Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553925
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BEL- 
1785 
1787. 
Bassaglia erwähnt eines Bellino Bellini als Nacheiferer seiner Vor- 
ältern, in deren Schule er die Malerei erlernt haben soll. Nach der 
Angabe dieses Schriftstellers fände man in Venedig noch Bilder der 
heil. Jungfrau von ihm. Allein unser Bellinianus ist wohl mit 
ihm nicht eine Person, sondern ein älterer Meister aus der Schule 
der Bellini. Er ist wahrscheinlich jener Victor Belliniano, dessen Ri- 
dolii I. p. 61 erwähnt, und welcher um 1526 geblüht haben soll. 
Ridolfi nennt ein grosses Altarbild in S. Giuliano zu Venedig, welches 
die Madonna mit dem Kinde und St. Florian und Julian vorstellt. In 
der Schule des hl. Marcus war zur Zeit des genannten Schriftstellers 
ein Bild des Martertodes des hl. Marcus. Ob auf diesen Werken der 
Name des Meisters in obiger Weise steht, sagt Ridolti nicht. Er 
schwankt indessen in der Angabe, indem er den Maler Victor oder 
Vittorio Belliniano, und auch Bellino nennt. 
Ridol{i's Victor Bellinianus ist uns in neuester Zeit zweifelhaft 
geworden, indem ein Gemälde zum Vorschein kam, dessen Urheber 
sich Victor Bellinimus nennt, und zwar in ganz deutlichen Charak- 
teren. Der berühmte Gemälderestaurateur Reichert in München erhielt 
nämlich durch den Kunsthandel ein Gemälde mit Christus unter den 
Schriftgelehrten, in ausgezeichnet schönen und brillant gemalten Fi- 
guren auf Goldgrund von V3 Lebensgrösse. Dieses Bild ist ganz in 
der Weise des Gio. Bellini behandelt, und kann als ein Hauptwerk 
dieses Meisters gelten. Man liest darauf: Wvtor Bellinimv: Pinmit 
1510. Entweder it nun unser Bellinianus ein anderer Künstler, 
oder Ridolü hat sich mit dem Namen geirrt. 
-   steht auf einem Kupferstiche von P. Pei- 
1785" Belusl Pmx" rolery, welcher den Abraham vorstellt, wie 
er den Isaak opfernwill. Im Rande liest man: Non evtendas manum 
mam super Puerum etc" qu. lol.  
Unter Belusi ist der Maler Antonio Belucci von Pieve di Soligo 
zu "verstehen, welcher 1726 starb. 
1735. Bernardino Monaldi von Floäcläl, 111?" Sßgüäer flä säuft) 
ll so nac ani ncic 0- 
BE- MON- FLOR- F- 1607- peaili P. I. Tom. III. p. 32a) 
auf solche Weise Gemälde bezeichnet haben. f n 
 h  t  
1787. BENEDICTVS. PINXIT. 33381535151, 3,81331? 
153 auf alten Gemälden finden, welche man dem BenedettdMontagna 
zuschreiben will. Wo sich Werke dieser Art befinden, ist nicht ange- 
geben, sie müssten aber in Vicenzazu suchen seyn, wo im Dome und 
in St. Oorona. Bilder von ihm gezeigt werden. Seine Malwerke sind 
äusserst selten. Bartsch P. gr. XIII. p. 333 E. beschreibt aber 
33 Kupferstiche von seiner Hand. Auf diesen Blättern steht indessen 
nur der Name: Benedecto oder Benedeto Montagna. Auch die Initialen 
B. M. tragen mehrere derselben. 
Man findet indessen einen grossen Holzschnitt, welcher die hl. Jung- 
f 't d K'nde auf dem Throne vorstellt. Den Thron umgibt 
elizld gl-lchitcgäonidche Einfassung, in _welcher Darstellungen aus der 
Leidensgeschichte angebracht sind. hinke unten am Throne steht St. 
Roehiis, und rechts St. Johannes. Links oben ist eine Tafel mit dem 
Namen des Malers Benedictus, und rechts in derselben Hohe steht: 
IAOOBVS FECIT. H. 18 Z. 2 L. lfr. 14 Z. 7L. Vergleicht man aber 
diesen Holzschnitt mit den Kupferstichen des Benedetto Montagna, so 
zeigt sich, dass die Zeichnung von anderer Hand kommt, als von Jener,
        

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