Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552689
650 
AVO. 
1464. 
46) Die Bauernfamilie in der Stube beim Mittagsmahle. Mit dem 
Namen und der Jahrzahl 1647. 
I. Reiner Aetzdruck mit anz schwacher Einfassung. Die drei 
Stufen der Treppe in Mitte dis Grundes sind fast weiss. Aeussert 
Selten. W. I. 
II. Mit etwas starkeren Einfassungslinien, und mehr in Wirkung 
gesetzt. Die Stufen der Treppe sind überarbeitet, und auch an anderen 
Stellen ist mit der Schneidnadel leicht nachgeholfen. Stellen in Schab- 
ton kommen aber nicht vor. 
III. Mit gestochener Einfassung, aber vor vielen Ueberarbeitungen. 
Die an der Mauer hängende Axt ist rechts, und der kleine Löifel links 
nicht umrissen. Der Hut zeigt rechts ebenfalls keine Umrisslinie. Der 
zweite Schinken rechts ist nicht mit Kreuzstrichen bedeckt, und an der 
geöffneten Thüre fehlen rechts und unten links die doppelten Strich- 
lagen. Sehr schön. 
IV. Die Umrisse der Hacke und des Löffels sind voll, und hinter- 
liessen Eindrücke des Grates. Der Contour des Hutes ist gestochen, 
auf dem Schinken bemerkt man Kreuzschraffirungen, und an der Thüre 
zeigen sich doppelte Kreuzungen der Linien mit den Eindrücken des 
Grates. In der linken unteren Ecke sind keine engen senkrechten Li- 
nien vorhanden, und die sehr kleinen Kreuzstriche links oben an der 
Treppe fehlen. 
V. Im obigen Zustande, aber ohne Spuren des Bartes an der Thüre, 
da er mit dem Schaber abgenommen wurde. 
VI. Mit allen Ueberarbeitungen. Die in IV. bemerkten senkrechten 
Linien der linken unteren Ecke, und die kleinen Schrafiirungen links 
oben an der Leiter sind vorhanden. 
47) Die Bauern unter der Laube vor dem Wirthshause (la fete 
sous 1a treille). Mit dem Namen. 
I. Reiner Aetzdrnck im Silberton, vor der Einfassung. W. I. Wohl 
ein höchst seltener Probedruck. 
II. Vor vielen Ueberarbeitungen mit der Schneidnadel, und mit 
schwachen Einfassungslinien. Am Giebel des dritten Hauses im Grunde, 
hinter dem tanzenden Weihe, und links an der offenen Thüre bemerkt 
man keine Kreuzstriche. Sehr selten und schön. W. II. Als I. zu 
betrachten. 
III. Mit verstärkter Einfassung, und mehr in Effekt gesetzt. Die 
Schattenpartien sind aber mittelst der Schneidnadel noch nicht betont, 
und auch in den Strichlagen vor dem Arme des zwischen der sitzenden 
Frau und dem umgestürzten Korbe stehenden kleinen Kindes bemerkt 
man keine Nachhülfe mit der Nadel. Der oben erwähnte Hausgiebel, 
und das Dach des links stehenden Hauses ist ohne Kreuzstriche. Man 
bemerkt deren auch nicht in der Thüröifnung, im Fenster oben, im 
kleinen Vordache äc. Diese Nachhülfe mit der Nadel zeigt sich in IV. 
Schön und selten. 
IV. Mit der Schneidnadel in den Schatten leicht betont, und mit 
verstärkter Lage vor dem Arme des Kindes. Auf dem Boden rechts, 
und am Schweine zeigt sich aber keine Verstärkung mit dem Stichel. 
Schöner Druck, mit Stellen in Schabton, und gestochener Einfassung. 
V. Mit Grabstichelretouchen an den bezeichneten Stellen, und an- 
deren Ueberarbeitungen. Die einfachen und die gekreuzten Lagen 
reichen rechts bis an die gestochene Einfassungslinie. 
48) Das Dorffest unter dem grossen Baume (la guinguette). Bartsch 
bemerkte auf der Fahne das Zeichen nicht. 
I. Mit den diagonalen Linien über dem Baume vor dem Kirchthurme, 
wo der Glückshafen zu sehen ist. Aeusserst selten.
        

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