Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552869
668 
1497 
1498. 
Dorf. Wenige Landschafter haben mit der iNadel Besseres geleistet. 
Der fieissige Maler der Dorfeinsamkeit hatte aber wenig verdient, denn 
er starb zu Utrecht im St. Hiobsgasthuis (Spital). Wann, ist nicht be- 
kanut. Die Angaben schwanken zwischen 1660 und 1679. 
Das eine, oder das andere der obigen Zeichen dürfte auf Gemälden 
des Künstlers sehr selten vorkommen. Häufig findet man aber das 
Monogramm auf den landschaftlichen Radirungen desselben. Er wech- 
selte indessen auch mit den Initialen des Namens, so das wir No. 1514 
auf ihn zurückkommen. Bartsch P. gr. II. p. 1 ff. beschreibt 136 Blätter; 
allein obgleich der Artikel dieses Bandes des Peintre-graveur als neue 
Bearbeitung seiner früheren Monographie über Waterloo (Wien 1795) 
zu betrachten ist, so genügt er doch nicht mehr. Es sind demnach die 
Supplements au Peintre-graveur par R. Weigel I. Leipzig 1843 p. 70 11'. 
damit zu verbinden. Das Verzeichniss im Künstler-Lexicon XXI. S. 145 
basirt auf diesen Werken, und hier fügen wir zur Bestimmung der 
späten Abdrücke noch bei, dass die 88 Platten, welche Basan hesass, 
nach dessen Tod in den Besitz des Kunsthändlers M. Jean übergingen, 
welcher neue Abdrücke machen liess. Darunter sind die Blätter bei 
Bartsch N0. 3-16, N0. 18-19, No. 21-37 und 39, N0. 47-70, 
N0. 89-94, N0. 107-130. Diese Abdrücke sind in der linken oberen 
Ecke nummerirt. Nur N0. 12 ist oben rechts beziifert. 
Die Monogrammen sind bei Christ, Malpä, Heller und Brulliot un- 
genau. In dem Werke von Immerzeel (De levens en werken 8m. III. 
Amsterdam 1843) ist Brulliot copirt. 
1497. A. von, Wille, oder A. Wolf. Diese Zeichen gehören einem 
gäb m DüsseldorferKiinstler an, dessen Namen wir nichtkennen. 
' Man findet sie auf Illustrationen des zweiten Jahrganges 
der Düsseldorfer Monatsblätter. Ob die Zeichnungen von A. Wolf, oder 
von A. von Wille herrühren, wagen wir nicht zu entscheiden. Jeder 
von diesen hat bereits seine Stelle. 
1498- Lieven de Witte von Gent? Nach Passavant (Kunstreise 
durch England und Belgeien S. 9.5) findet man in der 
Sammlung des Mr. Aders in London ein Gemälde, 
n welches die gegebenen Buchstaben A W. trägt. Es 
stellt die Anbetung der Könige dar, und stimmt in der Compostion mit 
jenem Gemälde, welches in der k. Pinakothek zu München dem Jan 
van Eyck zugeschrieben wird, und durch den grossen Stich von C. E. 
Hess, sowie durch die Lithographie in weitem Kreise bekannt ist. Genau 
dieselbe Darstellung, und ebenfalls A W. bezeichnet, findet man auch 
in Miniatur in dem handschriftlichen Brevier des Cardinal Grimani, 
welches jetzt auf der St. Marcus-Bibliothek in Venedig aufbewahrt wird. 
Passavant gibt darüber im Kunstblatt 1841 S. 39 Nachricht, und fand 
sich veranlasst, das Werk dem Lievin de Witte zuzuschreiben, da nach 
der Angabe des anonymen Reisenden des Morelli (Notizia d'opere di 
disegno dm. Bassano 1800) das genannte Breviarium von Hans Hem- 
ling (Memling) Gerhard von Gent und Livino d'Anversa mit Miniaturen 
verziert wurde. Letzterer ist wohl sicher jener Lieven de Witte, von 
welchem C. van Mander sagt, er habe in nicht so ganz alter Zeit zu 
Gent gelebt, und sei besonders gut in Perspective und Architektur ge- 
wesen, was auch durch das Gemälde der Anbetung der Könige besta- 
tiget wird. Wenn der Anonymus den Künstler Livino d'Anversa nennt, 
so gibt diess keinen Ausschlag, da der Lieven de Witte in Gent von 
Geburt ein Antwerpener gewesen seyn konnte. Einen Lieven de Witte 
von Gent fand aber auch Graf Leo de Laborde in Urkunden des hur- 
gundischen Archives erwähnt. Er kommt 1450 als Maler und Architekt
        

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