Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552577
AVO. 
1464. 
639 
3) Der alte Bauer mit der spitzigen Mütze von vorn. Mit dem 
Monogramme. 
I. Von der geätzten Platte, fast ohne Schattirung an der Mütze, 
dem Gesichte und dem oberen Theile der Schulter des Bauers, beson- 
ders links unter der Krause. Der Ton ist grau und einförmig.  Nach 
Weigel gibt es einen Abdruck ohne Einfassungslinien, welcher zu den 
äusserst seltenen Probedrücken gezählt werden muss. Im k. Cabinet 
zu München ist aber ein Aetzdruck mit der leichten Einfassung, welcher 
alle Kennzeichen der Priorität hat. Ein solcher war auch in der Samme 
lung des H. Weber in Bonn. 
II. An den genannten Stellen leicht mit der Schneidnadel über- 
arbeitet, aber mit so engen Linien, dass an der Mütze des Bauers ein 
Schabton bewirkt ist. Oben an dessen Schulter bemerkt man aber noch 
keine Kreuzstriche, nur eine Verstärkung der geätzten Linien. Die 
Einfassung ist leicht mit der kalten Nadel oder dem Stichel gezogen. 
III. Mit den Kreuzstrichen auf der Schulter des Bauers, um die 
I-Ialskrause mehr abzuheben, aber ohne weitere Zuthat mit dem Stichel. 
IV. Mit den späteren Retouchen des Meisters. Die rechte Schulter 
des Bauers ist stärker überarbeitet, die Linien der Mütze treten be- 
stimmter hervor, die Krause ist links beschattet, das Gesicht besser 
modellirt, und an der Oberlippe bemerkt man diagonale Striche. 
V. Die mit dem Stichel überarbeiteten Abdrücke aus Basaifs Verlag. 
4) Der lachende Bauer mit platter Mütze in S], Ansicht. Mit A.o. 
Vgl. N0. 1093, 3. 
I. Der Grund durch drei- und vierfache Linien leicht bedeckt, und 
ohne bemerkbare Retouchen mit der Schneidnadel. Die Einfassung ist 
sehr schwach, und an einigen Stellen, besonders rechts unterbrochen. 
Ohne Bezeichnung. Sehr selten und schön. 
II. Mit derselben leichten Deckung des Grundes, und mit schwacher 
Bordure, aber mit Schneidnadel-Retouchen an den Augenbrauen, am 
Ohre, und an den Backen des Bauers. Ohne Bezeichnung. 
III. Mit auspolirtem Grunde, so dass man nur schwache Spuren 
der feinen Ueberarbeitung bemerkt. Die Einfassung ist nicht verstärkt, 
und die Initialen A. o. fehlen, wie in den vorhergehenden Abdrücken. 
IV. Mit weissem Grunde, und etwas verstärkter Bordure, aber ohne 
Grabstichelretouchen. Die Initialen A. o. sind beigefügt. 
V. Mit gestochener Einfassting, und mit Retouchen, besonders am 
rechten Backen des Bauers, und an den Haaren desselben. Die mit 
dem Stichel itberarbeitete Platte liess wahrscheinlich Basan abdrucken. 
R. Weigel erwähnt einen Abdruck mit weissem Grunde und ohne 
Einfassung. Er hält diesen Zustand für ein Unicum, und mitgezählt 
hätten wir dann sechs Etats. Es werden indessen auch die beiden 
ersten schwer zu unterscheiden seyn, da die Retouche mit der kalten 
Nadel sehr leicht bewirkt ist.  Die Platten N0. 1-4 wurden ursprüng- 
lich auf Einen Bogen abgedruckt, doch kommt äusserst selten ein solcher 
vor. In diesem Zustande ist l und 2 ohne Einfassung und ohne die 
Buchstaben A. o. No. 3 hat die Einfassung, aber keine Retouche an 
der Mütze, an der Krause dzc. No. 4 ist ohne Bezeichnung, hat aber 
eine leicht verstärkte Einfassung. 
lll 
Classe: 
Halbe 
lügureu. 
A. Einzelne Figuren. 
5) Der Raucher am Tische, in Oval. Mit dem Monogramme, 
I. Unvollendeter Druck vor der Einfassung, und ohne Zeichen D" 
Nase ist zu breit, die Schattenpartien sind ziemlich hell und claslFaäg 
7
        

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