Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546568
der Künstler nach seiner Rückkehr von Siena geschnitten haben. Zani 
schreibt ihm auch die Heilung des Lahmen nach Parmegianino (B. 14.) 
zu, welche aber sicher von anderer Iland ist. Den Schluss macht 
Zanetti mit einem Ilellilunkcl von zwei Platten, welches eine reiche 
Composition des Gio. Battista Franco (Senioleo) unter dem Titel des 
christlichen Helden gibt, B. VIII. 14. Er kanipft gegen eine 'l'ruppe 
von Dämonen, begleitet von dem Glauben, der Liebe und_der Religion, 
während ihm der Tod den Weg vertritt. Dieses Blatt ist von einer 
Bordiire umgeben, mit der Inschrift: Bomim r-ertamen cerlavi . _cursum 
consumavi---. Pauli Apo. ad Tiinot. C. III. Dann folgt nach Bartsch 
das Zeichen mit den Worten: Fecit anno D. MDCX Mantuae. Im 
Rande ist die Dedication an Ludovico Gonzaga, in welcher der Künstler 
sagt, dass er die Zeichnung des Senioleo schon lange besitze, und end- 
lich habe er sich entschlossen, dieselbe im Holzschnitte bekannt zu 
machen. Im Oabinet Cicognara war ein von JOIICIII bei_Bartsch bc- 
schriebencni Blatte abweichender Druck. Unten gegen die Mitte am 
Steine steht B. F., und links am Boden ist eine Taiel mit der Schrift: 
Superiorum  permisuni (sie). Im Uiiterrande steht in grossen Biich- 
staben neben dem Monogramme: FECIT. ANNO. D. MDQX. llIAlNTYAE. 
Bartsch scheint trotz des kolossalen Fecit das Blatt nicht als eigen- 
händige Arbeit des Künstlers zu nehmen, weil er es im Anhang? unter 
den dem Aiidreani zugeschriebenen Blättern aufzahlt. Der Künstler 
scheint damit sein Atelier geschlossen zu _haben,_ indem er sagt: M1 
son ünahnente risolto farlo uscire (disegiio) in lucc in questo intaglio 8m. 
A. Andreani bediente sich der oben gegebenen Zeichen, brachte 
aber das erste am häufigsten an. Manchmal ist es viel grösscr, wie 
die anderen, selten kleiner als hier gegeben. Das vierte Monogramm 
kommt nach Brulliot I. 13 nur auf einem Blatte vor, auf der Kreuz- 
schleppung nach Francesco Vanni. Dieses Blatt kennt Bartscli nicht. 
87. Albert Altdorfer, Maler, Kupferstechei- und Formschneider, 
1 - gehört unstreitig zu den ausgezeichnetsten 
1 5 l [S] z Künstlern, welche Bayern im 16. Jahr- 
 H hunderte hervorgebracht hat. Man zahlt 
  ihn zu Dürer's Schülern, allein es ist 
 am R iilliciieliiäioiiäsls (i? äESSÄZSEZJZSÄÜbZE 
 m R m Jä- einheimisch geworden, als dieses durch 
Hans Schäufelin in Nördlingen der Fall gewesen. 
Sandrart II. lib. III. S. 231 lasst diesen _Künstler zu Altderf in der 
Schweiz geboren werden, scheint aber dabei nur durch den lNamen des 
Meisters auf die Stadt im Canton Uri verfallen zu seyn, weil alte Künstler 
sich öfters nach dem Geburtsorte nannten. Später wollte man von Alt- 
dorf in der Schweiz nichts mehr wissen, da in der Nahe voirLandshut 
in Bayern ein Dorf dieses Namens ist, und Oefele (Scrip. rer. boic. II. 771) 
eine Familie Altdorfer in Landshut und der Umgebung beurkundet fand. 
Es ist indessen nur Vermuthung, wenn man unsern Künstler aus dieser 
Familie stammen lässt. A. Altdorfeids Vater war vermuthlicli Jener 
Ulrich Altdorfer, welcher 149i in Regensburg das Bürgerrecht aufgab, 
und mit dem Sohne vielleicht von dannen zog. Ulrich war Maler und 
konnte 1440 geboren worden seyii, nicht Albert, wie W1I' im Catalogc 
der Pinakothek in München von G. v. Dillis 1839 lesen, Doch auch 
die anderweitige Annahme, dass_der Künstler 1488 das Licht der Welt 
erblickt habe, ist nicht ganz sicher, indem Altdorfer schon 1500 ein 
achtbarer Kupferstcclier war. Diese Jahrzahl trägt ein Blatt, welches 
einen bewaffneten Mann mit dem Kruge in der einen, und einem Brode
        

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