte, welche mit fünf Pferden auf der Strasse um den 
Berg herumfahrexl. Der WVagen ist rechts nicht sichtbar, und auch 
das hintere Pferdepaar erscheint nur mit dem Vorderleibe. Das vor- 
derste Pferd ist zu Boden gesunken, und wird von einem Manne auf- 
gezogen. Das Zeichen bemerkt man rechts unten. H. der Platte 
3Z.3L. Br.4Z.1L.
        

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