Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552604
642 
AVO. 
1464. 
IV. Mit gestochener Einfassung, aber vor den Grabstichelretouchen 
an den in V. bezeichneten Stellen.  
V. Die retouchirten Abdrücke. Die Schattenpartien sind stärker 
als in 1II., und auch andere Stellen sind überarbeitet, wie der Hut, 
das Kreuz im Fenster, die Thüre, der Baum, der Weinstock, das Ge- 
wand des Mannes, der Korb des Weibes eine. Der Flecken am Rücken 
des Weibes ist unter den Kreuzstrichen verschwunden. Die Ueber- 
arbeitung wurde mit dem Stichel vorgenommen. Auch die Einfassunge- 
Linien sind eingestocheu.  
G. Drei Figuren. 
14) Die Bäuerin mit zwei Kindern. Mit dem Monogramme. 
I. Vor den Nachhülfen mit der Schneidnadel, und daher von weni- 
ger kräftigem Tone, indem die Schatten durchsichtiger sind als im 
späteren Drucke. Die Einfassung ist schwach, aber vollständig gezogen. 
II. Mit einem schwarzkunstähnlichen Ton, welcher durch die Schneid- 
nadelarbeiten bewirkt wurde. Ueber dem rechten Arme und am Kopf- 
tucheder Mutter bemerkt man aber keine Kreuzstriche, wie im späteren 
Drucke. Die Bordure ist mit der-Nadel gezogen. 
III. Von der mehr überarbeiteten Platte, mit Anwendung der Kreuz- 
striche, und mit Retouchen im Grunde unter dem rechten Arme des 
Weibes. Die Einfassung ist gestochen. 
 15) Die drei Bauern am Tische, von welchen der eine in den 
leeren Krug schaut (le cruche vide). Mit dem Namen. 
Zwischen III. und IV. bei NVeigel kommt noch ein anderer Druck 
mit Retouchen, welche später in malerischer Weise noch verstärkt wur- 
den, so dass der Plattengrat fast das Ansehen der schwarzen Manier 
verlieh. Während in den früheren Abdrücken der vierte Fuss des 
Tisches fast nicht sichtbar ist, tritt er jetzt stark hervor. Im Grunde 
links fehlt aber noch die perpendicnlare Strichlage. 
16) Die Bäuerin vor dem Hause mit dem Kinde, welches nach der 
Puppe verlangt (la poupee demandee). Mit Monogramm und 167.9. 
I. Aetzdrücke mit ganz schwacher Einfassung, ohne weitere Nach- 
hülfe. W. I. 
II. Mit Anwendung der Schneidnadel zwischen den diagonalen Li- 
nien im oberen Theile des linken Randes. Mit etwas stärkerer Bordure. 
III. Die vollendeten Abdrücke mit gestochener Einfassung, aber in 
sehr gutem Zustande. W. II. 
17) Der Schullehrer im Lehnsessel mit zwei Knaben (Pecole). 
Mit dem Monogramme. 
I. Reiner Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Der rechte Arm des 
Lehrers hebt sich wenig vom Stuhle ab. 
II. Mit der Schneidnadel in der Art übergangen, dass der Grat 
den Ton in schwarzer Manier verursacht, wozu aber auch die enge 
Strichlage beiträgt. -Die Einfassung mit der Nadel verstärkt. 
III. Die Nadelarbeit wurde nach und nach abgenutzt, und daher 
geht der Ton in's Graue. Besonders einförmig erscheint der Hinter- 
grund. Die Einfassung wie oben. 
IV. Die retouchirten Abdrücke mit kräftigen Schattentheilen, von 
verschiedener Abstufung und schneidend im Grunde. Mit gestochener 
Bordure. 
18) Die Bauern beim Spiele im Streite, wie sie mit dem Messer 
losgehen (le coup de couteau). Mit dem Namen und 1653. 
I. Aetzdruck vor jeder Retouche. Der Schenkel des Mannes, welcher 
die Mütze in der linken Hand hält, und die rechte Seite des Fasses 
lösen sich nicht vom Grunde ab. Der Name des Malers und die Ein- 
fassung sind sehr leicht geritzt.
        

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