Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553769
758 
1723 
1726. 
1723. Giovanni Benedetto Uastiglione soll nach Brulliot I. N0. 794 
dieser Zeichen sich bedient haben, und zwar auf meh- 
 ß reren radirten Blättern, deren Bartsch P. gr. XXI. p. 9 
1B: 67 beschreibt." Dieser Schriftsteller gibt aber kein Zei- 
chen dieser Art, sondern drei andere Monogrammen, welche aus B G. 
bestehen, so dass man Benedetto Genovese lesen muss, wo sie allein 
stehen, während sie vor dem Zunamen Gio. Benedetto bedeuten. In 
obiger Form haben wir kein Zeichen vorgefunden, wollen aber nicht 
in Abrede stellen, dass vielleicht auf irgend einem Gemälde, oder 
möglicherweise auch auf einem Stiche nach Castiglione ein solches 
vorkomme. Wir werden daher unter dem Monogramme B G ausführ- 
licher über diesen Meister sprechen.  
1724. Giovanni Battista de Gavalleriis, genannt Brixianus 
und Tridentinus, geb. zu Lagherino 1525, arbeitete 
[j Ä zu Rom um 1550-1590. Dieser Kupferstecher hinter- 
) liess eine grosse Anzahl von Blättern nach Rafael, 
l Michel Angele, Baccio Bandinelli, Andrea del Sarto, 
Daniel da Volterra und anderen berühmten Meistern. Im Style haben 
sie Aehnlichkeit mit jenen des Enea Vice, doch sind sie trocken und 
ohne Wirkung, da er die Licht- und Schattenmassen nicht gehörig 
vertheilte und richtig abstufte. In den Extremitäten der Figuren tritt 
die Schwäche der Zeichnung auffallend hervor. Das erste Zeichen 
steht auf einigen Blättern, welche Cavalleriis nach anderen italieni- 
schen Stechern copirt hat. Das zweite Monogramm tindet man auf 
einem Blatte nach Rafael, welches die Versuchung des Heilandes durch 
den Teufel vorstellt. Uebrigens bediente sich Cavalleriis auch eines 
aus OB und CBI bestehenden Monogramms in waagreehter Folge der 
Buchstaben. Unter diesem Zeichen werden wir Supplemente zum 
Künstler-Lexicon geben. 
1725. Bernardinu Gurti, Kupferstecher, geb. zu Reggio 1603, 
 gest. 1652. Ob dieser wenig bekannte Künstler auch Maler 
B: K: gewesen, ist nicht angegeben, er konnte aber die Nadel male- 
" risch führen. Seine Blätter sind indessen gewöhnlich mit 
dem Stichel vollendet. Das Zeichen findet man auf einem Blatte nach 
Ag. Carracci, welches die hl. Familie vorstellt, und dem Bischof Coc- 
copano von Reggio dedicirt ist, fol. Einige wollten "Carraccius Bono- 
niensis" lesen, und demnach das Blatt dem Ag. Carracci selbst zu- 
schreiben, von welchem es aber nicht herrühret. Nach An. Carracci 
radirte B. Curti den Raub des _Ganymed, auf diesem Blatte ist aber 
das Monogramm mit dem Namen verbunden, qu. fol. Das Zeichen des 
Meisters findet man auch auf dem Bildnisse des Antonio Correggie, 
kl. fol. Ein zweites Portrait desselben ist jenes des Malers Cav.Fran- 
cesco Ludovico Cardiove Cigoli von 1644, kl. fol. Ein anderes Blatt 
dieses Künstlers mit Monogramm und Namen stellt die Herodias vor, 
wie sie das Haupt des Johannes dem an der Tafel sitzenden Herodes 
bringt. Der Maler zeichnete: Lue. Ferrar. Regien. Invu, qu, fQ1_ 
Frenzel zeigt im Catalog Sternberg I. N0. 5956 ebenfalls ein Blatt 
nach Luca Ferrari an, welches in halben Figuren die Tomyris vor- 
stellen soll, wie ihr der Kopf des Cyrus gezeigt wird, kl. qu. fol. 
Hier handelt es sich wahrscheinlich um die eine und dieselbe Dar- 
stellung. Auf einem Blatte mit St. Franz vor dem Cruciiixe steht: 
Bemardino Curti F. Reggio, 4. 
1726. Battista oder Bartolomoo Goriolano? Dieses Zeichen hat 
Aehnlichkeit mit jenem des Bernardino Curti, Brulliot I. 
EIE No. 795 deutet es aber auf Battista Coriolano, über welchen
        

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