Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552300
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AVE. 
1447. 
während alle übrigen Originalplatten durch den Grabstichel Retouchen 
erlitten. Man bemerkt diess namentlich in den Gründen und in den 
Schattentheilen, sowie in der Luft, in welcher parallele Linien ein- 
gestochen sind. Ferner wurden alle Platten verkleinert, und zur Illu- 
stration des Reinecke Fuchs von Heinrich von Alkmaar benutzt. Gott- 
sched bearbeitete dieses Werk für Deutsche, Leipzig u. Amsterdam 1752. 
Die Original-Ausgabe des Gedichtes des H. von _Alkmaar ist von 1499, 
und selbst in Holland höchst selten. J. Scheltema suchte daher diesem 
Mangel durch eine neue Bearbeitung abzuhelfen: „Reintje de Vos van 
Hendrick van Alkrnaar, vertaald door Mr. J. Scheltema." 
IV. Die Abdrücke der vierten Art sind bereits schlecht, besonders 
die Blätter von den in Schabmanier behandelten Platten. Die Vorstellung 
N0. 26 fehlte, und man gab daher vier Imitationen von S. Fokke hinzu. 
 Bei diesem Zustande der Platten kann daher die noue Ausgabe von 
Felix Summerly keiner grossen Beachtung werth seyn. Sie enthält nur 
40 Originalradirungen, welche nur in den wenigsten Exemplaren von 
ursprünglichen Platten kommen. Man suchte gute und kräftige Abdrücke 
zu gewinnen, welche dann auf Stein übertragen wurden. Das Werk 
erschien zu London 1843 mit Erklärung in 8. Damit ist aber noch 
nicht abgeschlossen; es fand noch eine weitere Benutzung der Platten 
durch Uebertragung auf Stein statt, so dass es an englischen Ausgaben 
nicht fehlt. Die eine erschien unter dem Titel: A. van Everdingens sixty 
Etchings to Reynard the Fow. London 1845, gr. 8. Dieselben Blätter 
kommen auch in folgendem Werke vor: Reynard the Fow, translated by 
S. Naylor. London 1845. gr. 8. 
Weitere Radirungen des A. van Everdingen. 
Aus dem, was oben angedeutet ist, genügt das Werk des berühmten 
Adam von Bartsch zur Kcnntniss der Abdrücke der Blätter Everdingems 
nur theilweise, es ist aber von Wichtigkeit die genauen Anhaltspunkte 
zu gewinnen, von welchen aus die Abdrücke erster und zweiter Art 
erkannt werden können. Diesen gehen nur einzelne Probedrücke vor- 
aus, welche von der geätzten, gewöhnlich noch unvollendeten Platte 
kommen. Doch auch später, im ersten und zweiten Drucke, wur- 
den noch einzelne Veränderungen vorgenommen, und die Exemplare mit 
solchen Varietäten sind es nun, welche ausser den höchst seltenen Probe- 
drücken sehr gesucht und als grosse Seltenheiten zu den höchsten 
Preisen genommen werden. Durch die Güte des Herrn J. A. Börner 
sind wir im Stande, die Merkmale anzugeben, durch welche die Blätter 
ersten und zweiten Druckes erkannt werden können. Herr Börner hatte 
die seltene Gelegenheit, eine fast vollständige Sammlung der Landschaften 
Everdingems beider Zustände zu vergleichen. Der Besitzer des Werkes 
in Duplo ist Herr Ober-Appellgerichtsrath Eisenhart in München, welcher 
es dem genannten competenten Kenner zur Einsicht stellte. Wir haben 
in dem folgenden Verzeichnisse nur die N0. 21, 35, 40, 42, 44, 53, 58, 
59, 70, 94 und 99 hinzugefügt, machen aber durchaus nicht auf jene 
Genauigkeit Anspruch, wodurch Börner sich auszeichnet. Die vor- 
stehenden Nummern von 101 sind jene von Bartsch, und was dazu ge- 
sagt ist, dient als Supplement zur Beschreibung der Blätter desselben. 
Wir deuten daher ihren Inhalt nur kurz an. Bartsch beschreibt im 
Ganzen 162 Blätter mit Einschluss jener zum Reinecke Fuchs. Wir 
bringen das Verzeichniss auf 166 Blätter. 
i) Die kleine ovalförmige, überhöhte Landschaft, A. V.E. 
I. Fast blosser Aetzdruck, nur am Stamme des rechts befindlichen 
Weidenbaumes, und in den Piianzen des Vorgrundes einige Verstärk- 
ungen mit dem Stichel.
        

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