Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553110
15694 
1572. 
693 
 1569. Meister Benedikt, Maler von Basel, zählt zur alten elsassi- 
sehen Schule, indem er 1505 als Mitglied der Zunft „zum Himmel" 
B in Basel erscheint. Benedikt war Glasmaler, seine Werke scheinen 
aber durch den Zahn der Zeit verzehrt worden zu seyn. Es sollen 
sich aber noch Zeichnungen in Bister von ihm finden, meistens Costüme 
von Militärs und der bürgerlichen Stände. Auf solchen Blättern be- 
zieht sich der Buchstabe B auf Benedikt von Basel. 
157i). Philipp Soye? Dieses Zeichen gibt Bartsch P. gr. XIV. p. 210 
B N0. 262, mit der Bemerkung, dass man es auf der in Kupfer ge- 
' V stochenen Copie eines Blattes von Marco di Ravenna finde. Dieses 
Blatt stellt die Euridice vor, wie sie mit erhobenen Armen mit dem 
linken Fusse im Orcus über den Abgrund hinschreitet, während aber 
der rechte Fuss in denselben reicht. Das Original ist ohne Zeichen, 
4 Z. 6  hoch, und 2 Z. 6 L.? breit. Das Monogramm der Copie 
sieht man nach Bartsch am Felsen unter dem linken Fusse der Euri- 
dice. H. 6 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L. 
Dieselbe Darstellung hat auch Philipp Soye gestochen, und es wäre 
wohl möglich, dass auf dem von Bartsch erwähnten Exemplare der 
Copie das Zeichen nicht ganz deutlich war. P. Soye bediente sich eines 
aus PS gebildeten Monogrammes, so dass also im obigen Zeichen die 
Schwingung des S mangelhaft wäre. 
1571. 6601i Böhm? Man findet eine gegenseitige Copie des Kupfer- 
stic es von Jakob Binck, welcher einen Tambour und zwei 
äijljz Soldaten vorstellt, B. VIII. p. 282 N0. 65. Im Originale 
j' bemerkt man rechts oben Binck's Zeichen im Täfelchen, 
die Copie ist mit dem Buchstaben B bezeichnet. H. 2 Z. 1 L. Br. 1Z. 
5 L.  Dieser Buchstabe deutet wahrscheinlich den Oopisten nicht an, 
sondern bezieht sich auf J. Binck. Das Blatt kann aber keine Wieder- 
holung des letzteren seyn. In der Sammlung des sächsischen Alter- 
thums-Vereines zu Dresden sind indessen zehn Gemälde, welche die 
Gebote des Herrn vorstellen. Sie sind mit G. B. 1529 bezeichnet, und 
werden dem Georg Böhrn, einem mittelmässigen Maler der Schule des 
Lukas Cranach zugeschrieben. Vielleicht ist die erwähnte Gopie von 
diesem Künstler.  
1572- Thomas Bewick, Formschneider und Zeichner, geb. zu Oherry- 
B , 'B burn am 11.August 1755, gest. zu Newcastle am 8. November 
m 1828. Dieser berühmte Künstler war Schüler des Kupfer- 
1 stechers Beilby, und übte anfangs die Kunst desselben, er 
steht aber an der Spitze derjenigen Meister, welche in der Geschichte 
der neueren Formschneidekunst Epoche machten, indem sie die Bahn 
brachen, auf welcher diese Kunst zur höchsten Ausbildung gelangte, nicht 
nur in England, sondern auch auf dem Continente. Was z. B. der alte 
Unger in Deutschland leistete, ist im Vergleiche mit den Blättern des 
Th. Bewick noch immer geschmacklos, obgleich auch die Leistungen 
desselben gepriesen wurden. Seine ersten Arbeiten fallen von 1768 bis 
1770, sie kommen aber noch wenig in Betracht, da. Bewick in der 
Zeichnung schwach erscheint. Sein Fabelbuch von 1781 zeigt aber 
einen aufmerksamen Beobachter der Natur, nicht nur des Trhierreichs, 
sondern auch der Pfianzenwelt. Die grösste Stärke entwickelte der 
Künstler in der Naturgeschichte der vierfüssigen Thiere: A geaeral 
Historg of quadrupeds  Newcastls 17 90, 4, und m der Naturgeschichte 
der brittischen Vögel: History of British Landbirds  Newcastle 1797, 
II. 1804, 8. Diese Werke erhielten zahlreiche Ausgaben, in welchen 
die Verbesserungen immer mehr hervortreten. Das Verdienst der 
Monogrammisten. 49
        

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