Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553913
BE 
BEL. 
1781  1784. 
773 
Vielleicht fand Christ einen Kupferstich vor, auf welchem der Buch- 
stabe F undeutlich war, so dass ihn der genannte Schriftsteller für E 
nahm. In diesem Falle könnte Battista Franco, oder Battista Fon- 
tana eintreten. 
1781. Unbekannter Goldschmied? Diese Buchstaben ündet man 
auf einem Niello in Silber, welches aus dem 15. Jahr- 
 hunderte stammt. Die Platte stellt Maria vor, wie 
sie den Leichnam des göttlichen Sohnes auf dem 
Schoosse trägt. Hinter ihr erheben sich die drei Kreuze, und unten 
zu den Seiten eines von einem runden Schlagschatten umgebenen 
Wappenschildes sind die Buchstaben BE. In W. Y. Ottleyis Collection 
of Fac-Similes of scarce und curious prims. London 1828, ist eine Copie, 
im Durchmesser von der äusseren Umfassungslinie 2 Z. 3112 L. Ottley 
gibt diese Seltenheit in schwarzem, und im Silberdrucke, und es dürf- 
ten auch Exemplare ausser dem genannten Werke vorkommen. Der 
Herausgeber vermuthet aber unter den Buchstaben BE nicht den Ver- 
fertiger des Niello, sondern den Besteller desselben. 
Diese Silber-platte beschreibt auch Duchesne (Essai sur les nielles 8m. 
p. 172). Zu seiner Zeit war die Silberplatte im Cabinet Sykes zu 
London Er gibt einen Durchmesser von 3 Z. 2 L. an, so dass also 
die Copie in Kupferstich verkleinert ist. Der mit Kreuzstrichen über- 
arbeitete Grund ist vergoldet, und nur das Bild in Niello ausgefüllt. 
1782. Stempel eines Kunstsammlers oder Kunsthändlers, welcher 
im 18. Jahrhunderte gelebt zu haben scheint. Er 
zeichnete auf solche Weise Kupferstiche und Zeich- 
nungen älterer Meister. Seinen Namen konnten wir 
nicht entdecken, glauben aber, dass der Kunstlieb- 
' haber in Holland gelebt habe, weil auf Produkten 
i; der Schule jenes Landes die gegebenen Initialen 
öfter vorkommen, als auf solchen anderer Meister. 
1783. Jacques Bellange, Maler und Radirer, geb. zu Nancy den 
13. Oktober 1594, gestorben daselbst 1638. So gibt 
P. Housson im „El0ge historique de J. Callot, Bruxelles 
33 Qf 1766" an, und er scheint der unterrichtetste Autor zu 
seyn. Doch nennt er den Künstler Thierry Bellange, 
während wenigstens auf drei Blättern dem Geschlechtsnamen der Buch- 
stabe J. vorgesetzt ist. Schüler von Claude Henriet in Nancy, stand 
er zu Rom unter Leitung von S. Vouet, und kam erst 1627 aus Italien 
zurück. Man kennt wenig Gemälde von seiner Hand, doch sind deren 
von Crispin de Passe, Matthäus Merian, Abraham Bosse u. A. ge- 
stochen. Auch Oopien nach seinen Radirungen finden sich. 
Robert-Dumesnil, P. gr. fr. V. p. 81 i'll, beschreibt 46 radirte 
Blätter, wovon aber nur wenige von Bedeutung sind. Zu den Haupt- 
werken gehören drei Blätter mit Madonnen. R. D. N0. 3, 4 und 5. 
Die meisten Radirungen tragen den Namen des Meisters, und nur auf 
einem findet man die gegebene Abbreviatur, R. D. No. 42. Dieses 
Blatt stellt eine Gärtnerin mit Früchten im Korbe vor. Rechts unten 
steht: Bei. f. H. 10 Z. 5 L. Br. 6 Z. 4 L. Diese Vorstellung gehört 
zu einer Folge von vier Blättern mit ähnlichen Figuren. 
Tny Nach der gefalligen Mittheilung 
"a4 BELLIN 1A 5' P' eines italienischen Kunstfreun- 
des findet man in einem Palaste zu Venedig ein sehr schönes Bild 
der Madonna auf Goldgrund, welches einen glücklichen Nachahmer 
der Weise des Giovanni Bellini verräth. 
Monogrammjsten. 54
        

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