Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552314
AVE. 
1447. 
613 
II. Mit mehreren Grabsticheliiachhilfen, die, je mehr die Aetzarbeit 
schwächer geworden, um so unangenehmer in's Auge fallen. Man be- 
merkt diese Retouclien am Daclie der grösseren Hütte vom Firste aus 
abwärts. Im ersten Drucke ist da alles Nadelarbeit. Die Einfassung 
scheint verstärkt. 
 2) Die erste kleine ovalförmige, in die Quere gehende Landschaft, A VE. 
I. Fast nur Aetzdriick, wenig mit der Schiieidnadel nachgeholfen 
im vorn befindlichen Schilf, unten an zwei im Wasser schwimmenden 
Balken, und unterhalb des Grases auf dem rechts beiindlichen Hügel, 
wo das Namenszeicheii steht. 
II. Mit Grabstichelarbeiten im rechts auf dem Hügel stehenden 
Baume, im Rasen und im felsigteii Theile dieses Hügels, sowie im 
Wasser am Fusse desselben. Die dort befindlichen Sehilfpartien sind 
derb aufgestochen. Die Brücke links und der hinter derselben be- 
findliche Busch, sowie der Baum sind ebenfalls retouchirt. Die Ein- 
fassung scheint hie und da verstärkt. 
3) Die zweite kleine ovalförmige Landschaft, B. N0. 3, wurde als Werk 
des J. Ruysdael erkannt. Vgl. Weigel, Supp. au Peintre-graveur p. 78. 
4) Die Landschaft von runder Form, A. V.E.  Börner sah nur 
Abdrücke von der ovalförmig zugeschnittenen Platte, welche nach Bartsch 
retouchirt seyn sollen. Sie muss aber in diesem Falle noch eine spä- 
tere Retouche erlitten haben, da der von Börner untersuchte Abdruck 
keine Retouche zeigt. 
I. Das Blau der Luft ist mit zarter Nadel angedeutet, die Form 
der Wolken über den rechts hinter dem Dache emporragenden Fichten 
ist aber nicht ausgedrückt. Im Boden, an Steinen und am Pfahle ist 
nicht mit dem Stichel nachgeholfen.   
lI. In der Luft sind Striclilagen von fremder Hand, und auch die 
Wolke rechts ist angegeben. An den I. erwähnten Stellen ist mit dem 
Stichel nachgeholfen, wie unterhalb der drei Ziegen. Die Einfassung 
fehlte in dem Blatte, welches Börner untersuchte.  
5) Die vier Figuren unter dem Baume im Schatten, A. V.E. 
I. Die dem Sonnenlichte zugewendeten Seiten der Felsen, und das 
Weib mit dem Päckchen auf dem Rücken, sind in vollem Lichte. 
II. Dieselben Stellen, grösstentheils mit schwachen Strichlagen- 
überarbeitet, die Frau gänzlich, mit Ausnahme des Gesichtes und des 
Päckchens auf ihrem Rücken.  
7) Der Wasserfall, A. V. E.   
I. In der Luft sind nur links oben horizontale Nadelstriche, Grab- 
stichelarbeiten blos in dem unten gegen rechts aus dem Wasserhervor- 
ragenden Felsstücke. Das Ganzeist zu schwach geätzt, nicht gehörig 
abgestuft. Die Einfassungslinieii sind schwach, und links oben ist 
eine Lücke.  
II. Die in I über der Kirche leer erscheinende Luft hat hier An- 
deutungen von Wolken mittelst horizontal gezogener Linien. Das er- 
wähnte Felsstück ist mit dem Stichel bearbeitet, und auch im rechts 
sich erhebenden grösseren Felsen, im Strauchwerk, an und in den 
Bäunieii auf dem Felsen, ist viel mit dem Grabstichel nachgeholfen. Die 
Einfassungslinien sind stärker, und die linke obere Ecke vervollständigt. 
8) Der Schweintreiber, A. V.E.     
I. Die Luft ist leicht angedeutet, ohne die horizontalen Strichlagen 
in derselben. Die Spitze des in der Mitte auf einer Iilrdzunge stehen- 
den Baumes, und das rechts vorn erscheinende Ufer in vollem Lichte. 
II. In der Luft bemerkt man horizontale Strichlagen an mehreren 
früher uiibearbeiteten Stellen, z. B. nächst der Spitze des in der Mitte 
des Blattes auf einer Erdzunge stehenden Baumes. Das rechts vorn 
Monogrammisten. 44
        

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