Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553188
700 
1589  1590. 
1-6. Eine Folge von 6 Landschaften, unter dem Titel: Juni 
Prosterhvsi Praedia. H. 6 Z. bis 6 Z. 3 L. Br. 8Z. 6-7 L.  Nach 
dersräigabe im Catalog Verstolk van Seelen besteht aber diese Folge 
in lättern. 
1) Freie Landschaft mit weiter Ferne links. Im Mittelgrunde 
breitet sich am Wasser ein Dorf aus, und in der Mitte ragt der vier- 
eckige Kirchthurm empor. Rechts am Wege sieht man zwei Männer, 
und auf einem grossen Steine steht der obige Titel. 
2) Landschaft mit Bergen und Baumen, und einem kleinen Wasser- 
falle links. In der Ferne zeigt sich eine Burg, und rechts im Vor- 
grunde steht ein alter Baum auf dem mit Kräutern bewachsenen Boden. 
3) Gebirgsgegend mit einem kleinen Schlosse im Mittelgrunde. 
Rechts im Vorgrunde stehen Tannenbäume und anderes Holz, und die 
Vegetation des Bodens besteht in Pflanzen und Kräutern. Am Fusse 
des Hügels bemerkt man ein Lamm. 
4) Das Schloss am Canale rechts zwischen Baumen und Gesträuchen. 
Es ragt nur der Thurm und die Kirche empor, und im Wasser rudert 
ein Mann im Kahne. Am Wege links vorn stehen verschiedene Kräuter, 
und da bemerkt man auch das B im Täfelchen, wie oben gegeben. 
5) Die Hütte am Teiche zwischen alten Eichen und Weidenbäumen. 
Rechts auf dem Hügel im Vorgrunde ist ein Pfahlzaun. Unten in der 
Mitte bemerkt man ein undeutliches B. 
6) Das Kirchdorf im Thale rechts. Es ist von Bäumen umgeben, 
und Hügel begrenzen den Raum. Vor dem Dorfe weiden Schafe, und 
links zieht die Bergstrasse hin. 
7-8) Zwei kleine Waldansichten, die eine mit B bezeichnet, und 
beide äusserst selten. H. 3 Z. 7-10 L. Br. 4 Z. bis 4 Z. 3 L. 
1589- Andreas Baumhauer? Dieses Zeichen gehört einem alten deut- 
x , scheu Meister an, welcher vor A. Dürer thätig war, an- 
v scheinlich als älterer Zeitgenosse des Michael Wohl- 
 gemuth. Man ündet es auf einem Kupferstiche mit St. 
j Georg zu Pferd, welcher nach links reitend den Rachen 
A des Drachen mit der Lanze durchbohrt. Rechts im Mittel- 
grunde kniet die Königstochter mit gefalteten Händen, 
und daneben bemerkt man ein Lamm. Auf dem Berge in Mitte des 
Hintergrundes steht ein gothisches Schloss. Diese Vorstellung ist auf 
eine achteckige Platte gestochen, aber mit einer Kreislinie umzogen. 
Das Zeichen steht unten ausserhalb des Kreises. Durchmesser 3 Z. 
Dieses Blatt könnte von Andreas Baumhauer herrühren, dem Kirchner 
bei St. Sebald in Nürnberg, welcher zu den Freunden des alten Albrecht 
Dürer gehörte. In der v. Derschauischen Sammlung wurde ihm ein 
kleines Rundbild von 4 Z. Durchmesser zugeschrieben. Es stellt die 
Ruhe der hl. Familie dar. Maria sitzt neben Joseph bei einer Baum- 
gruppe, und reicht dem Kinde die Brust. Im landschaftlichen Hinter- 
gründe sind Gebäude, eine Brücke und Felsen. A. Baumhauer starb 
zu Nürnberg 1499. Sebald Baumhauer war sein Nachfolger im Amte. 
1599. Bartholomäus Breenberg tritt hier nur im Vorbeigehen auf, 
B 1653 indem wir unten No. 1597 ausführlicher über ihn handeln 
' ' müssen. In der Sammlung des Domdekan von Jaumann in 
Rottenburg an der Tauber ist ein Gemälde mit einer felsigen Land- 
schaft und einer Grotte, in welcher ein Einsiedler hauset. Mit dem 
Buchstaben B. 1653 bezeichnet, könnte es dem B. Breenberg angehören, 
da auch auf ein paar Radirungen desselben B. f. vorkommt. Ein ähn- 
liches feniälde wird in der k. Pinakothek zu München dem Breenberg 
zugesc rie en.
        

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