Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553698
1707- 
4711 
751 
Schliesslich bemerken wir noch, dass sich Jakob Bossius, welcher 
in Rom für Antonio Lafreri Platten stach, eines ähnlichen Zeichens 
bediente. Der Kenner verwechselt die Blätter dieser beiden Meister nicht. 
Vgl. N0. 1707, 1710 und 1711. 
1707- Jacobus Bossius, Kupferstecher, wurde zu Anfang des 
B__B 16. Jahrhunderts in Belgien geboren, und wird daher auch 
Bossius Belga genannt, woraus das Monogramm zu erklären ist. 
Er lebte lange Zeit in Rom, und arbeitete da verschiedene Platten 
für Anton Lafreri aus, meistens von bedeutender Dimension. Auf 
einigen Blättern steht obiges Zeichen, auf anderen ist auch noch der 
Buchstabe F beigefügt. Barthel Beham bediente sich eines ähnlichen 
Zeichens, aber nur auf zwei Blättern mit den Bildnissen des Kaisers 
Carl V., und des römischen Königs Ferdinand I. Er steht an Meister- 
Schaft weit über Bossius. Letzterer arbeitete nicht so correkt, und 
erscheint im Vergleich mit Beham ängstlich und trocken. 
Auf anderen Stichen dieses Meisters stehen die Buchstaben 
B B F und I. b. b. 
17118. Bartholomäus Bechtel, Maler von Nürnberg, war Zeit- 
B B genosse des Andreas Herneisen, Alexander Lindtner und Lo- 
' renz Strauch, 1st aber mit Lindtner in der Kunstgeschichte 
umgangen. Er soll schöne Bildnisse gemalt, und dieselben mit BB. 
bezeichnet haben. In den Akten der alten Malerzunft in München 
fanden wir ein von Bechtel und den anderen der genannten 
Meister nnterzeichnetes Gesuch um Mittheilung der Münchner Zunft- 
Statuten von 1594. 
1709. Bartholomäus Breenberg soll nach Brulliot 11. N0. 222 
B B BB Gemälde und Radiruxigen mit diesen Initialen be- 
 v f' zeichnet haben. Die grossen Buchstaben mögen wohl 
auf Bildern dieses Meisters stehen, sie kommen aber auf den geist- 
reichen Radirungen desselben nicht vor. Auch die kleineren Buch- 
staben fanden wir auf keinem Blatte, immer nur zum Monogramme 
verbunden, welches oben N0. 1701 gegeben ist. Die Signatur BB. f. 
wird zwar in vielen Catalogen angegeben, indem das Monogramm nicht 
gesetzt werden konnte. 
1710. Jakobus B08 oder Bossius, ein Belgier von Geburt, wel- 
B B cher in Italien seine Studien machte, und um 1540-1556 für 
  den Verlag des Antonio Lafreri in Rom arbeitete, zeichnete 
einige Kupferstiche mit B. B., d. h. Bossius Belga. Es ist indessen zu 
bemerken, dass um diese Zeit auch ein Balthasar Bos, oder Bossius 
thätig war, welcher ebenfalls nach italienischen Meistern in Kupfer 
gestochen hatte. Früher wollte man Produkte dieser Art dem Barthel 
Beham zuschreiben, dieser Meister zeichnete aber nicht mit B. B. 
Seine kupferstecherische Thatigkeit reicht nicht über 1537 herab, und 
die beiden Bossius traten vor 1540 kaum als Künstler auf den Schau- 
platz. Sie arbeiteten auch in einer anderen Manier, als B. Beham. 
Das Monogramm des J. Bossius ist oben N0. 1707 gegeben. 
1711. Balthasar Bes, oder ein italienischer Kupferstecher, wel- 
B B cher der Schule des Marc Anton augehöret. Mit BB bezeichnet 
ist eine etwas freie Vorstellung, anscheinlich nach der Oompo- 
sition des Giulio Romano. Hinter einem Gebüsche bemerkt man den 
Satyr, welcher eine Nymphe belauscht. Sie sitzt am Rande einer Fon- 
taine und betrachtet sich im Wasser. Rechts unten bemerkt man die 
Initialen. H. 11 Z. 4 L. Br. 9 Z. Dieses Blatt beschreibt Bartsch 
P. gr. XV. p. 548. Den Stich wollten einige dem Barthel Bekam 
beilegen, für welchen aber die Arbeit nicht spricht. Der Stecher
        

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