Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1553003
682 
15404 
1542. 
1568 nach Italien zurückgekehrt sei. Andere dagegen lassen den Künstler 
1551 sterben, Zani in Parma, ohne einen Beweis für sich zu haben. 
Das gegebene Zeichen des Künstlers findet man nur auf drei Blättern. 
Man muss I A V lesen, d. h. Jacobus Veronensis, YA scheint im Mono. 
gramme nicht enthalten zu seyn, wie Zani glaubt, indem er Yacobus statt 
Jacobus liest. Ein Orthographiefehler ist nicht anzunehmen, da Caraglio 
ein Blatt mit der Venus auf dem Meere deutlich mit v I A v bezeichnet hatte. 
1) Das Bildniss des Pietro Aretino, in Medaillen mit der Schrift: 
PETRVS ARRETINVS FLAGELLVM PRINCIPVM. Anscheinlich 
nach Tizian's Zeichnung, B. N0. 64. Oval, H. 7Z. 1L. Br. 6Z. 6L. 
2) Die Anbetung der Hirten (nach Parniigianino), B. N0. 4. Rechts 
steht das Zeichen mit der Jahrzahl 1526. H. 7Z. 9L. Br SZ. 11 L. 
3) Jenes Blatt, in welchem Bartsch die Schule eines alten Philo- 
sophen dargestellt glaubt, Hcinecke aber die erste Idee zu RafaePs 
Schule von Athen erkennt, womit die Composition nicht stimmt. Bot- 
tari, welcher den Stich dem Marc Anton zuschreibt, findet darin eine 
Vorstellung der Schule eines Astronomeii, da in ganz reinen Abdrücken 
oben eine Stelle aus Dionysius Areopagita stehen soll: Aut. Deus. pa- 
timr. aut. tota. mumii. machina. destruitzar. Bartsch fand diese Aufschrift 
unleserlich, und konnte nur das Wort Deus herauslesen. Zani behauptet 
aber, es sei obiger Satz eingestochen, und er habe ihn 1791 bei seiner 
Anwesenheit in Wien entziiiert. Nach seiner Ansicht soll der Philosoph 
ialufsdiä sglllllenfglSlißälläßS 7b8IllD1 Tode des Heilandes aufmerksam machen, 
   r.   
1540. Die Familie Ayrer zählte mehrere Goldschmiede, Medailleure 
AY und Stecher, welche ihre Kunst_in Dresden und zu Nürnberg 
 ilbten. Christian Victor Ayrer radirte um _166a-1667 auch einige 
Bildnisse. Man findet ferner Schaumünzen mit den Buchstaben A Y, 
Wenn sie auf geschnittenen Steinen vorkommen, so rühren diese von 
Michael Ayrer her, welcher 1582_ in Dresden starb. _Eine auf diese 
Weise bezeichnete einseitige Medaille von 1797 stellt die Minerva neben 
einem Palmbaume vor, wie sie mit der Fackel einen Waifenhaufen in 
Brand steckt. Im Abschnitte steht: Elle Doit Plaire. 
1541- Adrian Ysebrand von Ijlarlem, der Schüler des Geeraerd 
Davids _von Ouwater, zeichnete sich als Bildnissmaler aus. 
A Nach einer gefälligen Mittheilung soll man das gegebene 
- Zeichen auf Zeichnungen in schwarzer Kreide finden. Immer- 
zeel sagt, dass Ys_ebraud's Gemälde sehr gesucht werden, wir 
  finden ihn aber in Gallerien nicht vertreten. Der Künstler 
scheint nach 1580 gestorben zu seyn. 
1542- Adam Zeller? Den Triiger dieses Monogramms reiht Bartsch 
E P. gr. IX. _p. 580 unter die deutschen Meister, welche in der 
  zweiten Idalfte des _16. Jahrhunderts gearbeitet haben. Sein 
Wirkungskreis fallt aber sicher in die erste Hälfte jenes Seculums. 
Heinecke (Neue Nachrichten 8m. S. 362) ist daher im Irrthum, wenn 
er das Blatt mit St. Thomas unter den kupferstecherischen Erzeugnissen 
vor 1500 aufzahlt, da kaum anzunehmen ist, dass noch ein älterer 
Monogrammist A Z gelebt hat. Das Blatt mit St. Hubertus deutet auf 
die Zeit um 1530. Der Verfertiger der Blätter mit AZ scheint Maler 
gewesen zu seyn, nicht Kupferstecher von Profession. Sie sind im 
Ganzen mittelmassig, aber nicht Copien von bereits vorhandenen Stichen. 
Wir möchten auf den Maler Adam Zeller ratheii. Dieser Künstler 
wurde 1502 Mitglied der Zunft zum Himmel in Basel, und war damals 
wahrscheinlich als angehender Meister betrachtet. Bartsch nennt nur 
das Blatt mit St. Anton dem Eremiten.
        

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