Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553101
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1566 
1568. 
licher Münzgraveur zu Hall in Tirol starb. Er prägte die ersten grossen 
Silberstücke mit dem Bildnisse des Erzherzogs Sigmund von Tirol, die 
sogenannten Sigmunds-Thaler. Bernhard Behem jun. wurde 1511 von 
Kaiser Maximilian I. zum Ober-Münzmeister in Oesterreich und Tirol 
ernannt, hatte aber schon früher als Graveur den Ruf grosser Meister- 
schaft erlangt. Seine Gepräge sind jedoch nicht bestimmt. Nur muth- 
masslich schreibt man ihm den Schauthaler mit dem Reiterbilde des 
Königs Ludwig II. von Ungarn, und eine Medaille auf den Tod des 
Königs in der Schlacht bei Mohacz 1525 zu. Letztere ist auf dem 
Revers vorgestellt, und die Vorderseite zeigt die Bildnisse des Königs 
und seiner Gemahlin. Kein Gepräge ist mit B, oder BB bezeichnet, 
Wir wissen aber von Zeichnungen mit Bildnissen von Fürsten aus dem 
Hause Habsburg, welche in dunkelgrüner Farbe ausgeführt und mit 
Weiss gehöht sind. Zeichnungen dieser Art, meistens Medaillons, sollen 
mit B bezeichnet seyn. Wir sahen deren im k. Cabinet zu München, 
welche aber, wenigstens im Bilde, ohne Bezeichnung sind. Sie lassen 
auf einen sehr tüchtigen Meister schliessen, und dieser mag nun Bern- 
hard Behem seyn. 
1566. Anton Blockland von Montfort, welcher 1583 starb, bezeich- 
B 1573 nete etliche Gemälde mit dem Buchstaben B., während auf 
' anderen Gemälden die Initialen A. M. N0. 932 stehen. Der 
Buchstabe B. mit der Jahrzahl 1573 steht auf einem Bilde in der 
h. k. Gallerie zu Wien, welches den Aktäon vorstellt, wie er die Diana 
1m Bade helauscht. Im Hintergrunde ist die Strafe des Frevlers an- 
äedeältet, indem ihn nach der Verwandlung in einen Hirsch seine eigenen 
un e zerrelssen. 
1567. Johann Bechtoldt von Nürnberg gehört zu den sogenannten 
Illuminirern, d. h. Miniaturmalern. Er war um 1580-1600 
ß B thätig, und bediente sich auch eines Monogramms, welches aus 
1 BI besteht, in der Art, dass das I das liegende m durch- 
schneidet. Den Buchstaben B Endet man auf Malereien in Wasser- 
farben, und auch auf illuminirten Kupfer-Stichen des A. Dürer u. s. w. 
Die Passion wurde z. B. fein ausgemalt und mit Gold gehöht in Gebet- 
bücher eingelegt. Wir sahen auch ein sehr schönes Aquarellbild der 
h]. Apollonia, welches von Bechtoldtis eigener Composition zu seyn 
scheint. Es ist mit B 1597 bezeichnet. 
1568. Joseph Bernhardt, geb. zu Theuern bei Amberg 1805, ge- 
hört zu den ausgezeichnetsten Portrait-Malern unserer Zeit. Als 
B Mann von wissenschaftlicher Bildung war er in München einige 
Jahre auf den Klavierunterricht angewiesen, endlich aber ward es 
ihm vergönnt, der Malerei ausschliesslich sich zu widmen. Bald erhielt 
er den Auftrag, mehrere Bildnisse nach Stieler zu copiren, besonders 
solche des Königs und der königlichen Familie. Bernhardt behauptete 
aber in kurzer Zeit als selbsständiger Künstler seine Stelle neben dem 
gefeierten Stieler, und viele der von ihm gemalten Bildnisse behalten 
einen klassischen Werth. Hier jedoch handelt es sich nur um Bilder 
aus der früheren Zeit des Künstlers, welche gewöhnlich in klei- 
nem Formate und theils mit dem Buchstaben B 1032, 1833 die. 
bezeichnet sind, und den jungen Mann in seinem Fortschreiten be- 
urtheilen lassen. 
Bernhardt steht seit 1837 in München 
gründeten Malerschule vor. Im Jahre 1854 
von Preussen den rothen Adlerorden. 
einer von ihm selbst ge- 
ertheilte ihm der König
        

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