Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553589
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BAR. 
1682 
1684. 
einen sicheren Anhaltspunkt geben. Jenes im S. Bartolomeo trägt die 
Jahrzahl 1489, und im Dome ist ein Bild von 1493. Letzteres nennt 
Lanzi ein Jugendwerk. Es mag der Künstler 1493 allerdings noch nicht 
alt gewesen seyn, er leistete aber schon 1489 Ausgezeichnetes. Ridolii 
konnte die Spur des Cima. nur bis 1517 verfolgen, und Bartoli ist da- 
her weniger zu berücksichtigen, wenn er behauptet, dass Oima noch 
1541 in Rovigo gearbeitet habe. In S. Francesco daselbst ist nämlich 
nach Lanzi ein Altar mit der Jahrzahl 1542, daraus lässt sich aber 
noch nicht schliessen, dass das Gemälde des Cima, welches den Altar 
ziert, in jenem Jahre gefertiget wurde. Es kann Copie, oder später 
dahin gekommen seyn. Vasari sagt nur, der Künstler sei in jungen 
Jahren gestorben, Ridolfi und Zanetti lassen ihn aber mit Recht das 
Mannesalter erreichen, da zwischen 1489-1517 eine Reihe von 28 Jah- 
ren veriloss. Es gehören auch alle Werke des Cima da Conegliano 
der Blüthezeit der venetianischen Schule an, also der Epoche von 
1490  1520. 
1682. Barbara van den Broeck, die TochterRdfes Crispin, hatte 
   als Kupferstecherin u  Sie arbeitete 
Barbara fegt  l meistens nach Compositioncn ihres Vaters, 
Barbara filza Urzspinc und da Blätter dieser Art mit dein Namen 
scu]  f desselben versehen sind, so fügte die Steche- 
"p  rin nur bei: B. fecit, oder B. fil. fec. Das 
Blatt mit Madonia und ihren Jungfrauen vor Scipio ist "Barbara ferrit" 
bezeichnet. Auf dem grossen, in der Weise des Martin Rota ge- 
stochenen Blatte, welches das jüngste Gericht vorstellt, liest man; 
Barbara flia Crispine SCUlpSiL Das Gemälde befindet sich im Museum 
zu Antwerpen. Der Maler zeichnete: CRISPIAiV FAO 1571. 
1583. Unbekannter Formschneider. Nach Brulliot III. N0. 137 
  findet man diese Bezeichnung auf einem Holz- 
 '  ' Schnitte in Helldunkel von drei Platten, wovon 
F Bartsch keine Kunde hatte. Das Blatt zeigt eine 
 ' sitzende weibliche Figur, welche mit beiden Hän- 
den eine Tafel hält und den Blick nach oben richtet. Die Tafel wird 
von zwei Genien unterstützt. Links oben steht: BAR. PEC. F., rechts: 
BAS A FELIP A I. H. n. Br. 6 Z. 4 L.  Brulliot bestimmt weder 
den Meister, noch die Zeit der Entstehung dieses Blattes. Wir fan- 
den es ausserdem nicht angezeigt, und es war vergebene Mühe, dem 
Formschneider und dem Zeichner auf die Spur zu kommen. 
1634. 3611010111538 Lulmus oder Ulmus? Hier führen wir einen 
S Meister Bartolomeo aus Brescia ein, wel- 
'B.AR4BRIX'F' chen Zani irrig Barucius Brewianus nennt. 
' K)" 1 Bartsch P. gr. XV. p. 535 vermuthet, dass er 
aus der Familie der Olmi (Ulmi) stamme, und identificirt ihn mit je- 
nem Künstler, welcher ein Blatt mit Christus am Kreuze nach Giulio 
Clovio auf folgende Weise bezeichnete: BARTOLOMELTS LULMUS 
BIRLY.  1576. Seit Bartsch nennt man also diesen Meister gewöhn- 
lich Lulmus, und es wird auch Wenig einzuwenden seyn, da Ort und 
Zeit nicht widerspricht, und das erwähnte Kreuzbild auch in der Ma- 
nier von der unten beschriebenen Pieta nicht sehr abweicht. Kupfer- 
stecher von Profession war der sogenannte Lulmus wohl nicht. Sein 
Vortrag ist unangenehm und hart, und dle Blätter haben das Ansehen 
eines viel höheren Alterthums, als die Jahr-zahlen aussprechen. Er 
war vermuthlich Goldschmied. 
1) Der Leichnam des Herrn auf dem Schoosse der hl. Mutter, 
von den trauernden Freunden umgeben. Sie sitzt am Fusse des Kreuzes.
        

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