Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552620
644 
AVO. 
1434. 
II. Mit einer leichtenEinfassung, und kaum bemerklicher Nach- 
hülfe mit der kalten Nadel. DieUmrisse des oberen Theiles des Hutes 
und der rechten Wade sind unterbrochen, und wurden erst in HI. mit 
der kalten Nadel vereiniget. Würde nicht Bartsch ausdrücklich Ab- 
drücke ohne Einfassung nennen, so könnte man diese für die ersten 
halten. Die Exemplare ohne Bordure dürften auch nur zu den sehr 
seltenen Probedrücken zu zählen seyn. 
III. Mit der Schneidnadel überarbeitet, wodurch ein Schabton er- 
zielt wurde. Man bemerkt diesen vornämlich an der rechten Schulter 
des Bettlers, und am Schlagschatten der Füsse desselben. Die Ein- 
fassung ist etwas verstärkt.  
IV. Nachdem der Schabton sich verloren hatte, und die Nadelarbeit 
schwächer wurde, erlitt die Platte eine Retouche mit dem Stichel, welche 
sich zuerst am Schatten des linken Fusses zeigt. Später wurde die 
Platte mehr überarbeitet. Nach Bartsch sieht man in den gewöhnlichen 
Abdrücken das Zeichen des Künstlers fast nicht mehr.  Wenn die 
Darstellungen N0. 20, 21 und 22 auf Einem Blatte vorkommen, sind 
sie der Druckgattung nach späterer Art. 
23) Das Weib in der Scheune (la grange). Mit dem Namen und 
der Jahrzahl 1647.  
Ausser dem von R. Weigel erwähnten, fast einzigen Aetzdruck ohne 
Namen und Einfassung, bestimmt Guichardot vier Zustände, so dass 
zwischen III. u. IV. bei Weigel eine weitere Abdrucksgattung zu setzen ist. 
I. Vor den Kreuzstrichen an der Schattenseite des Balkens der 
Scheune, und bevor der Schlagschatten des Haufen von Strohbündeln 
mit dem Stichel verstärkt wurde. Von hellem Tone, und mit schwacher 
Bordure. W. II. Aeussert selten. 
II. Mit gestochener Einfassung, und mit Kreuzstrichen am Balken, aber 
vor den Arbeiten mit der kalten Nadel, welche durch die geschlossenen 
Strichlagen einen Schabton bewirken, besonders in den Schattenpartieu 
rechts unten. W. III. Sehr selten. 
III. Mit Schabton an den bezeichneten Stellen, und mit dem lichten 
Flecken am Rücken des Weibes, wo das Scheidewasser nicht durch- 
gegriifen hatte. 
IV. Der Flecken überarbeitet 8m. W. IV. 
B. Mit zwei Figuren. 
24) Ein Mann und ein Weib auf dem Wege nach rechts, oder die 
beiden Bettler. Mit dem Namen. 
I. Vor den Einfassungslinien, äussert seltener Probedruck. 
II. Mit der Einfassung von schwachen Linien. Die rechte Hand 
und das Schurzfell des Mannes sind schlecht angedeutet, und im Um- 
risse bemerkt man Lücken. Sehr selten und schön. 
III. Die rechte Hand und die Schürze sind besser ausgedrückt, in 
den Schattentheilen bemerkt man aber noch keine Retouche. Die Ein- 
fassung verstärkt. 
IV. Die Schattenpartien mit dem Stichel übergangen, besonders 
unter dem rechten Arme des Weibes. Die Einfassung gestochen. Die 
Platte erscheint noch unpolirt. Man bemerkt die Spuren besonders 
zwischen der Mütze des Mannes und der Haube des Weibes, sowie rechts 
an der linken Schulter des Bettlers. 
V. Von der polirten Platte, ohne die Flecken an den erwähnten Stellen. 
24A) Der Raucher und der Trinker. Mit dem Namen. 
I. Reiner Aetzdruck, von sehr hellem Tone, und mit schwacher Ein- 
fassung. Der rechte Fuss des sitzenden Rauchers löst sich wenig vom
        

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