Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546522
Initialen. 
sich um Antonius Sylvius, dessen Zeichen Christ schlecht nachbildete, 
und Heller ohne Kritik hinnahm. 
33- Maria Anna, Erzherzogin von Oesterreich, welche von 1738 
  1789 lebte, malte und radirte mehrere Landschaften 
(Ä Ä JE und Stillleben, und bezeichnete einige dieser Werke 
'   mit dem ersten Buchstaben. Darunter nennen wir ein 
mit A signirtes, kritltig radirtes Blatt, welches rechts Hauser und einen 
alten Thurm am (fanale vorstellt. Auf diesem Schwimmt eine Barke, 
und links im Grunde erhebt sich ein anderer 'l'hurm, qu. 8. 
J. H. Apel, ein um 1770-1780 in Sachsen lebender Künstler, ist 
durch kleine Landschaften und Genrebilder bekannt. Sie sind mit A. So. 
bezeichnet. Eines seiner schönsten Blätter nach Seekatz stellt spie- 
lende Kinder unter Bitumen vor, qu. fol. 
Ein italienischer Künstler, Namens Andrea, stach Bildnisse in 
Kupfer. Er zeichnete A. Sc. Romae. Dieser uns unbekannte Andrea. 
lebte im 17. Jahrhunderte. 
84. T. B. Aylmer, Zeichner und Maler zu London, ein Künstler 
unserer Zeit. Er malt architektonische Ansichten, wozu er in 
Ä England, Ilolland und Italien die Studien sammelte. Auch schöne 
Zeichnungen in Aquarell finden sich von ihm. 
Obiges Zeichen findet man auf einem Holzschnitte von G. P. Nieholls 
in NV. Scott's Lady of the Lake. Edinburgh 1853; Dieses Blatt stellt 
einen Theil des Marktplatzes von Lüttich dar, und ist das grösste im 
ganzen Werke. 
85. Andrea Soacoiati. Maler und Kupferstecher, bezeichnete auf 
solche Weise mehrere Blätter. Das Zeichen besteht aus 
f) ß den Buchstaben AS, in dieser Form wird man es aber eher 
für ein willkürlich geformtes A nehmen. Unter AS kommen 
wir auf Scacciati zurück. 
86. Andrea, Andreani, F01'IIlSCllllEl(lGl' von Mantua, soll nach der 
gewöhnlichen Angabe 1540 oder 1560 ge- 
boren worden seyn; allein in beider Hin- 
sicht herrscht wenig Sicherheit. Zani be- 
' hauptet, dass der Künstler bereits 1579 
gearbeitet habe, aber ohne ein Blatt zu 
nennen, auf welchem diese Jahrzahl vor- 
 I kommt. Die Zeit der Thatigkeit Andreanfs 
lässt sich nur von 1584-1610 docnmentiren, doch zeigt er 1584 schon 
eine solche Meisterschaft, wie man sie nur durch sorgfältige Praxis 
erwerben kann. Malt)?! behauptet, Andreani habe seine Ausbildung in 
Rom erlangt. allein die Blätter frühesten Datums weisen hinsichtlich 
des Styls entschieden auf die Schule von Bologna, wo er in der F orm- 
schneidekunst tüchtige Vorgänger hatte, wahrend in Mantua und Rom 
kein Meister sich nachweisen lässt, der ihm hätte Unterricht ertheilen 
können. Von Rom aus ist zwar ein Formschnittwverk, nämlich der 
ausserst seltene Triumph des Heilandes nach Tizian in 8Blattern, dem 
Maler Jakob Ligozzi (ledicirt, aber ohne Datum, so dass man daraus nicht 
schliessen kann, i-Xndreani sei in Rom Schüler des J. Ligozzi gewesen. 
Eine kurze chronologische Uebersioht der Blätter dieses Meisters 
dürfte um so eruriiiiscllter seyn, da sie die ausserordentlichc Thittigkeit 
eines Mannes beurkundet, über welchen seit Bartsch oft ein zu strenges 
{Tythejl gefgmt wurde, indem man ihnseinen Vorgttngern Hugo daCairpi, 
Anton da Trento, Joseph NiCOlaUS Vlllßelltlnp, Älcolails Boldrini, und 
selbst dem mitgelmgtssigen Alexander Ghandini weit nachsetzen wollte. 
Andreani muss von einem anderen Standpunkte aus betrachtet werden.
        

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