Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553780
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1728 
1732. 
1728. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 19. Jahr- 
hunderts in Lyon lebte. Er hinterliess radirte Blätter. Ein 
Kg solches nach Revoil von 1810 ist betitelt: Fragment du tab- 
' leau de Ch. QuinL, fol. 
1729. Nicolaus Berghem ist nach Brulliot I. N0. 813 der Träger 
dieser Zeichen. Der genannte Schriftsteller sagt, dass man 
j ß  das erste auf radirten Blättern Berghemis finde, nämlich 
 I auf jenen, welche verschiedene Hausthiere vorstellen. Wir 
haben ebenfalls einen grossen Theil dieser Radirungen gesehen, fanden 
aber dieses Monogramnr nur 111 Verbindung mit dem Namen des Meisters. 
Das zweite Zeichen steht nach Brulliot auf einem von Vivares nach 
Berghem's Zeichnung gestochenen Blatte, welches einen an den Baum 
gebundenen Karrengaul und zwei Hunde vorstellt. 
Wir werden unter dem Monogramm N B auf Jan Claas Berghem 
zurückkommen. 
1730. Jan Boskam, Stempelschneider, wahrscheinlich aus Nijmegen, 
ß da er in dieser Stadt, und dann auch in Amsterdam thätig war. 
Er hielt sich auch einige Zeit in Berlin auf, und starb nach 
1705. Boskam schnitt Stempel zu Münzen und Medaillen, welche 
jenen eines Hedlinger ziemlich gleichkommen. Sehr schön sind die 
Denkmünzen auf Wilhelm 111., auf die Schlacht von Neerwinde, auf 
den Ryswicker Frieden, auf die Vermählung des Kronprinzen von 
Preussen u. s. w. Auch Medaillen auf berühmte Männer finden sich 
von ihm. Auf etlichen Geprägen steht das Monogramm des Meisters, 
auf anderen deuten die Buchstaben I B. seinen Namen an. In dem 
Medaillenwerke von van Loon findet man Abbildungen von solchen. 
1731. Balthasar Gaymox, Kupferstecher und Kunsthändler. Das 
gegebene Zeichen fand Herr J. A. Börner auf dem von Dietrich 
ä Krüger gestochenen Bildnisse des Kunsthändlers Balthasar Cay- 
mox in Nürnberg: Aetatis svae LII A570 MDCXX V. Das Mono- 
gramm bedeutet daher Ball. Caymom von Bersse (in Brabant). Ob es 
auch auf anderen Verlagsartikeln vorkomme, ist uns nicht bekannt. 
Das Jahr 1625 ist jenes des Todes von Caymox, das Bildniss wurde 
aber 1613 gestochen. Aus den Zahlzeichen III wurde dann XXV 
gebildet. Vgl. auch No. 1567 und 1571. 
1732. Unbekannter Goldschmied, dessen Lebenszeit die beige- 
gbgi fügte Jahrzahl andeutet. Man findet die gegebenen Buch- 
HD staben auf einem Kupferstiche mit dem sterbenden Heilande 
am Kreuze, nach A. Dürer's Blatt von 1508, B. No. 24. Die 
Copie ist von der Gegenseite genommen, da Johannes links die Hände 
empor hebt, während man ihn im Originale rechts sieht. Vor dem 
Kreuze stehen vier hl. Frauen, und Maria sinkt ohnmächtig am Fusse 
desselben nieder. LlllkS von der Hauptgruppe steht der Apostel Pau- 
lus, rechts St. Thomas, beide aus anderen Blättern Dürer's copirt. 
Der Kupferstecher wählte nämlich eine runde Platte, so dass er zur 
Ausfüllung des Raumes die beiden Apostelfiguren beifügte. Sie rührt 
wohl von einem Goldschmiede her, und scheint ursprünglich nicht 
zum Abdrucke bestimmt gewesen zu seyn, da auch die Inschrift oben 
am Kreuze verkehrt erscheint. Die Behandlung ist nielloartig. Unten 
in der Mitte, wo im Originale das Monogramm Diireris zu sehen ist, 
bemerkt man die Buchstaben B C, deren Deutung wir schuldig bleiben 
müssen. Durchmesser der Platte 10 Z. 6 L.
        

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