Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552524
634 
AVK. 
1457- 
4458. 
18) Die Werke der Barmherzigkeit, in zwei Abtheilungen, die gei- 
stigen und die leiblichen Werke enthaltend. Die erste Abtheilung ent- 
hält acht Blätter mit Titel, und die zweite deren neun, da auch das 
jüngste Gericht beigefügt ist. Auf dem ersten Blatte steht: INCIDEBAT 
ROMAE MARIVS CARTARVS  C10 IDXXCVI (1586). Grösse der 
Blätter, H. 8Z. 11 L. Br. 6Z. 11 L. 
19) Diana und Endymion. Eine Darstellung dieser Art nennt 
Malpe, wir fanden sie aber ausserdem nicht angezeigt. 
20) Die Karte von Palästina: PALESTINAE SIVE TERRE SANGTE 
DESCRIPTIO.  Femandus Bertell-ius Excudebat Venetiis. qu. fol.  
Diese Karte gehört wahrscheinlich in ein Werk, vielleicht mit den beiden 
von Heller, Zusätze zum Peintre-graveur S. 83, erwähnten Blättern, 
wovon das eine die Belagerung von Fa-magosta 1571 . das andere die 
Karte der Insel Ischia 1586 enthält. 
1457- Adrian van der Kabel, Landschaftsmaler und Radirer, wurde 
 1631 in Rijswijck beim Haag geboren, und von Jan van 
M Goyen unterrichtet. Später machte er Studien in Italien, 
und erhielt in der Schilderbent zu Rom den Beinamen 
Corydon und Geestigkeit. Descamps sagt zwar, der Künstler sei nicht 
nach Italien gekommen, allein ausser dem Beinamen spricht auch der 
Styl seiner Gemälde für einen italienischen Aufenthalt. Im Colorite 
folgte er der Carraccischen Schule, nur geht seine Färbung ins Braune. 
In der Auffassung der Bilder wird man bald an B. Oastiglione und 
S. Rosa, bald an andere italienische Meister ihrer Richtung erinnert. 
Er wusste die Figuren und Thiere eben so gut zu behandeln, als die 
Landschaft. Auf einigen Gemälden steht obiges Monogramm, während 
auf den radirten Blättern des Künstlers nach französischer Weise 
A. van der Gabel, nicht Kabel geschrieben ist. Auch Arie oder Ary 
van der Gabel wird er genannt, aus Ary machten aber die Franzosen 
einen Henry, so dass man zuletzt einen Adrian und Henry van der 
Gabel herausbrachte. Houbracken will auch wissen, dass der Künstler 
eigentlich van der Touw geheissen habe, was sehr unwahrscheinlich 
ist, da Jan van Goyen an dieser Umänderung Schuld gewesen seyn 
soll. A. van der Gabel starb zu Lyon 1695. 
Bartsch P. gr. IV. p. 222 beschreibt 55 radirte Blätter von diesem 
Meister, R. Weigel fügt aber in den Supplements au Peintre-graveur I. 
Leipzig 1843, S. 193. noch mehrere Blätter bei. Das Verzeichniss bei 
Bartsch wird durch Weigel auch noch in vieler anderer Hinsicht er- 
gänzt, besonders bezüglich der Abdrucksgattungen. 
 Nachträglich machen wir noch auf die Landschaft mit dem ver- 
folgten Mädchen aufmerksam, B. N0. 40. R. Weigel erwähnt im Kunst- 
kataloge No.15759 einen unbekannten, sehr seltenen Abdruck vor aller 
Schrift, welcher ihm erst nach dem Erscheinen der Supplemeute zu 
Bartsch vorgekommen ist. 
1453. Marius Kartarus. Brulliot II. No. 173 gibt nach dem Cabinet 
A V K Paignon Dijonval an, dass diese Initialen auf Kupfer- 
 ' ' 56' Stichen nach Giulio Romano sich finden. Der genannte 
Catalog nennt eine hl. Familie mit St. Marcus, und Brulliot fügt bei, 
dass er ein Blatt dieser Art nicht kenne. Hier handelt es sich jeden- 
falls um einen Kupferstich des Marius Kartarus, dessen Monogramm 
aus A VK besteht. Der Verfasser des Cataloges konnte es nicht geben, 
und daher begnügte er sich mit der Zerlegung des Zeichens in die be- 
treffenden Buchstaben. Marius Kartarus findet oben unter dem N0no- 
gramme A V K No-1450 seine Stelle.
        

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