Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552461
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AVF  
YAVG. 
1449 
1451. 
Das Monogramm passt indessen nicht auf F. P. Ferg. Das V könnte 
wohl Vterma bedeuten, das A aber hat für ihn keinen Sinn. Man kann 
auch nicht annehmen, dass e1 sich wegen seines Aufenthaltes in Eng- 
land "Anglus" genannt habe. Auf seinen Radirungen stehen zwar die 
Buchstaben F. A. F., oder ein aus F. v.F. gebildetes Monogramm, es ist 
aber wieder nicht bekannt, dass der Künstler vom Adel war. In diesem 
Falle würde das Monogramm „A Ferg Wenensis" bedeuten. 
1449- Alexander Kierings von Utrecht, auch Carings und Gie- 
k] rings genannt, war Landschaftsmalcr, dessen Bilder 
 ebenso naturgetreu, als fleissig gemalt sind. C. Poe- 
 lemburg malte häufig die Figurenstaitfage in seinen 
 Werken, und daher ündet man in seinen Gemälden 
  ausser den Buchstaben A. K., oder dem obigenZeichen, 
auch noch die Initialen C. P. Oberflächlich betrachtet, wird man das 
fragliche Monogrannm nicht auf A. Kierings deuten wollen, da das K 
fehlt. Es ist aber Alexander von Vtrecht fecit zu lesen. Der Künstler 
wurde 1-590 zu Utrecht geboren, und starb zu Amsterdam 1,646. 
Descamps ist der erste, welcher des Alexander Kierings erwähnt, 
wofür- ihn Bryan eines Irrthums bezüchtiget. Letzterer vermuthet näm- 
lich eine Verwechslung mit dem Landschafter Jan oder Jakob Oierings, 
welcher längere Zeit in London thatig war. Immerzeel (De Lebens en 
Werken der holt. en vlam. Kwnstschilders. Amsterdam 1843, III. S. 110) 
spricht sich ebenfalls gegen den Alexander Kierings aus, und schreibt 
die diesem Meister angehörenden Zeichen dem Jan Kierings zu. Allein 
es lebte wirklich ein Alexander Kierings, über welchen wir unter den 
Initialen A. K. N0. 776 bereits gehandelt haben. Für J. Cierings bleibt 
nur das Monogramm C J, welches an betreffender Stelle vorkommt. 
1450- AgUStiIIO Uarracci stach neben anderen das Bildniss des 
AVG_ F_ Schauspielers Gabriel Sivel in Kupfer, welches Bartsch XVIII. 
p. 120 N0. 153 beschreibt. Der Komiker ist nach" der An- 
 I- gabe des genannten Schriftstellers in halber Figur nach 
rechts gewendet, der Kopf aber in 314 Ansicht gegeben. In den Händen 
hält er" eine Maske. Rechts unten steht: AVG.F., und im Rande liest 
man: Joarmes Gabriel Comicus Nuncupatus S1 VEL. H. 6 Z. "mit 9 L. 
Rand, Br. 4 Z. 6 L. f 
. -Verschieden. von diesemBlatte ist ein zweites, Bartsch unbekanntes 
Bildniss dieses Schauspielers, in starker Büste mit der Maske in den 
Händen dargestellt. Unten rechts steht: AVG. 1., und im Rande: So- 
lus instur omniu-m Joarmes Gabriel Comicus Nuncupazus. Dieses Blatt 
gehörtwahrscheinlich in die zweite Ausgabe des Zeichenbuches von 
A. Carracci.  
1451- Agostino Gaigracoi bezeichnete auf solche Weise eines seiner 
i erühmtesten und grössten Blätter, wozu er dreier 
  F" Platten bedurfte. Es ist diess die Kreuzigung 
Christi nach Tint0rett0's Meisterwerk in der Kirche des hl. Rochus zu 
Venedig, B. N0. 23. Unten in der Mitte steht: Jacobus Tintoreltus In- 
uentor  cum priuilegio senatm Venen per annos 15, rechts: Venctiis 
Donatt Baschiottt formis 1589, und links: AVGV. CAR. F. Der Rand 
enthält acht lateinische Distichen und die Dedication an den Cardinal 
Fernando de Medicis. H. 18 Z. und 6 L. Rand, Br. 44 Z. Dieser 
Kupferstich ist im ersten, sehr seltenen Abdrucke ohne Adresse des 
D. Rasciotti, und nur in diesem von vorzüglicher Schönheit. Doch sind 
auch die Exemplare mit der Adresse noch sehr schön, da überhaupt 
die Audage eine massige war. Ein gewisser Daniel Nis soll die Platten
        

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