Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552616
AVO. 
1464. 
643 
II. Mit der Schneidnadel überarbeitet, so dass die sehr engen 
Lagen den Schwarzkunstton bewirken. Auf dem beschatteten Theile 
des Rückens jenes Mannes, welcher einen Kameraden zurückhält, be. 
merkt man keine diagonalen Linien. Die Bordure ist mit der Nadel 
verstärkt. 
III. Von der stärker überarbeiteten Platte. Man bemerkt am Rücken 
des Bauers Diagonalen, die Karten auf dem Fasse sind deutlich, die 
Dielen der Thüre markirt, der Name und die Einfassungslinien gestochen. 
Die gewöhnlichen Abdrücke kommen aber von der bereits wieder ab- 
genutzten Platte. 
19) Der Sänger mit dem Notenblatte, wie ihm einer der Kameraden 
mit der Kerze leuchtet. Auch die Minstrels von Harlem, de Rederyker 
und les Harangeurs betitelt. Mit dem Namen.  R. Weigel beschreibt 
zwei höchst seltene Probedrücke, in welchen die Blätter des Weinstockes, 
der Krug und der Löffel über dem Fenster fehlen. Dann beschreibt 
Weigel einen vollendeten Abdruck mit den genannten Gegenständen, 
während Guichardot auf folgende Zustande aufmerksam macht. 
I. Vor verschiedenen Ueberarbeitungen, aber mit Plattengrat in dem 
unteren, an die viereckige Einfassung reichenden Theile. Sehr selten. 
II. Von der auch unten polirten Platte, wodurch die Eindrücke 
des Grates beseitiget wurden. Man bemerkt aber noch keine Schneid- 
nadelarbeiten, so dass der schwarzknnstahnliche Ton fehlt, welcher sich 
besonders an dem beschatteten Theile des Topfes zeigt. 
III. Mit dem durch die Sehneidnadel bewirkten Mezzotintotomaber 
vor dem Striche an der Nase des Mannes, welcher sich an den Kreuz- 
stock des Fensters lehnt. Er entstand durch das Abgleiten der Nadel. 
IV. Mit demselben Striche, aber vor den Kreislinien an derMütze 
des genannten Mannes, und vor anderen Ueberarbeitungen mit dem 
Stichel. Der untere Rand der Platte ist abgenommen. 
V. Die retouchirten Abdrücke mit gestochenen Einfassungslinien. 
lll. Classe: Ganze Figuren. 
A. Eine einzige Figur. 
20) Der alte gebückte Bettler nach links gehend. Mit dem Zeichen. 
I. Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Rechts unten in der Ecke 
bemerkt man einen Flecken, da das Scheidewasser den Grund durch- 
fressen hatte. 
II. Mit leichter Ueberarbeitung mit der Schneidnadel. Die Umrisse 
des rechten Theiles des Hutes, und des linken Schuhes sind nicht voll- 
ständig, wurden erst später mit dem Stichel vollendet. Der Flecken 
zeigt sich schwach. 
III. Die retouchirten Abdrücke mit gestochenen Einfassungslinieil. 
21) Der stehende Bettler mit den Händen auf dem Rücken. Mit 
dem Zeichen. 
I. Reiner Aetzdruck vor vielen Ueberarbeitungen, und ohne Ein- 
fassung. Aeusserst selten.  
Il. Mit der Einfassung, aber vor der Arbeit mit der Schneidnadel, 
so dass der Schwarzkunstton nicht zu bemerken ist. In I. fehlt oben 
der Contour des Hutes, hier ist er vollendet. 
III. Mit jenen" Stellen, welche durch die Bearbeitung mit der kalten 
Nadel einen schabkunstähnlichen Ton haben, besonders an der Weste, 
am rechten Arme und an den Schuhen des Mannes. 
IV. Mit Grabstichelretouchen, besonders am Halse, und hinter dem 
 rechten Fusse des Bettlers.   
22) Der Bettler im Mantel mit grossem Hute. Mit dem Zeichen. 
I. Vor der Einfassung, und vor irgend einer Nachhülfe der Radirung.
        

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