Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552383
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AVE. 
1447. 
II. Everdingems eigenhändige Arbeit in der Luft, nebst den ent- 
fernten Bergen ist verschwunden." Eine "fremde Hand hat das angedeutete 
Blau und die Wolke zu ersetzen gesucht, aber nicht im Geiste des 
Meisters. Die entfernten Bäume links vom Reiter, und rechts hinter 
der Fichtengruppe sind kaum mehr zu erkennen. Auch die Reiterfigur 
erscheint im Verhaltniss zur Brücke sehr bleich. Es finden sich auch 
geschmacklose Retouchen, und starke Einfassungslinien vor. 
52) Der an das Ufer gezogene Nachen, Everdingen. 
I. Die zarten Einfassungslinien haben keine scharfen Ecken. Links 
oben sind leichte horizontale Linien einradirt, in der Mitte ist der 
Himmel weiss, und nur rechts bemerkt man eine zarte Wolke. Die 
Aetzarbeit ist nur hier und da mit wenigen Strichen verstärkt, und der 
Druck von schönster Harmonie. 
II. Die Ecken der Platte sind massig abgerundet, und die Linien 
verstärkt. In der Luft, in welcher Everdingen gegen oben, bis etwa 
über die Mitte des Blattes hinaus, leichte horizontale Linien anbrachte, 
sieht man nunmehr stärkere, weiter nach rechts hingeführte Linien, 
welche sich links in verminderter Ausdehnung bis zur Stangenspitze 
herunterziehen. Aehnliche Wolken aus horizontalen Linien sind auch 
noch tiefer, zwischen dem Giebel des Hauses und der rechts befind- 
lichen Wolke, die Everdingen selbst angab. Auch zeigen sich Grab- 
stichel-Retouchen von nnverhältnissmassiger Stärke, z. B. im Boote, in 
 den zwei neben demselben sitzenden Figuren, und im Boden unterhalb 
der Figuren.  
53) Die kleine hölzerne Brücke, A. V.E. 
I. Vor der Anwendung der Schneidnadel, oder der leichten Grab- 
stichelarbeit in den beschatteten Theilen. Die Felsenmassen über den 
beiden am Boden sitzenden Figuren haben z. B. nur eine einfache 
Strichlage, doch nur in sehr wenig Exemplaren. Es ist nichts von 
fremder Hand hineingearbeitet, und die Einfassungslinien sind schwach 
gezo en. 
II. Mit leichten Retouchen, welche von Everdingen selbst herrühren. 
In den bezeichneten Felsenmassen bemerkt man diagonale Strichlagen, 
und die Einfassungslinien sind etwas verstärkt. 
54) Die zwei Männer vom Stande, der eine zeichnend. Mit Ever- 
dingews Namen. 
I. Die mit horizontal geführten Linien einradirten, gestreckten Wol- 
ken reichen rechts nicht weiter herab, als bis zur Höhe des Felsens, 
an dessen Fuss die beiden Männer sitzen. Grabsichelretouchen finden 
sich nicht.  
II. In der Luft sind Wolken mit dem Stichel in horizontalen Li- 
nien hinzugefügt. Eine solche zeigt sich rechts, wo zuvor der Raum 
leer war. In den beschatteten Theilen des Felsens über und neben 
den beiden Figuren bemerkt man Retouchen. 
55) Die Inschrift. Mit Euerdingerfs Namen. 
I. Die Luft dieses zu schwach geätzten Blattes zeigt in ihrem 
obersten Theile links, und in der Mitte nicht weit reichende horizontale 
Strichlagen. Die geätzten Einfassungslinien treffen unten rechts noch 
nicht zusammen. Grabstichelretouchen bemerkt man in den Schatten- 
theilen des Gebüsches und der Baume, welche von der in der Mitte 
des Blattes sichtbaren Fichte nach rechts hin über die niedrigeren 
Theile der Felsen empor ragen. Sie sind sehr malerisch, und unge- 
zwungen behandelt. 
II. Oben in der Luft sind nach der ganzen Breite horizontale Li- 
nien eingestochen, so auch kleine, durch ähnliche Linien ausgedrückte 
Wolken weiter abwärts zwischen dem schrägen Baume und der rechts
        

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