Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552784
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1483- 
4485. 
Fassung der Landschaft bewiesen, dass er sich aber vor zu deeorativer 
Ausführung zu hüten habe. Die Figuren in seinen Gemälden sind 
von grossem Leben in Composition und Bewegung. Obige Zeichen 
findet man auf Holzschnitten in der Schrift: Schullze und Müller im 
Orient. Düsseldorf 1854. Der Künstler wird wohl auch andere Werke 
in ähnlicher Weise bezeichnet haben. 
1433- Heinrich August von Watzdortf, geb. zu Greitz 1760, war 
churfürstlich sächsischer Offizier, übte aber mit grosser Vor- 
 liebe auch die Malerei. Er copirte mehrere Gemälde von 
 P. Potter, Ostade, Lingelbach u. A. Dann malte er auch Land- 
schaften mit Thieren in Klengels's Weise, so wie Pferdestücke und 
Schlachtbilder. Sie sind aber steif und kalt, Nachahmungen anderer, 
besonders niederländischer Meister. Auf einigen Gemälden steht das 
Zeichen des Künstlers. Auf etlichen radirten Landschaften .mit Vieh 
findet man ebenfalls das Monogramm, so wie die Initialen A. v. W., 
qu. 4. Das obige Zeichen gibt aber nicht die stereotype Form. Der 
Künstler setzte manchmal das W tiefer, und unter dem oberen Quer- 
strich das u ein. A. v. Watzdorif starb um 1815. 
1484. Abraham Wuchters, auch Wugters und Wogter genannt, 
H wahrscheinlich ein Holländer von Abkunft, stand 1664 bereits 
W   25 Jahre in Diensten des Königs von Dänemark, und malte 
während dieser Zeit eine grosse Anzahl von Bildnissen. A. Haelweg, 
L. Salm, H. Schatten, Th. Matham, L. Vorsterman und Andere haben 
deren" gestochen. Auf mehreren Bildern iindet man das Monogramm 
des Künstlers, wie auf jenem des Königs Christian IV. von Dänemark 
in der k. k. Gallerie zu Wien, welches A. Haclweg gestochen hat. 
Im Künstler-Lexicon XX. S. 122 haben wir ausführlicher über diesen 
Meister gehandelt, und auch Radirungen desselben verzeichnet. Er 
starb um 1680. 
1435. Anton Woensam, gewöhnlich Anton von Worms genannt, 
ist uns durch die Bemühungen des Herrn J. J. Merlo 
W WUKunst und Künstler in Cöln 1850, S. 517) als einer der 
, fruchtbarsten und trefflichsten Künstler des 16. Jahr- 
hunderts bekannt geworden, indem Bartsch (P. gr. VII. p. 488) nur 
herausfinden konnte, dass 1529 ein Pictor Antonius de Vormaela in Cöln 
gelebt habe. Dieser Schriftsteller beschreibt auch nur 10 Blätter von 
ihm, jenes abgerechnet, welches dem unbekannten sächsischen Mono- 
grammisten A. TV. angehöret, welcher ebenfalls seine Stelle findet. Da- 
mit waren bis 1850 die Nachrichten geschlossen, nur hatte es sich 
herausgestellt, dass der Künstler eine viel grössere Anzahl von Blät- 
tern hinterlassen habe, als Bartsch 1808 ihm zusohrieb. Merlo konnte 
aber in seinem Werke von 1850 hinsichtlich des Todesjahres des Künst- 
lers selbst noch nicht zur vollen Gewissheit gelangen, nur ersah er, 
dass nicht mit 1531 die Gränze von Woensamhs Thätigkeit zu ziehen 
sei, wie man früher geglaubt hatte. Erst später gelang es ihm, in den 
kölnischen Schreinsbüchern einige Aufschlüsse über die Lebensverhält- 
nisse des Meisters zu finden. Das Resultat dieser wichtigen Forsch- 
ungen legte er in einem eigenen Werke nieder: Die Meister der allkölni- 
sehen Malerschule. Köln 1852. Daraus entnehmen wir die folgenden 
Angaben. 
Anton, oder Thoniss Woensam war der einzige Sohn des Malers Jaspar 
(Caspar) Woensam v. Worms, aus dessen erster Ehe. Jasparkommt 1510 
zuerst in den Schreinsbüchern vor, indem er damals mit seiner Gattin 
Elssgyn (Elisabeth) das Haus „zvm Scherffgyn" in Cöln kaufte. Es 
ist nicht gesagt, dass beide Ehegatten aus dieser Stadt selbst stammen,
        

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